Kommentar von Alfred Münch: Olchings Corona-Leugner und ihre Sonntagnachmittags-Demo

Ich habe es mir aus Interesse angetan: Eher zufällig daran vorbeikommend, habe ich mich zur Sonntags-Demo der Olchinger Corona-Verweigerer gesellt und habe mir den Vortrag einer nicht so sehr redegewandten Dame angehört. Die trug aus meiner Sicht wirklich krude Argumente vor.

Dabei standen und saßen ca. 60-80 Zuhörer, wenige ältere. Die buhten, wenn das Wort Impfung fiel. Ein Paar mittleren Alters saß vor mir auf dem Boden, Rücken an Rücken, und bekundeten Beifall, wann immer die Referentin deutlich machte, dass „die Politiker“ hier und da und dort – und natürlich alle – aus ihrer Sicht Unsinn verzapften.  Sie hatten ein Schild gemalt, auf dem Sie dartaten, dass sie Gesundheit für ihre Kinder wollen.
Corona sei nur eine bessere Grippe, so die Referentin. Die wachse jetzt gerade aus der Wintersaison heraus. Die Impfungen als das von Politikern erfundene Instrument zur weiteren Maßregelung der Menschen kämen fast zu spät, um noch den Anschein der Verbesserung zu erwecken, wo doch schon alleine der aufkommende Frühling dazu führe, usw. usw.
Die Mutationen seien auch nicht ernst zu nehmen …. Es gebe keine Übersterblichkeit, wusste die Dame. Die verstorbenen Alten seien alleine deswegen gestorben, weil wir eine so alte Gesellschaft mit einem übermäßig hohen Altenanteil seien. Zudem habe auch der ehemalige Verfassungs­schutzpräsident Maassen geäußert, dass i. S. Corona viele offene Fragen blieben.

Da musste ich dann gehen, denn …. Nach ca. 15-20 Minuten wurde ich regelrecht weggezerrt, habe mich auch wegzerren lassen. Ich hatte nicht den Mut und die Widerstandskraft, einen Ehestreit dafür zu riskieren, dass ich mir das weiter anhöre.

Nach diesem „Erlebnis“ frage ich mich nun eine Menge Fragen, z.B. :

Warum buhen die Zuhörer schon bei der Erwähnung von Impfungen? Die müssen sich doch nicht mal impfen lassen, sondern dürfen es, wenn sie wollen? Niemand zwingt sie!

Sind die über zwei Millionen Infizierten wirklich der Beweis, dass die ca. 70tsd Verstorbenen es nicht wert waren, dafür all die Auflagen zu ertragen, die uns die letzten 12 Monate auferlegt wurden?

Wieviele sind nicht gestorben, weil die allermeisten Menschen im Lande so diszipliniert waren und die Einschränkungen ertragen haben? War´s das überhaupt wert für die, die sich uns nur sich im Sinne haben?

Wäre nicht die ehrlichere Argumentation der Corona-Leugner (oder sollen wir sie besser -Bestreiter nennen?), einfach zu sagen, die Alten wären sowieso demnächst irgendwann gestorben, warum dann nicht jetzt schon? Zumal es das Rentensystem entlastet?!

Redet der Intensiv-Mediziner wirklich nur Unsinn, der uns regelmäßig von seinen nunmehr 12 Monate währenden Corona-Erfahrungen auf der Intensivstation einer großen Uni-Klinik berichtet: Die jüngste Verstorbene 19 Jahre; eine 39-jährige Mutter vierzehn Tage nach der Entbindung tot; eine 52-jährige Kollegin gestorben, die sich in der Klinik infiziert hatte; Patienten*innen unter 60 Jahren reihenweise sterbend; jeden Tag mangels Medikationsmöglichkeiten hilflos zusehen müssen beim Sterben mehrerer Patienten; vom Handhalten Sterbender, deren Angehörige nicht dazu kommen durften;  deprimierte Ärzte*innen und Pflegekräfte am Rande ihrer psychischen und physischen Leistungsgrenzen oder darüber hinaus, das über nunmehr ein Jahr …..????

War es Unsinn oder Fake, den uns die Ärztin einer Dialysestation erzählte, auf der schlagartig mehrere Patienten*innen an/mit Corona verstarben, als über eine Patientin Corona unerkannt in die ambulante tägliche Patientenschar eindrang?

Alles nur Grippe? Alles nur Sowieso-Sterben?
Alles nur Politiker-Schikane gegenüber den Bürgern*innen? Wer hätte von solchen Schikanen was?
Gibt es „die Politiker“ überhaupt, wo die doch angeblich sonst alle stets gegeneinander kämpfen, sich nur streiten? Und nun plötzlich alle gemeinsam gegen das Volk? Was wäre deren Vorteil aus solchem Handeln?
Sind die Virologen alle Scharlatane oder bekloppt, die da täglich interviewt werden und – in Grenzen unterschiedlich – gleichwohl einmütig die Gefahren der Pandemie sehen?

Rechtsextreme waren das für mich nicht, die ich da hocken und stehen und lauschen und buhen hörte auf dem Olchinger Festplatz in schönster Frühlingssonne. Selbst wenn die Referentin den Herrn Maaßen bemühte, der sicher nicht mittig oder gar links im politischen Spektrum einzuordnen wäre.
Aber was bezweifeln die? Das hat sich mir nicht erschlossen.

So warten wir halt weiter, ertragen geduldig alle Einschränkungen weiter, die es auch uns verwehren, unsere Kinder und Enkel zu erleben, Kunst und Kultur zu genießen, oder auch nur endlich die Impfung zu erhalten, die den Corona-Leugnern das Buhen entlockte. Wir sind erst später dran.
Wichtig ist mir noch:
Wir haben uns ebenfalls immer gewünscht und alles dafür getan, dass wir gesunde Kinder (und sieben Enkel dazu) haben und behalten. So wie das mittelalte Paar (s.o.) das will.
Unsere sind aber alle geimpft?! Zu welcher Idioten-Gruppe gehören wir nun aus deren Sicht?

