
19 Ju-Jutsuka, vier Stunden Training und jede Menge gute Laune: Beim Senioren-Landeslehrgang des JJVB am Samstag, den 19. September 2026, beim SV Esting waren nicht nur Kondition und Technik gefragt. Auch Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Gedächtnis wurden ordentlich gefordert.
Als Referenten waren Hans Sperl (7. Dan und Seniorenbeauftragter des JJVB) und Dr. Helmuth Münch (5. Dan) angekündigt. Da Dr. Münch kurzfristig krankheitsbedingt absagen musste, übernahm Hans Sperl den Lehrgang alleine. Unterstützt wurde er dabei spontan von Stefan Wörnle (4. Dan), der als Uke zur Verfügung stand.
Zum Aufwärmen ging es mit einer freien Auseinandersetzung mit offenen Händen los. Anschließend erfolgte der Einstieg mit Atemi-Technikkombinationen. Dabei zeigte Hans Sperl, dass Ju-Jutsu weit mehr als reine Körperarbeit ist. Das Merken und Abrufen verschiedener Kombinationen verlangte gleichzeitig Konzentration, Koordination sowie geistige und körperliche Beweglichkeit. Beim anschließenden Atemi-Drill wurde es abwechslungsreich: Handfegen, Block, Check, Konter und verschiedene Handflächenschläge – wie die berühmte bayerische „Watschen“ – sorgten für Bewegung und den einen oder anderen Lacher.
Nach der ersten Pause wartete beim Pratzentraining eine besondere Herausforderung auf die Teilnehmer. Verschiedene Drills wurden zunächst eingeübt und anschließend bestimmten Zahlen zugeordnet. Rief Hans beispielsweise die „4“, musste sofort die dazugehörige Technik ausgeführt werden – etwa ein Aufwärtshaken. Doch damit nicht genug: Im nächsten Schritt wurden die Zahlen durch Farben ersetzt. Rot, Blau, Grün und Schwarz standen jeweils für eine bestimmte Technik. Die Teilnehmer mussten die Zuordnung im Kopf behalten und auf Zuruf reagieren. Technik, Konzentration, Reaktion und Gedächtnis wurden so gleichzeitig trainiert. Dass dabei der eine oder andere Knoten im Kopf entstand, war nicht ausgeschlossen.
Nach der zweiten Pause kamen Stocktechniken hinzu. Angriffe und Verteidigung wurden mit Pratzen- und Handtechniken kombiniert und verlangten erneut ein gutes Zusammenspiel von Körper und Geist.
Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Bei Kaffee, Kuchen und Getränken konnten die Teilnehmer in den Pausen neue Energie tanken und sich austauschen.
Nach vier kurzweiligen Stunden war klar: Der besondere Mix aus Ju-Jutsu-Technik, Koordination, geistiger Fitness und einer großen Portion Humor kam bei allen Teilnehmern bestens an. Hans zeigte eindrucksvoll, dass Ju-Jutsu auch im Seniorenbereich abwechslungsreich, anspruchsvoll und vor allem mit viel Spaß betrieben werden kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele der Übungen und Trainingsinhalte auch für Ju-Jutsuka anderer Altersklassen interessant und bereichernd sein können.
Ein herzliches Dankeschön gilt Hans Sperl für den gelungenen Lehrgang, Stefan Wörnle für seine spontane Unterstützung sowie dem gesamten Organisationsteam des SV Esting.














