Hubertushof: 95 Wohnungen, viele Kugeln, aber kein Kinderspielplatz.

Von Anfang an wollte der bekannte Bauträger für sein viel-geschossiges Großprojekt am Bahnhof Esting den Spielplatz sparen. Gehorsam war die Stadt-Verwaltung bereit, für ihn eine Ausnahme von der generellen Spielplatz-Pflicht zu machen. Weil die Amperauen zum Spielen in der Nähe seien, hahnebüchte die Verwaltung dazu in ihrer Sitzungs-Vorlage. Erst auf meinen Gegen-Antrag beschloss der Stadtrat im Sommer 2019 mit deutlicher Mehrheit, mindestens 150 m² für Kinderspielplätze vorzusehen. So bestimmt es auch der Bebauungs-Plan.

Und jetzt? Die Häuser sind seit Monaten bezogen und mittlerweile samt Außen-Anlagen fertig. Aber ein für alle Bewohner zugänglicher Spielplatz ist nicht zu sehen; auch die Bau-Verwaltung kann keinen finden.

Ein Bauträger, der an dieser Stelle den erforderlichen Spielplatz spart und die 150 m² anderweitig verwertet, streicht einen Zusatz-Profit von mindestens 300.000 € ein. Die Zeche zahlen die Kinder und der Rechts-Staat.

Das darf nicht das letzte Wort sein! Unter dem neuen Bürgermeister wird sich die Stadtverwaltung nicht mehr so vorführen lassen. Daher bin ich zuversichtlich, dass: Stadt und Landratsamt diesem vorsätzlichen Rechtsbruch Schranken setzen.

Dr. Tomas Bauer

Stadtrat in Olching

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11 Kommentare zu Hubertushof: 95 Wohnungen, viele Kugeln, aber kein Kinderspielplatz.

  1. Sarah sagt:

    Naja Entschuldigt bei uns wohnen mehr Hunde als Kinder. Wir haben 5 Spielplätze in unmittelbarer Nähe. Die Kinder laufen da nicht mal 2 min hin.
    Da frage ich mich, geht es hier nur um Recht haben und „das muss durchgesetzt werden. Das ist gesetzt“

    Zu dem bin ich dankbar, das hier EOF- Wohnungen entstanden sind, die bezahlbar sind.
    Denn wenn es mit der Politik so weiter geht, kann sich demnächst keiner irgendwas mehr leisten.

    • Knud Christian Wilden sagt:

      Werte Sarah, lesen Sie sich mal das Stadtrats-Umdiekinderkümmern-CSU-undsonstwas Geschwurbel durch! Ich gebe Ihnen recht, nicht der 6. Spielplatz in unmittelbarer Wohnstättennähe ist die Notwendigkeit der heutigen Zeit – sondern bezahlbarer Wohnraum! Und der wurde hier wohl geschaffen. Meine Herren Regionalpolitiker – kümmert Euch doch lieber um die elementaren Probleme – Bürgerin Sarah nennt sie beim Namen!

    • Karl Haschke, SPD-Stadtrat sagt:

      Mehr Hunde als Kinder, kompromisslos-sture Durchsetzung von Recht und ähnliche Phänomene – man kennt’s, und das sind mittlerweile ja ganz normale, wenn auch sehr bedauerliche Zeiterscheinungen…

      Nicht zu den normalen Zeiterscheinungen gehört jedoch, dass im Hubertus-Zwickel rund 30 % EOF-Wohnungen entstanden. Dieser Umstand basiert ebenso auf Stadtratsentscheidungen und ja, auch Kompromissen, wie sie z.B. beim Höhen-Cut bei beiden Baukörpern vorliegen.

      Was in der Macht der Politik liegt, wurde und wird zumeist halbwegs verträglich geregelt. Im übrigen gilt: Wenn „sich demnächst keiner irgendwas mehr leisten (kann)“, dann ist das erstens eine ziemliche Übertreibung und liegt zweitens an der Haltung des maßgebenden Teils der Bevölkerung zu Steuer- und Eigentumsfragen.

    • Dr. Tomas Bauer, Stadtrat in Olching sagt:

      Sehr geehrte Frau Sarah,
      in der Tat, wir halten Kinder für wichtiger als Hunde. Nicht nur wegen der Rente. Auch die Kinder in EOF-Wohnungen haben das Recht auf einen Spielplatz!
      Die Spielplätze in der Nähe sind nämlich alle private, auch privat bezahlte Spielplätze, und nur für die dortigen Bewohner vorgesehen.
      Zum Scheinargument der EOF-Wohnungen: Der Bebauungsplan und der Vertrag des Bauträgers sehen EOF-Wohnungen u n d Spielplätze vor (Vielleicht enthalten auch die Kaufverträge über die Eigentums-Wohnungen Spiel-Plätze) Wenn der Bauträger jetzt seine Verpflichtung erfüllt, macht das die EOF-Wohnungen um keinen m² geräumiger und um keinen Cent billiger, aber seinen Gewinn größer. Wer soll dafür dankbar sein?