Alfred Münch, Olching

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21 Antworten zu Kommentar von Alfred Münch: Olchings Corona-Leugner und ihre Sonntagnachmittags-Demo

  1. Alfred Münch sagt:

    Zu Fee Dürr am 8.3.21:

    Hübsch zu lesen, wie Frau Dürr mir von faktenbasierten Überlegungen und von sich wie von mir – für mich völlig korrekt – als Laien schreibt und dann Herrn Rogalski einen Vortrag über Genmanipulation schreibt. Doch plötzlich Fachfrau geworden???

    Und zu ihrem Rat an mich, den Intensivmediziner zu fragen, wieso die Verstorbene 19-jährige Dame nicht in einer amtlichen Statistik auftauche: Ich werde ihm diesen Rat vorlegen und bin sicher, der fragt mich sinngemäß, ob ich noch alle Latten am Zaun habe, ihm sowas vorzuschlagen.
    Frau Dürr kann ich nur versichern, dass ich ihn am Tage des Geschehens persönlich erlebt und gehört habe, was das mit Menschen macht, die als Mediziner um Leben kämpfen und dann dem Unsinn der Leugner und Relativierer ausgesetzt sind.

    gez. Alfred Münch

  2. Daniel Dinkel sagt:

    Sehr geehrter Herr Münch,
    Sie fragen in ihrem Artikel, ob es die 70.000 Verstorbenen nicht wert waren, all die Auflagen, die seit nunmehr fast einem Jahr gelten, zu ertragen.

    Ich möchte Sie auf einen anderen Fall hinweisen. Das Bundesverfassungsgericht hat 2006 in einem Leitsatz klargestellt, dass ein von Terroristen gekapertes Flugzeug, welches Kurs auf ein vollbesetzes Stadion nimmt, nicht abgeschossen werden dürfte, um die im Stadion Anwesenden zu retten. D.h. im Zweifelsfall darf Leben nicht gegen Leben aufgerechnet werden. Dies sei mit dem Recht auf Leben in unserem Grundgesetzt nicht vereinbar.

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2006/bvg06-011.html

    Im Hinblick auf die seit einem Jahr andauernde Krise bedeutet das meiner Meinung nach: Mit dem ersten Menschen, der aufgrund der Maßnahmen sein Leben verloren hat, müssten sofort alle Corona-Maßnahmen gestoppt werden. Nun möchte ich Sie fragen, ob Sie wirklich glauben, dass es bei fast einer Million abgesagter Operationen bis 29.5.2020, darunter 52.000 Krebs-OPs, wirklich zu keinem einzigen Todesfall gekommen ist, der durch die Maßnahmen verschuldet wurde?

    https://www.welt.de/wirtschaft/article208557665/Wegen-Corona-In-Deutschland-wurden-908-000-OPs-aufgeschoben.html

    Was ist mit den Suiziden wegen Existenzverlust oder dem alten Mann, der sich das Leben genommen hat, weil er aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht am Sterbebett seiner Frau sitzen durfte?

    https://reitschuster.de/post/der-alte-mann/

    Was ist mit den Todesfällen der Menschen, die sich nicht mehr aus dem Haus oder zum Arzt trauen und tot zu Hause aufgefunden wurden?

    https://www.oe24.at/coronavirus/studie-so-toedlich-ist-der-lockdown/453701485

    200.000 Millionen Kinder wurden durch die weltweiten Lockdown-Maßnahmen in Armut gestürzt, viele werden davon wohl verhungern. Zweifeln Sie an diesen Meldungen und an den dahinterstehenden Schicksalen und Tragödien? Sind uns als Gesellschaft diese Menschen egal? Wer darf bestimmen, welches Leben schützenswert ist und welches nicht? Dürfen Sie darüber bestimmen und wir dabei nicht mitreden? Können Sie es für sich verantworten, dass Menschen für Ihren Schutz vor einer Krankheit ihr Leben lassen müssen? Das Versäumnis der Politik, die Kollateralschäden zu quantifizieren und zu prüfen hat diese für die große Mehrheit der Bevölkerung unsichtbar gemacht. Aus der Welt und ungeschehen gemacht sind sie deswegen nicht.

    Und warum z.B. die Verfassungsbeschwerde von Richter Dr. Schleiter

    https://2020news.de/wp-content/uploads/2020/12/Verfassungsbeschwerde-Richter-anonym-30122020.pdf

    noch nicht bearbeitet wurde, mag am Parteibuch des obersten Verfassungsrichters liegen.
    Das mindeste wäre, dass nach einem Jahr der eindeutige Beweis vorliegt, dass der „Schutz“ gewirkt hat. Die Studienlage sieht aber anders aus. Die Peer-reviewte Studie von John P A Ioannidis sieht keinen Nutzen:

    https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf

    Auch diese aktuelle Studie findet keinen Nutzen:

    https://www.nature.com/articles/s41598-021-84092-1#Bib1

    In South Dakota gab es zu keinem Zeitpunkt Lockdown-Maßnahmen, das Ergebnis ist nicht anders als im Rest Amerikas. In Schweden wurde auf Freiwilligkeit gesetzt, die Sterblichkeit übers Jahr ist pro 100.000 niedriger als bei uns. In Weißrussland lief das Leben weiter, ohne dass es ein Massensterben gegeben hätte. Wer kann uns zeigen, dass wir wirklich Leben gerettet und nicht vernichtet haben? Wäre es nicht an der Zeit, dies endlich eindeutig nachzuweisen? Frau Merkel hat zugegeben, dass Lockdowns eine politische und keine wissenschaftlich begründete Maßnahme sind.

    Unser Gesellschaftsvertrag verlangt es, dass die Aufrechterhaltung der Maßnahmen fundiert begründet werden muss, nicht deren Aufhebung.

    Den angeblichen „Covid-Patienten“ aus Südtirol

    https://www.suedtirolnews.it/italien/bin-35-jahre-alt-und-war-gesund-dann-kamen-covid-und-intensivstation

    hätte man wohl eher vor seiner Erkrankung geschützt, wenn er über die Nebenwirkungen von Paracetamol aufgeklärt worden wäre. Er hatte laut dem Artikel keinen positiven Test.

