
Von Anfang an wollte der bekannte Bauträger für sein viel-geschossiges Großprojekt am Bahnhof Esting den Spielplatz sparen. Gehorsam war die Stadt-Verwaltung bereit, für ihn eine Ausnahme von der generellen Spielplatz-Pflicht zu machen. Weil die Amperauen zum Spielen in der Nähe seien, hahnebüchte die Verwaltung dazu in ihrer Sitzungs-Vorlage. Erst auf meinen Gegen-Antrag beschloss der Stadtrat im Sommer 2019 mit deutlicher Mehrheit, mindestens 150 m² für Kinderspielplätze vorzusehen. So bestimmt es auch der Bebauungs-Plan.
Und jetzt? Die Häuser sind seit Monaten bezogen und mittlerweile samt Außen-Anlagen fertig. Aber ein für alle Bewohner zugänglicher Spielplatz ist nicht zu sehen; auch die Bau-Verwaltung kann keinen finden.
Ein Bauträger, der an dieser Stelle den erforderlichen Spielplatz spart und die 150 m² anderweitig verwertet, streicht einen Zusatz-Profit von mindestens 300.000 € ein. Die Zeche zahlen die Kinder und der Rechts-Staat.
Das darf nicht das letzte Wort sein! Unter dem neuen Bürgermeister wird sich die Stadtverwaltung nicht mehr so vorführen lassen. Daher bin ich zuversichtlich, dass: Stadt und Landratsamt diesem vorsätzlichen Rechtsbruch Schranken setzen.
Dr. Tomas Bauer
Stadtrat in Olching