    • Knud Christian Wilden sagt:

      Was für unsinnige Nebelkerzen hier sogar von Stadträten gezündet werden? Kein Bürger, auch nicht die Bewohnerin der EOF Wohnung, hat behauptet, Hunde seien wichtiger als Kinder? Und jetzt werden sogar die Städtischen Spielplätze an der Amperlust und an der Dachauer Strasse von Stadtrat B. privatisiert. Der einzig private Spielplatz ist an der Ringstrasse, die anderen sind öffentlich.
      Aber dafür kein Wort auf die berechtigte Frage nach weiteren bezahlbaren Wohnraum? Hier ist die Stadt gefragt! Aber da wird dann ja wohl auch nichts kommen – Prima!

  2. Alfred Münch sagt:

    Na großartig, erst dem Bauherrn den Hintern ordentlich abgeschmiert und – noch zu meinen Zeiten vor 2020 – dafür gesorgt, dass am mässigst geeigneten Platz in Olching eine solch massive Baumasse möglich wurde.
    Dann , da war ich schon lange nicht mehr Mietglied des Bauausschusses und des Stadtrats, offenbar eine Baugenehmigung für all das zugelassen, was man heute besichtigen kann.
    Dann offenkundig keinen Blick mehr auf die Baustelle geworfen, jahrelang.
    Und nun einen (hoffentlich noch) nicht gebauten, aber fälligen Spielplatz zu Recht monieren, aber damit dem alten Bürgermeister noch einen reinwürgen wollen für das zeitliche Versäumnis.
    Wofür gibt es eine Bauaufsicht, die im CSU-geführten Landratsamt liegt?
    Warum heute dieser durchsichtige Versuch, dem nicht mehr kandidierenden Bürgermeister nachzutreten?
    Wäre es nicht klüger, einfach dafür zu sorgen, dass das Versäumnis vom Bauträger gefälligst durch den Bau des Spielplatzes beseitigt wird und dann mit der „frohen Botschaft“ anzugeben, dass man dem Beine gemacht hat?
    Wo war denn der ehemalige 2. Bürgermeister die letzten 6 Jahre, für die er doch so viel Verfahrung reklamiert hat, in dieser Angelegenheit? Und Sie, Dr. B. , der Sie doch jeden Tag den Oberkommissar Olchings zu geben trachten?

    Wir werden nach den 100 Tagen erstmalig etwas fundierter betrachten können, was Maxi bringt. Bis dahin darf er sich nach 6 Jahren „einarbeiten“.

  3. Dietmar T. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Bauer,

    vor gut zwei Wochen sind wir auch am Hubertushof vorbeispaziert und haben uns diese Frage auch gestellt. Warum kein Kinderspielplatz bei dieser großen Wohnanlage?

    Außerdem verwundert es, warum keine der drei grünen Parteien in Olching (Bündnis 90/Grüne, ÖDP und FO/Für Olching) kritisiert, dass kaum Bäume und stattdessen flächig Thuja-Hecken gepflanzt wurden, die für die heimische Tier- und Insektenwelt nahezu wertlos sind („ökologisch tot“).

    Ein kurzer Blick in den Bebauungsplan bestätigt – Thuja-Hecken sind lt. Bebauungsplan unzulässig. Aber auch daran müssen sich offensichtlich nicht alle Bauunternehmer halten. Vielleicht täusche ich mich aber auch und es sind gar keine Thuja-Hecken.

  4. Michael Kircher sagt:

    Mein lieber Ex- Kollege Dr. Bauer,

    ich Bitte Sie ….was ist das für eine Nummer?

    Sie haben einen Antrag geschrieben und die besten Kontakte zur Stadtverwaltung mit dem seinerzeit 2. Bürgermeister. Sie hätten ja während der Bauphase überwachen können ob ein selbiger in dieser Betonwüste installiert wird, anstatt jetzt so zu tun als würde sich unter dem neuen Bürgermeister alles ändern.

    • Dr. Tomas Bauer, Stadtrat in Olching sagt:

      Werter Herr Kircher,

      welch eine Unkenntnis spricht aus Ihrer Äußerung! Als ehemaliges Stadtrats-Mitglied der Grünen und der FO sollten Sie wissen, dass ein Stadtrat weder berufen noch befugt ist, laufende Bauvorhaben zu überwachen oder auch nur eine fremde Baustelle zu betreten.

      Erst das fertige Vorhaben habe ich mir angeschaut, aber keinen Spielplatz gesehen. Darüber habe die Verwaltung informiert; denn die ist für das Weitere zuständig. So arbeitet ein ordentlicher Rechtsstaat!

      Bezeichnend für Sie als FO-Mitglied, dass Sie mich angreifen, statt mit uns für die Kinder einzutreten. Unseren Einsatz für die rechtlich gebotenen Spielplätze werden Sie so nicht bremsen!

  5. Schwarzmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr, Bauer,
    ich würde es begrüssen, wenn der Kinderspielplatz gebaut werden muß und somit Ihrem Antrag auch ietzt noch stattgegeben würde.
    MfG Gottfried Schwarzmann

    • Alfred Münch sagt:

      Hallo Gottfried,
      Du weißt doch, dass der Spielplatz gebaut werden muss, wenn er Bestandteil der Baugenehmigung ist.
      Warum dann so um Dr. B. rumsch….???
      Gruß
      Fred

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