    Seit nun bald einem Jahr gehen wir und viele Bürger auf die Straße, weil wir der Meinung sind, dass wir endlich darüber reden müssen, wie wir mit dieser Krise umgehen, welche Maßnahmen verhältnismäßig sind, welche Kollateralschäden diese hervorrufen und welche Lebensrisiken unsere Gesellschaft akzeptiert. Statt mit uns zu reden, werden wir seit Beginn an als Rechte, Verschwörungstheoretiker, „Schwurbler“, „Covidioten“, unsozial und als Verantwortliche für die vielen Toten beschimpft. Einige von uns haben am 18.11. eine 35-stündige Busreise auf sich genommen, sich bei 9 Grad Außentemperatur von Wasserwerfern terrorisieren lassen und sind dabei immer friedlich geblieben. Alles, um dafür zu demonstrieren, dass das Parlament seine im Grundgesetz verankerte Aufgabe, über die Grundrechte zu wachen, nicht abgibt, sondern endlich wahrnimmt. Sie sollten unsere Ernsthaftigkeit und unseren Willen zum Dialog nicht anzweifeln und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie als erster nicht über, sondern mit uns reden würden. Fee Dürr hat Ihnen das Mikro und den Stab angeboten und wenn Sie die Herausforderung annehmen, und auch uns zuhören, werden Sie sehen, dass das Miteinanderreden, der direkte Meinungsaustausch das ist, was uns Menschen ausmacht und voranbringt. Sie werden sehen, dass wir genau wie Sie eine Gesellschaft wollen, die Menschen schützt, aber eben nicht gegeneinander ausspielt. Nehmen Sie die Herausforderung an!

  3. Andreas Tatsch sagt:

    Ich gratuliere zu diesem Ausmaß an völliger Inkompetenz. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. 😜

  4. Anja Flores sagt:

    guten Tag, Herr Rogalski
    Ich gebe Ihnen recht, wenn Sie fundierte Faktengrundlagen fordern.
    Während Ihre Aussagen zu der WHO-Beurteilung sehr fundiert erscheinen (ich habe nicht nachrecherchiert), belegen Sie Ihre weiteren dagegen nicht.

    Deswegen könnte man sie auch als zweifelhafte Hypothesen bezeichnen bis hin zu Falschaussagen. Und das meine ich nicht gehässig.
    Die meisten von uns sind keine Experten auf den Gebieten, um deren Beurteilung gestritten wird. Das gilt sowohl für die Konsumenten der Altmedien wie auch der freien Medien.
    Ich informiere mich, so oft und so gut ich kann. Trotzdem bleibt immer eine Lücke bestehen. Dessen bewusst, gebe ich möglichst immer meine Quellen an und kennzeichne jede Aussage ohne Faktensicherheit als solche.
    Außerdem sollte für jedes Lager gelten: Andersdenkende zeigen die andere Seite der Medaille. Ihnen mit Respekt zu begegnen und offen zuzuhören, ist eine Frage der Höflichkeit und gleichzeitig Pflege und Schutz der demokratischen Kultur.

    Inhaltlich:
    1. SUGGESTIV-AUSSAGE zu „Impftoten“: Ich weiß, dass die Toten mit positivem Testergebnis trotz anderer Todesursache zu den C-Toten gehören. (Das war der erste Punkt, der mich hellhörig gemacht hat.)
    Ich weiß, dass es die Anweisung an die Ärzte gab, keine Obduktionen vorzunehmen. Jetzt höre ich wieder, dass nach Versterben in zeitlicher Nähe zur Impfung wieder nicht obduziert werden soll. Wie also kann ein ursächlicher Zusammenhang ausgeschlossen bzw. nachgewiesen werden? Und: Haben wir nicht genau auf solche gewissenhaften Nachforschungen einen Anspruch?
    Das macht mich stutzig. Wie so vieles andere. Es gibt für mich inzwischen zuviele offene Fragen und Widersprüchlichkeiten, als dass ich noch Vertrauen zur Regierung und Behörden haben könnte. Leider stossen mich bei den Altmedien offene Beleidigungen und indirekt das Vorführen der Kritiker ab. Von nachweisbaren Falschberichten einmal abgesehen.
    2. Das Grundgesetz muss nicht per se geändert werden. Es kann durch das Infektionsschutzgesetz ausgehebelt werden. Ich mache mich darauf gefasst, meine Praxis schliessen zu müssen, wenn ich aufgrund mangelhaftem Schaden-Nutzen-Beleg
    vor der Impfung zurückschrecke. Darf man ein Leben gegen das andere aufwägen?

    Die 3. Novelle zum IFSG dazu ist nach juristischer Betrachtung nicht verfassungskonform.
    Ich muss mich aber auf das Einhalten von Recht- und Verfassungsnormen verlassen können.
    3. m-RNA-Impfung bewirkt auch nach meinen Kenntnissen keine Genänderung. Sie ist aber sowohl zellinvasiv im Gegensatz zu herkömmlichen Impfungen als auch nicht die einzige angebotene Impfung. Und da gibt es schon eine, die genmanpulativ wirken könnte (diverse Experten wie Toxikologe, Immunologe, Zellbiologe).
    Man kann also nicht alle Impfungen in einen Topf werfen und dann doch zu vorschnell anderen Ignoranz, Manipulation und Falschinformation vorwerfen.

    Wir müssen uns alle auf Experten verlassen. Wir werden oft genug nicht richtig informiert sein trotz Bemühens.
    Deswegen bemühe ich mich um Offenheit gegenüber Gegenargumenten und um die Haltung des NichtWirklichWissens.
    Fazit: Es gibt Fachleute, die wir genau für diese Arbeit bezahlen, nämlich die fundierte, saubere Recherche von unabhängigen Journalisten. Dass es Verschwörungstheorien gibt, weise ich dem Versagen einer sachlichen, neutralen, kontroversen und fairen medialen Debatte zu. Wo nur Thesen zählen und Antithesen vernachlässigt werden, wird die Synthese zur Farce.

