Stadt Olching prüft: Eine 400-Meterbahn für Olching

Seit vielen Jahren diskutiert, hat der Stadtrat Olchings nun beschlossen, baurechtlich ein Verfahren anzustoßen, um zu prüfen, ob und in welchem Umfange eine 400-Meter-Laufbahn auf dem Gelände längs des Golfplatzes – zwischen Minigolfanlage und Kreisverkehr – angelegt werden kann.

Die Olchinger Vereinsvertreter sind dazu eingeladen, ihre Anforderungen und Vorstellungen zu einer solchen Anlage zu artikulieren.
Im Rahmen dieser Überlegungen reichen die Vorstellungen von reiner Laufbahn mit einer noch nicht näher spezifizierten Nutzung des inneren Feldes, bis zur von mir aufgeworfenen Frage, ob nicht eine komplette Leichtathletikanlage mehr Sinn macht, denn derlei gibt es dzt. in Olching nicht.
Zumal die Platzfrage an diesem Standort den Nutzungsumfang erkennbar begrenzt, so dass je nach endgültigem Konzept wieder die Standortfrage aufkommen könnte.
Und exakt da fängt auch schon wieder der politische Zwist an.
Ich habe die Frage nach dem Konzept gestellt. Warum? Eine eigene Leichtathletikvergangenheit ist zwar lange her, fand aber damals bereits auf Anlagen statt, die manche heute in Olching noch nicht mal anzudenken bereit sind. bevor wir viel Aufwand in eine Anlagenplanung stecken.
Prompt  wurde ich im Stadtrat der Nörgelei geziehen. Dies kam dann auch noch exakt von dem, der selbst seit einigen Jahren sein Heil in ständiger Stänkerei sieht. Olching brauche nur das, was jetzt vorliege, so die Essenz der Argumente von Dr. B.
Zur Frage, ob Olching seinen Vereinen eine ordentliche Leichtathletikanlage für die vielen Disziplinen dieser Sportart ermöglichen will, ist in meiner Anwesenheit bisher noch kein Wort gefallen. Es wurde von solchen Überlegungen auch nicht berichtet. Der Standort lässt dzt. nur begrenzt feste Bauten und Parkplätze usw. zu.
Die Frage wird zu beantworten sein, ob wir dort Zuschauer haben wollen? Wie viele etwa?
Welche Anlagen für welche Disziplinen der Leichtathletik sollen neben der Laufbahn  gebaut werden?
Welche Bauten für Sportler und Material werden benötigt? Das hängt nun mal von einer Konzeption ab.
Zur Gestaltung des Innenraumes z.B. kommen die kuriosesten Vorschläge, u.a. der eines Rad-Geländeparcours.  Wie lange würde eine Tartanbahn sowas wohl überstehen?
Wo bringen wir z.B. Hürden, Hochsprungtechnik, Stabhochsprungtechnik, Messgeräte, Fangnetze für Wurfdisziplinen, wo SportlerInnen und TrainerInnen, Sportgeräte sonstiger Art usw. unter?
Das werden Fragen der Bauplanung, aber doch frühestens nach der Definition eines Konzeptes, was auf dem Gelände geschehen soll.
Aus meiner Sicht lohnte es sich, zuerst über diese Dinge nachzudenken, bevor wir behaupten, an diesem Platz und unter den beengten Verhältnissen könne die Stadt den Vereinen einen langgehegten Wunsch erfüllen.

Es geht nicht um den Wunsch! Der ist mehr als berechtigt!
Es geht um die richtige Reihenfolge und um die wichtigen Antworten auf Konzeptfragen.

Warum schreibe ich dieses, wo das doch eigentlich banal erscheint?
Es ist im Stadtrat bereits bei dem Beschluss über die Einleitung eines Planungsverfahrens sichtbar geworden, dass alleine das Aufwerfen der o.g. Fragstellungen durch mich Anlass für eine CSU-Legendenbildung geben sollte, Ich missgönne den Vereinen die 400-Meterbahn, soll wohl die Legende werden.
Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Ein gutes Konzept ist die Grundlage einer guten Planung, aus der die Vereine eine gute Arbeit entwickeln können.

Gez.
Alfred Münch
Mitglied des Stadtrates Olching (SPD)
Referent für Stadtentwicklung, Umwelt, Energie & Klimaschutz

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