Offener Brief zur Stufe Rot Kinderbetreuung der Gesamtelternbeiräte Olchings und Fürstenfeldbrucks

Die Gesamtelternbeiräte aus Olching und Fürstenfeldbruck haben einen offenen Brief geschrieben, pdf-Version hier:

Landrat Thomas Karmasin
Oberbürgermeister Erich Raff
Bürgermeister Andreas Magg
Stadtrat Maximilian Gigl
Stadtrat Johann Klehmet
Schulamtsdirektorin Bettina Betz, Schulamt Fürstenfeldbruck
Dr. Lorenz Weigl, Landratsamt Fürstenfeldbruck

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie sich Gedanken und Sorgen um die Gesundheit unserer Kinder machen. Dafür haben wir Verständnis, da sich beim derzeitigen Infektionsgeschehen die Ereignisse etwas überschlagen.

Dennoch wenden wir -der Gesamtelternbeirat Olching und der Gesamt-Elternbeirat Fürstenfeldbruck- uns heute an Sie, da wir nicht damit einverstanden sind, dass die Beschulung und Betreuung der Kinder ab 19.10.2020 in den Notbetrieb oder anderweitig geänderter Betrieb gehen soll. Wir sind der Ansicht, dass der Betrieb an Kindertagesstätten und Schulen nach Vorgaben der Stufe 2 für alle Kinder weiter laufen kann und soll.

Folgende Gründe sprechen aus unserer Sicht gegen weitere Einschränkungen:

  1. Uns Eltern wurde das Versprechen gegeben, dass die Schulen und Kindergärten solange wie möglich geöffnet bleiben und Schließungen und Beschränkungen das allerletzte Mittel seien. Darauf vertrauen wir. Wir möchten hier auch an das sehr wichtige Recht der Bildung erinnern. Bildung ist mehr als nur das Lernen von Fakten, es geht bis in das Erlernen sozialer Kompetenzen. Kindern geht diese Zeit für immer verloren und kann nicht nachgeholt werden.
  2. Es wird keine Notfallbetreuung bereitgestellt sondern nonchalant freitags entschieden, dass am Montag die Hälfte der Schüler*innen nicht mehr in die Schule gehen dürfen. Es gibt eine sehr große Anzahl von Eltern, die die Konsequenzen dieser Verfügung für die nächsten drei Wochen einschl. der Allerheiligenferien nicht mehr organisieren oder kompensieren können.
  3. Die uns bekannten Studien, insbesondere die regelmäßigen Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts ( zeigen, dass Kinderbetreuungseinrichtungen nur einen sehr geringen Anteil am Infektionsgeschehen haben und keine Hotspots sind. Dies gilt auch für unsere Schulen, da hier nur sehr geringe Schüler*innenzahlen ein positives Testergebnis hatten. Daher sehen wir es als absolut unverhältnismäßig und für uns Eltern nicht nachvollziehbar an, dass jetzt die Stufe 3 des Drei-Stufen-Modells verfügt wurde. Die mangelnde Transparenz der Entscheidungsbasis ist der Hauptgrund dafür, dass die Eltern die Entscheidung einer Einschränkung des Schul- und Kita-Betriebs nicht mittragen können.
  4. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellte am Freitag, den 16.10.2020 zusammen mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Untersuchung der Lage in Kinderbetreuungseinrichtungen in der Corona-Krise vor. Demnach sind „Kitas keine Infektionsherde und Kinder keine Infektionstreiber“. Dies zeigt sich unserer Ansicht nach insbesondere dadurch, dass bis zum 12. Oktober 2020 seit Beginn der Pandemie bundesweit 79 Virus-Ausbrüche in Kindertagesstätten und Horten gemeldet worden sind. Davon unterdurchschnittlich weniger bei Kindern unter 5 Jahren. (Quelle)
  5. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt klar, dass es bei dem Betrieb der Kindertagesstätten auch immer darum gehe, Kindern ihre faire Chance im Leben zu garantieren. Es habe sich nicht bestätigt, dass Kinder den Virus in die Familien tragen. Zuhause bleiben sollten die Kinder dann, wenn sie krank seien, wobei allein ein Schnupfen noch nicht zu einem zuhause bleiben führen soll, sondern erst wenn weitere Symptome wie Fieber, Husten oder der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn hinzukomme. (Quelle) Die Eltern wurden unserer Meinung nach in den letzten Monaten ausreichend sensibilisiert, um zu erkennen, wann sie ihr Kind zu Hause lassen müssen und wann der Besuch der Kindertagesstätten zumutbar ist.
  6. Die Kindertagesstätten und Schulen haben vom Gesundheitsamt überprüfte Hygienepläne ausgearbeitet. Diese werden strikt umgesetzt. Dies hat eben auch dazu geführt, dass an den Kindertagesstätten und Schulen so wenige Ausbrüche entstehen. Wir glauben, dass Stufe 2 des Corona-Maßnahmen-Plans, so wie er in anderen Hotspots, wie im Berchtesgadener Land, Landkreis Schweinfurt, Landkreis Rosenheim umgesetzt wird, völlig ausreichend und angebracht ist.
  7. Die Landeshauptstadt München schreibt auf ihrer Homepage www.muenchen.de: „Auch wenn der Inzidenzwert in München über 50 liegt, kann die Stufe 2 („gelbe Phase“) des Dreistufen-Plan für Kitas und Schulen weiterhin gelten. Es gibt keinen Automatismus, der beim Überschreiten eines Schwellenwertes eine nächsthöhere Stufe auslöst. Stattdessen entscheidet die örtliche Gesundheitsbehörde immer im Hinblick auf das konkrete Infektionsgeschehen in München.“ (Quelle) Dies veranlasst uns zu hinterfragen, welches konkrete Infektionsgeschehen in den Kindertagesstätten und Schulen des Landkreises Fürstenfeldbruck Anlass genug war zu diesen massiven Maßnahmen und
    Einschränkungen?