  5. Karin Schreiber sagt:

    Sehr geehrter Herr Münch!
    Die vor mir geschreibenen Kommentare beantworten m.E. umfänglich und sachlich Ihre Fragen, deshalb möchte ich nur etwas zum Stil Ihrer Kritik an der Demo schreiben: Mit dem Framing: „Olchinger Corona-Verweigerer – einer nicht so sehr redegewandten Dame – krude Argumente – nach 20 Min. Zuhören ist die Ehe in Gefahr -“ folgen Sie genau dem gängigen Muster, das zunehmend und in der Corona-Krise besonders eine respektvolle, sachliche Diskussion ungemeiner schwert: Alle Menschen, die eine andere Meinung vertreten als Sie/diegroßen Parteien/die Regierung …, werden erst einmal in ein abwertendes, negatives Licht gestellt.
    Was unterstellen Sie in Ihrem Text den Demonstranten nach 20 Min. zuhören mit diesen, auf keiner Demo in Olching geäußerten Begriffen wie: dass „die Politiker“ … aus ihrer Sicht Unsinn verzapften“ – „Fake“ – „Sind die Virologen alle Scharlatane oder bekloppt“ – „Corona-Leugnern ein Buhen entlocken“ – „Zu welcher Idioten-Gruppe gehören wir nun aus deren Sicht?“ – usw…
    Diese Begriffe/Redewendungen stammen nicht aus den Reihen der Menschen, die sich für die Grundrechte und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen einsetzen. Diese Menschen demonstrieren, weil sie anders, weder bei Politikern noch in den Main-stream-Medien gehört werden, statt dessen aber diskreditiert und in politisch obskure Ecken geschoben werden – und nun auch noch „Ehestreit“ provozieren….
    Das kann einer NICHT-“ Corona-Leugnerin ein Buhen entlocken“.
    Was meinen Sie, wieviel „Mut und Widerstandskraft“ wir aufbringen müssen – allein schon für unser im Grundgesetz verankertes Demonstrationsrecht?
    Karin Schreiber

    • Alfred Münch sagt:

      Ich wundere ich natürlich nicht über die kritischen Anmerkungen, die mir bis hierher entgegen gehalten werden.
      Eines allerdings finde ich unerträglich: Die Pandemie zu leugnen und sogar die Live-Erlebnis sehr realer Mediziner einfach als Lüge abzutun, wie es die famose Fee Dürr versucht.
      Jeder der beschriebenen Fälle ist wahr, persönlich erlebt von seit einem Jahr fast täglich tätigen Medizinern.
      Das ist dann etwas anderes, als auf einem Platz zu hocken, Liedchen zu singen und Forderungen zu erheben, die nur auf das eigene Befinden orientiert sind.

      Ich ginge gerne in jede Debatte mit z.B. der Dame, die letzten Sonntag ihre hoch merkwürdigen Thesen abließ. Aber die Art von Streitgespräch, die ich führen würde, können wir leider im Augenblick nicht organisieren.
      Letztgültige Wahrheiten habe ich nicht, habe die auch nicht behauptet.
      Aber ich habe auf dieser Demo eine Menge vermeintlich letztgültiger Wahrheiten gehört, die mir die Haare zu Berge stehen ließen (und jetzt noch weit mehr stehen lassen).
      Ich habe Zeit meines politischen Lebens für individuelle Freiheiten gekämpft, aber was das für Blüten treibt, habe ich niemals für möglich gehalten.
      Jede Demo für ein besseres Management der Krise würde ich verstehen und unterstützen, denn da gewinnen einige Wenige und es zahlen sehr viele ganz persönlich hohe Preise.
      Aber einfach nur zu leugnen, wie es diese Referentin tat, das heißt die täglich erlebbaren Dinge auf den Kopf zu stellen. Trump könnte es nicht besser!

    • Fee Dürr sagt:

      Lieber Herr Münch,
      wir laden Sie gerne nochmals ein, zu unserer Kundgebung zu kommen und direkt dort die von Ihnen gewünschte Debatte zu führen. Gerne helfen wir auch, ein anderes Setting zu organisieren. Dem soll nichts im Wege stehen.

  6. Sebastian Holzner sagt:

    Sehr geehrter Herr Münch,
    haben Sie sich schon mal mit diesen vier Fakten befasst? Sogar in den etablierten Medien nachlesbar😎
    1. Die komplette Bundesregierunng und alle Landesregierungen lassen sich offiziell zum „Wohle“ der Bürger nicht gegen C19 impfen. Und wollen sich erst nach den Bürgern impfen lassen. =》Zum 1.Mal in meinem Leben erfahre ich, dass Politiker für das Volk zurück stehen.
    2. Die Bundesregierung hat in Deutschland alle Hersteller von C19-Impfstoffen von der Haftung jeglicher Impfschäden vollständig frei gestellt. =》Ebenso ein absolutes Novum dieser Haftungsausschluss.
    3. IMPFPROFESSOR KEKULE: „Ich lasse mich erst impfen, wenn die ersten 100.000 Menschen geimpft sind und keine schweren Impfschäden fest gestellt wurden.
    4. Ugur Sahin, Arzt, Besitzer & Geschäftsführer von Biontech: Lässt sich und seine Mitarbeiter auch erst impfen, wenn das Volk mehrheitlich geimpft wurde.
    Aber Sie behaupten auf den Demos gegen die C19-Massnahmen gibt es nur „Krude Behauptungen“.
    Jeder einzelne dieser vier Fakten ist für mich jeweils ein absolutes Nein-Kriterium zu dieser 9-Monate Expressentwicklingsimpfung. Hoppla jetzt kam eben der 5.Fakt gegen diese Impfung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian Holzner

    • Alfred Münch sagt:

      Lassen sich Politiker mit Vorrang impfen, sind sie egoistisch.
      Das hält man ihnen dann zu Recht vor.
      Reihen sie sich ein in die normale Reihenfolge, dann kommt sowas.
      Wie denn nun?
      Wer zwingt eigentlich Herrn Holzner, sich impfen zu lassen? Wer hätte das schon mal versucht?
      Mich zwingt keiner, und mich könnte auch niemand zwingen.
      Ich bin aus eigener Überzeugung daran interessiert, denn ich will meine Familie und Freunde wieder unbeschwert sehen können, ohne die in Gefahr bringen zu können oder von denen gefährdet werden zu können.

