GRÜNE OLCHING: FWO auf Abwegen

Kommentar zur Diskussion um die Wahlempfehlung der FWO von Frau Dr. Jaschke, B90/DIE GRÜNEN:

Dr. Ingrid Jaschke
Fraktionsvorsitzende
B 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Olching

Natürlich gibt es Gründe, den bisherigen Politik- und Führungsstil im Olchinger Rathaus zu kritisieren, nicht zuletzt, weil Bürgermeister Magg und die SPD-Fraktion in den vergangenen 6 Jahren immer wieder die Mehrheit jenseits der CSU missachtet und statt dessen mit der CSU zusammengearbeitet haben. Dass sich die FWO mit ihrer dezimierten Fraktion nun ihrerseits mit konstruierten Gemeinsamkeiten der CSU an den Hals werfen und für sich beanspruchen was sie am politischen Gegner kritisieren, macht ihre Kritik leider völlig unglaubwürdig.

Weder bezüglich der Planungen zur Paulusgrube noch bei der Entwicklung des Gewerbegebiets an der B471 waren bisher aus CSU-Kreisen kritische Stimmen zu hören. Nun soll eine in Windeseile nach der Wahl herbeigeredete Annäherung vorgaukeln, es gäbe mehr Gemeinsamkeiten als bisher gelebt.

Die FWO empfehlen Herrn Gigl u.a. weil er angeblich eine Realschule bauen wird. Weiß Ewald Zachmann nicht, dass weiterführende Schulen Saches des Landkreises sind und diese Schule seit Jahren vom CSU-Ministerium und der CSU- und FW-Mehrheit im Kreistag abgelehnt wird? Ebenso wie eine FOS/BOS in Olching. Sowas nennt man Wähler*innen für dumm verkaufen.

Ganz zu schweigen von dem strittigen Thema Südwest-Umfahrung, dessen eifrigste Verfechterin der CSU-Fraktion angehört. Wird unter dem Mäntelchen der Wahlempfehlung für die CSU gar die bisher klare Haltung der FWO-Fraktion gegen dieses unsinnige Straßenbauprojekt aufgegeben? Erstaunen würde es mich angesichts des Herumlavierens manches namhaften Landtagsabgeordneten aus den Reihen der Freien Wähler nicht.

Die bemühte und fadenscheinige Argumentation der durch einen Vertrauensverlust der Wähler*innen gestutzten FWO sind ein Armutszeugnis für diese Gruppierung – die so offensichtlich Machterhalt in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt. Und damit ungewollt die Haltung von uns Grünen, keine Wahlempfehlung auszusprechen, bestätigt. Denn uns liegt nichts daran, aus taktischem Kalkül und in der Hoffnung auf den einen oder anderen Posten unsere Glaubwürdigkeit über Bord zu werfen. Unsere Wählerinnen und Wähler werden sicher auch ohne unseren Rat bedacht abwägen und entscheiden, wem sie ihre Stimme geben wollen.

Ingrid Jaschke

Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Olching für B 90/DIE GRÜNEN

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5 Antworten zu GRÜNE OLCHING: FWO auf Abwegen

  1. Alfred Münch sagt:

    Was ist denn da „Eindreschen auf andere“, wenn sachlich die bisherigen Gegensätze aufgezeigt werden, Herr Mälzer? Die FWO ist ganz offenbar zum Spielball der Familieninteressen Gigl Papa-Gigl jun. geworden. War der angeblich größte aller Kämpfer gegen die Südwestumgehung (Ewald Zachmann) doch eher am Honorar eines Rechtsanwaltsmandats interessiert? Wie kann denn der vor sich seinen Schwenk begründen?
    So, und nun beschimpfen Sie ruhig mich wegen dieser Darlegungen!!!
    Herzlichst
    Ihr Alfred Münch

    • Walter Sommer sagt:

      Hallo Herr Münch lassen Sie doch bitte diese Beiträge. Die sind so was von unsachlich und beleidigen gegen die Bürger Olching und im speziellen gegen die Familie Gigi. Sie als noch Politiker sollte sachlich bleiben.

    • Walter Sommer sagt:

      Familie Gigi natürlich

    • Walter Sommer sagt:

      Familie Gigl natürlich

  2. Mälzer Ingo sagt:

    Verehrte Frau Jaschke, wenn wundert Ihre Meinung, niemanden! Wegen dem aktuellen Trend ist die Fraktion der Grünen stärker geworden, Ihren neuerdings radlfahrenden Bürgermeisterkandidaten Maier konnten Sie nicht durchsetzen, Gott sei Dank. Sie bleiben also weiterhin in der Rolle auf andere einzudreschen.

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