Wir fordern eine Mitwirkung der Elternvertreter beim Beschluss der kommenden Maßnahmen:

Als Eltern haben wir nun einige Monate Erfahrung mit den psychischen Auswirkungen der Pandemiemaßnahmen auf Kinder. Wir können auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen und den möchten wir aktiv einbringen.

Die Hilferufe der Eltern, die uns Beiräte erreichen, sind dramatisch. Wir Eltern, und insbesondere wir Beschäftige in Krankenhäusern, Lehrer*innen, Alleinerziehende, Selbstständige, Freiberufler uvam. verfügen einfach nicht mehr über Urlaubstage bzw. Kinder-Krankheitstage oder betriebsfreie Zeiten, um den Notbetrieb an Schulen und Kindertagesstätten zu ertragen.

Wir bedanken uns für Ihre Mühe und erwarten Ihre Antwort bis zum 19.10.2020.

Mit freundlichen Grüßen

Anita Zillner, Vorsitzende                           Jörg Koos, Vorsitzender
Gesamtelternbeirat Olching                        gemeinsamer Elternbeirat Fürstenfeldbruck

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36 Antworten zu Offener Brief zur Stufe Rot Kinderbetreuung der Gesamtelternbeiräte Olchings und Fürstenfeldbrucks

  1. Anna und Bertram sagt:

    Hat eigentlich irgend jemand noch das Virus im Kopf. Die Maßnahmen dienen der Sicherheit unserer Kinder! Wir stehen nicht hinter dem Brief und wußten davon auch nichts. Wie wird den hier vorgegangen, von wegen Transparenz? Was wird denn eigentlich bezweckt? Gute Eltern sorgen sich um ihre Kinder in der Pandemie und begrüßen die Maßnahmen.

    • Tanja sagt:

      Nun wurde dem Druck ja nachgegeben – bei einem Inzidenzwert von über 200 werden Kitas und Schulen wieder voll aufgemacht. Hygienekonzept der Schulen: Masken tragen, alle 45 (!) Minuten für 5 Minuten lüften und Hände waschen.
      Was ist uns Eltern wichtiger: Arbeiten gehen oder unser aller Gesundheit?

  2. Alfred Münch sagt:

    Hier führen aufgebrachte Eltern völlig zu Recht eine Debatte um die Bewältigbarkeit solcher plötzlichen Anordnungen des Landratsamtes FFB.
    Wer im Amt dort glaubt denn ernsthaft, dass Eltern vom Freitagmittag bis zum Montagmorgen eine praktische Chance haben, die Betreuung ihrer Kinder mit den persönlichen und / oder beruflichen Belangen in Einklang zu bringen? Geht das nicht alles – mal unabhängig von der Frage der Erfordernis – mit mehr Bedacht auf die Umsetzbarkeit?
    Auf diese Weise züchtet ein Amt sich geradezu die Widerstände, die sich dann bei einer Reihe von Bürgern in Demos äußern, die nicht mehr in Sorge um ihre Kinder oder die Älteren in der Familie sind, die einfach nur abstreiten, dass es das Corona-Problem überhaupt gibt.
    Wir erleben im Moment durch teils nicht durchdachtes Handeln in den Verwaltungen und durch politisch teils unsinnige Vorgaben auf Bundes- und Landesebene eine Diskussion in der Bevölkerung, die von völliger Leugnung von bis zu hysterischer Angst vor Corona alle Facetten einer möglichen Debattenbreite zeigt. Jeder gegen jeden, bringt uns das was?
    Wäre es nicht nützlicher, strenge Maßnahmen den Menschen, den Familien, den Kindern, den Jugendlichen, den Arbeitnehmern*innen, den Freiberuflern, den Unternehmen, den Älteren, den medizinisch oder pflegerisch Tätigen, den Feierwütigen, den Wanderern, den Nachtschwärmern, den Irgendwem-oder-was
    so aufzuerlegen, dass sie überhaupt eine Chance haben, das praktisch auch zu bewältigen?

    Für die Ignoranten, die Leugner der Problemlage, die Verschwörungs-sinnigen, die Ichlinge, die Kopf-in-den-Sand-Stecker, die heimlichen Geschäftemacher mit den Sorgen der Menschen, für all die können wir eh kein Argument und keine Tatsache benennen, die bei denen einen Sinneswandlung erzeugen könnte. Denen hilft scheinbar wirklich nichts als Striktheit!