    • Sebastian Holzner sagt:

      Hallo Herr Münch,
      zu Ihrer Antwort vom 04.03.2021.
      Sie gehen nur auf Punkt 1 ein:
      Dieses Argument höre ich oft.
      Aber bis dato konnte mir niemand ein weiteres Beispiel vom Großzügigen Politikerverzicht nennen. Also doch nur Schein!
      Übrigens: ich habe nichts von einem Impfzwang gegenüber mir geschrieben.
      Zu Punkt 2-5 fehlen Ihnen offenbar die Argumente. Nun gegen absolute Fakten wirds einfach schwierig😎
      MfG Sebastian Holzner

    • Alfred Münch sagt:

      Zum Kommentator Holzner vom 4.3.21:

      Herr Holzner möge weiter seine verallgemeinernden Vorurteile gegen“die Politiker“ pflegen. Das befriedigt offenbar. Ich habe während der 5 Jahrzehnte aktiven politischen Mitarbeitens jedenfalls alle Sorten von „Politikern“ getroffen, die ehrlichen und unehrlichen, die mutigen und die feigen, die raffgierigen und selbstlose, die nachdenklichen und die leichtfertigen, die sozialen und die selbstsüchtigen… Bis heute fehlt mir die Kategorie „die Politiker“!

      Wer sollte heute noch Freude daran entwickeln, sich für politisches Engagement so anmachen zu lassen, wenn er sich fragt, wer denn wohl in unserer Gesellschaft regiert, wenn niemand mehr Lust dazu hat, sich noch uneigennützig für diese Gesellschaft zu engagieren, weil …. s.Hr. Holzner´s Vorurteile.

      Und warum habe ich zu seinen weiteren Auslassungen nicht kommentiert?
      Ich kommentiere nichts, wovon ich nichts weiß!

      Frage er doch beispielsweise den Herrn Sahin selbst an und sei dann so fair, dessen Antwort unkommentiert mit zu veröffentlichen.
      gez. Alfred Münch

  7. Bernhard Trogen sagt:

    Ich bin ein alteingesessener Landkreisbewohner und dürfte nur unwesentlich jünger als der Ersteller dieses Kommentars sein. Auch ich war einfach einmal aus Interesse anwesend und habe aufmerksam zugehört – eine Kunst, die zunehmend weniger Menschen beherrschen – das vorne weg. Mein Sohn ließ mich auf diesen Beitrag stoßen.

    Der Text wirkt auf mich betrüblich, suggeriert er doch, dass der Ersteller im Besitz der einzig zulässigen Wahrheit ist und all jene, die sich auf dem Volksfestplatz versammelt hatten, falsch liegen und Spinner sind. Allenthalben wird eine Spaltung der Gesellschaft beklagt, aber Texte, die andere von vorn herein in ein schlechtes Licht stellen (sollen?) sind es, die exakt dieser Spaltung Vorschub leisten.

    Ich erinnere mich noch gut an früher, als jemand mit einer anderen Meinung als der eigenen üblicherweise einfach gefragt wurde „sog amoi, wia kummst n do drauf? Wo host na des her?“ Und dann kam man ins Gespräch und so manches Mal musste entweder die eine oder die andere Seite eingestehen, dass sich der eigene Standpunkt aufgrund eines Informationsdefizites nicht mehr halten lies. Warum ist das nicht mehr möglich? Warum ist jemand mit einer anderen Aussage „der Feind“, „dumm“, „Leugner“, usw.?

    Ich finde den Begriff „Leugner“ zudem vollkommen deplaziert, weil er jeglicher Sachdiskussion den Boden zu entziehen versucht: „Mit dem anderen kann man nicht reden, der ist dumm und außerdem habe ich recht.“ Zudem ist der Begriff schlicht komplett falsch: Es wird nicht „geleugnet“, es wird kritisiert – und das, nachdem auch ich irgendwann die Aussagen der Kritiker für mich recherchiert und gegengeprüft hatte, mehr als zu recht. Ich will hier nicht durch Aneinanderreihen von Fundstellen und Äußerungen diesen Beitrag unübersichtlich werden lassen, will mich daher nur auf zwei wesentliche Punkte konzentrieren: Die „Zahlen“ und die „Impfung“.

    1. Zahlen:
    Ich habe in meinem Leben schon viel mit Zahlen zu tun gehabt, ich mag Zahlen, aber eine solche Statistik habe ich noch nie gesehen: Zahlen, die von Anbeginn permanent aufaddiert werden – natürlich werden die überall mehr, was sollen sie bei einer Addition auch sonst machen? Schöne Zahlen, plakativ und bunt auf dem „Dashboard“ – so heißt das wohl – des RKI ausgebreitet. Aber schon der Blick auf die Grafik unten rechts zeigt auf, dass die gemeldeten Zahlenwerte nicht zur Grafik passen. Der Grund hierfür ist, so die Erläuterung, dass die „gemeldeten“ Fälle nichts mit den tatsächlichen zu tun haben: Es handelt sich lediglich um positive Testergebnisse, die den Mittwöchlichen Situationsberichten zufolge auch nach mehrwöchigem Verzug eingehen. Die täglichen Meldungen sind also nur das, was beim RKI elektronisch als positives Testergebnis in Einlauf kommt.

    Ich arbeite nicht mehr, ich habe Zeit. So habe ich mich dann, weil offenbar die gemeldeten Zahlen nicht dem tatsächlichen Krankenstand entsprechen, mit dem DIVI-Intensivregister befasst. Dort sind neben den auf den Intensivstationen Verstorbenen Menschen mit positivem Test (der Focus schätzte erst kürzlich, dass 30% aus vollkommen anderen Gründen im Krankenhaus sind) auch die belegten und freien Bettenkapazitäten gelistet. Hierbei fiel mir auf, dass die auf den Intensivstationen dieses Landes Verstorbenen sich seit März 2020 auf „nur“ knapp 21.000 Menschen belaufen. Die Differenz zu den vom Textersteller genannten inzwischen 70.000 konnte ich mir zunächst nicht erklären, fand aber dann eine Pressekonferenz von Herrn Wieler, in der er sagte, dass jeder, der positiv getestet worden sei, auf dieser Liste gezählt würde. Bei den 50.000 Differenz dürfte es sich m.E. nicht um lauter alterschwache Menschen aus Alten- und Pflegeheimen handeln, die es nicht mehr ins Krankenhaus geschafft haben. Platz wäre dort jedenfalls zu jeder Zeit gewesen: Dieses Register weist für den gesamten Zeitraum bis zum Beginn eine freie Bettenkapazität von ca. 1/5 – 20% – aus. Ebenso hatten „nur“ maximal 1/5 der Menschen auf den Intensivstationen einen positiven Test (aktuell übrigens 12 von 100 – inkl. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Verkehrsunfälle, usw. – s.a. Focus-Artikel).

    2. Impfung:
    Ich lasse mir diese in Rekordzeit „erfundene“ Substanz nicht verabreichen. Die Gründe möchte ich kurz darlegen, auch hier habe ich einfach einmal dort nachgelesen, was immer wieder als Grundlage für alles genannt und bei einer derartigen Veranstaltung als Quelle angeführt wird: Die Veröffentlichungen des RKI.

    Im Bulletin 2/2021 habe ich dann etwas zur Studie von Biontech gefunden: 20.000 Menschen bekamen Placebos und 20.000 Menschen wurden geimpft. Aus der ersten Gruppe wurden 4 Menschen schwer krank, keiner verstarb und aus der zweiten Gruppe entwickelten 4 Menschen schwere Nebenwirkungen. Ob „mit“ oder „ohne“ – die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Probleme nach dieser Studie beläuft sich also auf 0,02%. Ergebnisse für die Altersgruppe 75+ waren nicht signifikant – gibt es also kaum oder nicht.

    Auch die Studienbeschreibung von Biontech habe ich in der Folge gefunden: Dort steht geschrieben, dass jeder mitmachen durfte, der als heterosexueller Mann nach der Impfung 28 Tage enthaltsam lebte (oder verhütete) oder als Frau ebenfalls verhütete. Stillende und Schwangere waren ausgeschlossen. Das irritierte mich ein wenig, immerhin wird die Impfung als „sicher“ beworben und inzwischen auch an Schwangere vergeben.

    Astrazeneca scheint da deutlich schlechter weg zu kommen: Neben verschiedenen Berichten über Nebenwirkungen und dem Stopp von Impfungen in den verschiedensten Teilen der Welt, will die Schweiz ihren gesamten Bestand wieder veräußern.

    Großbritanniens MHRA indes ist noch immer auf der Suche nach einer Software-Lösung auf Basis von künstlicher Intelligenz, um alle Nebenwirkungen erfassen zu können.

    Nicht zuletzt aufgrund der Auswertung von Prof. Kauermann von der LMU, dass in 2020 eben nicht mehr Menschen verstorben sind, als zu erwarten gewesen war, die Zahl der Beamtmungspatienten unter der des Jahres 2019 lag, der laut Grippe-Web des RKI geringeren Atemwegserkrankungsrate gegenüber dem Vorjahr und den vorgenannten Details erschließt sich mir die Notwendigkeit einer Impfung nicht.

    Ich lese jetzt mehr zu diesem Thema und werde kritischer. Vieles ist für mich „unrund“ und nicht stimmig.

    Auf dem Volksfestplatz haben sich Menschen versammelt, die „die Nase voll“ haben. Andere Menschen, wie offenbar der Textersteller, haben eben „noch nicht genug“ und ertragen stoisch auch weiterhin (bis in alle Ewigkeit? S.a. Entwurf zum „Epidemische-Lage-Fortgeltungsgesetz“) alle Einschränkungen. „Krude“ Argumente konnte ich jedenfalls nicht feststellen, im Gegenteil: Alle Menschen, die ich dort gesehen habe, waren im schlimmsten Fall Menschen mit einer anderen Meinung – wie vielfältig das Leben doch sein kann.

    B.T.

  8. Fee Dürr sagt:

    Hallo Herr Münch, schön dass Sie bei uns vorbeigeschaut haben. Wenn Sie wieder einmal vorbeikommen, laden wir Sie herzlich ein, Ihre Fragen dort an uns zu stellen, gerne auch für alle hörbar über das Mikrofon – wir antworten dann direkt. Wir sind aktuell jeden Sonntag ab 15:30 Uhr am Volksfestplatz.

    Gerne gebe ich ein paar Antworten und Ergänzungen.

    Da wir die Existenz von COVID-19 nicht leugnen, ist der Begriff „Leugner“ nicht zutreffend. Verwenden Sie gerne den Begriff „Corona-Maßnahmen-Kritiker“, denn dies ist die Hauptaussage unserer Kundgebungen: Wir kritisieren und hinterfragen die Maßnahmen in erster Linie dahingehend, ob diese und das Ausmaß dieser wirklich (immer noch) verhältnismäßig sind.

    Wir sind erschüttert über die in Kauf genommenen Kollateralschäden, die vielen anderen Menschen die Gesundheit und/oder Existenz bedrohen, zu einer viel höheren Zahl an Todesfällen führen als die Krankheit, die dadurch eingedämmt werden soll, und unsere gesamte Gesellschaft und Wirtschaft in den Abgrund treiben.

    Zum Rückgang der Pandemie bezog sich die Referentin auf eine Bekanntgabe der WHO, die die Pandemie für beendet erklärt und klarstellt, dass der Rückgang nicht durch die Impfungen verursacht sein kann und auch die Mutationen nicht zu einem Außer-Kontrolle-Geraten des Virus führen. Siehe Focus-Artikel: https://www.focus.de/gesundheit/news/schon-in-wenigen-monaten-ist-die-pandemie-schneller-vorbei-als-gedacht-who-experte-sagt-baldiges-ende-voraus_id_13019357.html

    Die WHO stellt zudem fest, dass die Infektionen über symptomatisch Infizierte erfolgt, nicht über asymptomatische Gesunde:
    „Symptomatic transmission refers to transmission of SARS-CoV-2 from persons with symptoms. Epidemiology and virologic studies suggest that transmission mainly occurs from symptomatic people to others by close contact through respiratory droplets, by direct contact with infected persons, or by contact with contaminated objects and surfaces (5-8).“ ( WHO clinical management of covid-19, Anlage IIe )

    Zu Ihrer allerletzten Frage, sowie der Verständnisfrage, warum die Zuhörer bei der Erwähnung von Impfungen buhen: Vermutlich haben Sie den Kontext nicht mitbekommen – Auf der Kundgebung sprechen wir ausschließlich von der Impfung gegen COVID-19, nicht von anderen Impfungen. Diese völlig neuartige mRNA-Impfung ist mit bisherigen Impfungen kaum zu vergleichen, da sie eine Genmanipulation vornimmt, und zudem dieser Impfstoff noch viel zu wenig erprobt ist. Die Impfstoff-Entwicklung dauert normalerweise 6-12 Jahre, um eben sämtliche Testphasen zu durchschreiten und auch Langzeitwirkungen erforschen zu können.

    Es gibt bereits Länder, in welchen eine Impfpflicht eingeführt wird. Bei uns ist bislang der indirekte Impfzang im Gespräch: Die Reisefreiheit (ein Grundrecht) soll nurmehr Geimpften gewährt werden, darüberhinaus wird ein digitaler Impfausweis in Erwägung gezogen, der einem Zutritt zu Kulturveranstaltung, Gastronomie etc. ermöglichen soll. Auch wenn dies noch keineswegs gesetzlich verankert ist, gibt es leider bereits jetzt Arbeitgeber, die ihre Angestellten unter Druck setzen sich impfen zu lassen und im Falle des Nichtbefolgens mit Kündigung drohen.

    Bei Ihren genannten Todesfällen durch COVID-19 ist die Behauptung der verstorbenen 19-jährigen bemerkenswert. Laut RKI Situationsbericht gab es von 2020 bis zum 26.1.2021 genau 0(!) weibliche C.-Tote im Alter zwischen 10 und 19 Jahren (5 männliche). Also entweder ist diese Aussage schlichtweg falsch oder das muss kürzlich erst passiert sein und ist DIE Ausnahme.

    Leider sind bereits auch etliche Todefälle nach der Corona-Impfung quer durch die verschiedenen Altersstufen eingetreten. Wo bleibt hier der Aufschrei?

    • G.S. sagt:

      Liebe Fee Dürr,
      Vielen Dank für Ihre überaus freundliche und fundierte Antwort.
      Beim lesen des obigen Artikels stellt es mir die Haare auf! Eine Argumentation unter jeder Gürtellinie, verurteilend, zum Fremdschämen!
      Wie respektvoll und sachlich Sie darauf antworten zeigt, wie fundiert und fair Ihre Redebeiträge in Olching sind.
      Weiter so!

    • Alfred Münch sagt:

      Ich finde es mehr als zynisch, wie Frau Dürr hier argumentiert und Verstorbene in Frage stellt, weil die in irgendeiner Statistik nicht enthalten seien.
      Diese Art von Ober-Statistiker und Spitzen-Virologie unterbietet aus meiner Sicht alles, was man an minderem Niveau aus der Fußball-Szene und den zig Millionen Bundestrainern erlebt zu haben glaubt.

    • Peter Rogalski sagt:

      Sehr geehrte Frau Dürr,

      es bedarf eigentlich keiner Einblicke in das Eheleben eines ehemaligen Stadtrates, oder eigentümlicher Vergleiche mit Anhängern einer Sportart, um die Fragwürdigkeit Ihrer Veranstaltungen aufgrund dabei vermittelter Aussagen (siehe YouTube) zu erkennen.

      Ein einfacher Faktencheck entlarvt sehr schnell, mit Verlaub gesagt, die oberflächliche und ziemlich unzutreffende Argumentation von Ihnen und/oder Ihren Referenten.

      Allein in Ihrer Replik sind gleich vier – vorsichtig formuliert – fragwürdige Aussagen enthalten:

      WHO: der zitierte Artikel vermittelt eine vereinfachte Darstellung von aus dem Zusammenhang gerissener Zitate. Die in dem Artikel vermittelten Aussagen sind im Kontext mit Prämissen zu sehen, die von den Journalisten nicht näher erläutert wurden. So hat auch der WHO-Experte Dr. Hans Kluge, Regionaldirektor Europa, seine Aussage in einem längeren Interview von etlichen Voraussetzungen abhängig gemacht und damit deutlich relativiert. Aber auch das von Ihnen zitierte Journal neigte leider effekthaschend zu einer verkürzten Darstellungen.

      mRNA-Impfung: Es handelt sich eben nicht um eine Genmanipulation, wie etliche Veröffentlichungen von erwiesenen und seriösen Fachleuten/Institutionen belegen (u.a. Paul Ehrlich Institut, oder https://correctiv.org/faktencheck/2021/01/22/mrna-impfstoffe-basieren-zwar-auf-gentechnik-aber-sind-keine-genmanipulation/). Es bedarf eines gehörigen Maßes an Ignoranz und Neigung zur Manipulation, diese einfach zu ignorieren, zu negieren oder vielleicht einseitig und damit unrichtig auszulegen.

      Reisefreiheit: es besteht keine irgendwie belegbare Initiative, das Grundgesetz (Art. 11) seitens des Gesetzgebers zu ändern. Allerdings sollte man akzeptieren können, dass es zum Schutze anderer Menschen Auflagen gibt und möglicherweise noch geben wird, die auch Impfverweigern zugemutet werden dürfen, da sie ja durch ihre Infektionsfähigkeit auch andere (noch nicht Geimpfte) gefährden. So jedenfalls will es das Grundgesetz schon immer.

      Todesfälle nach Corona-Impfung: was soll diese Suggestiv-Aussage? Es gibt keinerlei Belege für Todesfälle durch, sondern lediglich nach Corona-Impfungen. Ein Zusammenhang ist in keinem Fall belegt (siehe Paul Ehrlich Institut).

      Sie betonen, Corona-Maßnahmen zu hinterfragen. Das ist jedermanns gutes Recht, zumal es ja durchaus kritikfähige Maßnahmen-Entscheidungen gab und gibt. Aber die Auseinandersetzung damit sollte sachlich und wahrheitskonform erfolgen. Vielleicht sogar mit realistischen (!) und zielführenden Alternativen unterlegt?

      Mit Falschbehauptungen oder zweifelhaften Hypothesen können und werden Sie nicht überzeugen.

      Jedenfalls nicht die überwältigende Mehrheit der Olchinger Bürger.

      Mit freundlichen Grüßen
      Peter Rogalski

      Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text die männliche Schreibweise gewählt. Diese bezieht sich aber auf Angehörige aller Geschlechter.

    • Fee Dürr sagt:

      Lieber Herr Münch,
      ich denke, wo wir uns hier hoffentlich alle einig sind, ist dass wir uns auf Fakten beschränken müssen. Wenn etwas in der Statistik nicht auftaucht, müssen wir uns fragen, wieso es dort nicht auftaucht. (Ich gehe mal davon aus, dass Sie die RKI-Statistik an sich nicht in Frage stellen.) Wenn Sie meinen Satz dazu noch einmal nachlesen, bemerken sie (hoffentlich), dass ich bereits inkludiert habe, dass auch ein anderer Hintergrund zu Grunde liegen könnte – nämlich dass der von Ihnen berichtete Fall erst später (nach Erfassung der Statistik) auftrat. Es sind noch weitere Möglichkeiten denkbar – dass es z.B. nicht eine 19jährige junge Dame, sondern ein 19jähriger junger Herr war, oder dass sie eben doch nicht 19, sondern schon 20 war oder oder oder. Bei Erzählungen wird so etwas leicht vermengt oder ungenau weitergegeben, und leider wird im mündlichen Bericht auch oft gerne an der ein oder anderen Stelle übertrieben. Das ist menschlich. Um dies zu überprüfen, fragen Sie doch bitte bei Ihrem Intensivmediziner nach, welche Erklärung er dafür hat, dass die Dame nicht in der Statistik auftaucht. Genauso wenig wie Sie uns etwas glauben würden, was in keinen Statistiken auftaucht, muss ich dies bei Ihnen ebenfalls in Frage stellen. Um uns an Fakten orientieren zu können, müssen alle Beteiligten hier genau sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    • Fee Dürr sagt:

      Sehr geehrter Herr Rogalski,

      ich danke Ihnen für Ihre sachliche und beachtenswert niveauvolle Antwort hier – auch wenn diese leider auch einige Pauschalbehauptungen über uns enthält, die Ihre subjektive Sichtweise und vorurteilsbeladene Meinung aufzeigen.
      Auf welche Aussagen beziehen Sie sich mit „siehe YouTube“?

      Falls Sie nicht einen Namensvetter mit Doktortitel haben, gehe ich davon aus, dass Sie nicht aus Olching, sondern in NRW wohnen. Ich möchte Ihnen als Arzt gerne meinen Respekt ausdrücken, seit Anfang an befürworte ich, dass das Sinnvollste ein geführter Expertendiskurs zwischen Medizinern, Virologen, Epidemiologen etc. wäre, und nicht zwischen Laien wie Herrn Münch und mir.
      Jedoch wundere ich mich, welches Wissen Sie darüber hegen könnten, welche Meinung die „überwältigende Mehrheit der Olchinger Bürger“ wohl hat. Mir ist nicht bekannt, dass hierzu in unserer Kleinstadt bereits eine repräsentative Umfrage erhoben wurde.

      Ihnen als Arzt brauche ich dies nicht zu erklären, aber für die anderen Leser möchte ich den Zusammenhang erwähnen:
      Bei der mRNA-Impfung wird genetisches Material (Messenger-Ribonukleinsäure) in menschliche Zellen eingebracht. Die Protein-Biosynthese wird verändert, sodass körpereigene Zellen ein corona-typisches Spike-Protein produzieren. Man geht momentan davon aus, dass eine mRNA-Impfung unser Erbgut (DNA) nicht verändern kann. Allerdings ist bislang keine genspezifische toxikologische Untersuchung gemacht worden. Das bedeutet, es sind bisher keinerlei Studien durchgeführt worden, die belegen könnten, dass dieser Impfstoff nicht genschädigend ist.

      Ich finde es durchaus bemerkenswert, dass auch Menschen, die bislang der Nahrungsaufnahme von genmanipuliertem Obst und Gemüse skeptisch oder sogar vollständig ablehnend gegenüber standen, nun scheinbar gar kein Problem bei dem Gedanken haben, genmanipuliertes Material in den eigenen Körper injizieren zu lassen. Ich möchte noch einmal betonen, dass hier insbesondere die stark verkürzte Testphase äußerst bedenklich ist.

      Finden Sie es nicht interessant, dass positiv auf Sars-CoV-2 getestete Verstorbene in der Statistik als COVID-19-Tote gezählt werden, egal ob sie mit oder an Corona gestorben sind, bei der Impfung nun aber strikt getrennt wird, ob derjenige Vorerkrankungen hatte und auch bei Todesfällen direkt (innerhalb weniger Stunden) nach der Impfung jeder Zusammenhang mit der Impfung abgestritten wird? Wäre es nicht dringend notwendig, Obduktionen vorzunehmen, um dies sicher beantworten zu können? D

      Inwiefern Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen, für andere wirklich eine Gefahr darstellen, inwieweit sie potentiell infektiös sind und inwieweit eine potentiell stattfindende Ansteckung für den anderen wirklich gefährlich wäre, ist hier genau die Frage.
      Ich hab nie behauptet, dass jemand vor hat das Grundgesetz direkt zu ändern, aber ich stelle sehr in Frage, ob die Einschränkung der Grundrechte durch weitere Gesetze wie dem Infektionsschutzgesetz und Zusatzverordnungen wie der BayIfSMV im aktuellen Fall verhältnismäßig sind. Grundrechte nur für einen Teil der Bevölkerung zu gewähren, halte ich für verfassungswidrig.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Fee Dürr

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