    Ich halte Vorsicht für richtig und dringend geboten, aber Hektik für unangebracht, für eher kontraproduktiv aus den genannten Gründen.
    Allerdings muss jedem von uns langsam auch klar werden, wo wir hinsteuern, wenn wir nicht wechselseitige Rücksicht aufeinander nehmen und Vorsichtsmaßnahmen konsequent beachten.
    Empfehlungen, wie über die Wochenend-Demo in Olching nachzulesen, „man möge einfach nicht mehr testen, dann gebe es kein Corona mehr“ (s. Bericht SZ FFB vom 19.10.20) , das grenzt schon an Irrsinn.
    Dem gilt es mindestens genauso entgegen zu treten. Von jedem, der jetzt aus praktischen Gründen zu Recht stinksauer ist.

    • Falko sagt:

      Sehr gut geschrieben und ich kann jedem Wort voll und ganz – genau wie im Elterbrief – zustimmen! Es wurden ja bereits alle Argumente ausführlich benannt, dennoch kann ich nicht verstehen, dass es Eltern gibt, die nicht mit diesem Schreiben konform gehen. Man sollte gerade in dieser Situation nicht nur von sich auf Andere schließen. @A: Ja, Angestellte im Pädagogischen Bereich sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Aber Beschäftigte im medizinischen Bereich oder Handel doch genauso… Und dass wir für die Betreuung unserer Kinder z.B. im Krankheitsfall genauso verantwortlich sind, ist doch einige Milchmädchen-Rechnung! Dafür gibt es Krankentage. Und Covid19 geht ja schon etwas länger als eine Erkältung bei Kindern.

  3. Matthias sagt:

    Stehe voll hinter dem Brief.
    Jeder einzelne Punkt spiegelt genau meine Meinung wieder.
    Vielen dank dem engagierten Erstelltern.

    Abgesehen von den Maßnahmen:
    Am Freitag zu verkünden, dass ohne Übergangsfrist am Montag 50% der Kinder nicht mehr beschult / betreut werden ist unerhört! Die Kinder gehen jetzt bei vielen halt wieder zu Oma und Opa. Genau, da sollten sie eigentlich nicht landen. …

  4. Lena sagt:

    Sehr gut geschriebener Brief! Vielen Dank für die Mühe an alle GEBO-Mitglieder! Ich unterschreibe jedes Wort.

    Wie sollen berufstätige Eltern von mehreren Kinder (bei uns sind es 3 Kinder, jeweils in der Krippe, im Kindergarten und in der Grundschule) das schaffen? Man wird am Freitagnachmittag vor die vollendeten Tatsachen gestellt. Aber damit nicht genug. Kinder sollten in der Schule nicht nur 1,5 Meter Abstand zueinander halten (daher Wechselbetrieb), sondern auch Maske am Platz, sowie beim Sport tragen. Wieder wird in der Politik übermäßiger Aktionismus an falscher Stelle betrieben und auf dem Rücken der Kinder und deren Eltern ausgetragen.

    Hier ist ein Link zur Petition, um wenigstens den Kindern Sport ohne Maske zu ermöglichen bzw. lieber bei Stufe 3 ganz abzuschaffen und sich stattdessen auf die Hauptfächer wie Deutsch oder Mathematik in den wenigen Präsenzstunden zu konzentrieren:
    https://www.change.org/keine-maske-beim-schulsport

    Bitte um Unterstützung. Vielen Dank!

  5. Corinna sagt:

    Hier gibt es eine bundesweite Petition, die genau das fordert:
    50.000 GESUNDE KINDER IN QUARANTÄNE – WIR BRAUCHEN EINEN STRATEGIEWECHSEL!
    https://www.openpetition.de/petition/online/50-000-gesunde-kinder-in-quarantaene-wir-brauchen-einen-strategiewechsel

    Es geht nicht nur um das 14-tägige wegsperren negativ getestet der Kinder, sondern auch um Das offen halten der Schulen und die Differenzierung zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen.

  6. Jessie sagt:

    Viel Erfolg mit diesem Brief! Mich betrifft es nicht, ich bin auch gar nicht aus der Gegend und kenne niemanden dort, aber es liegt mir am Herzen, dass Kinder auch in der Pandemie gesehen werden, dass Sie sich entwickeln dürfen und Bildung bekommen. Es ist so traurig, was Deutschland seinen Kindern dieses Jahr antut.

  7. Peter sagt:

    Den Frauen geht es ja in Deutschland wirklich sooo schlecht. Hallo? Mach mal die Augen auf, was in anderen Ländern los ist, statt nur zu meckern. Manchmal glaube ich, es geht uns zu gut.
    In meinem Umfeld gibt es kaum Familien, in denen die Väter sich nicht auch ausgeglichen und übrigens gerne beteiligen. Und ich hoffe mal, Du machst das auch gerne und nicht mit Widerwillen. Klingt so belastend bei Dir.

    • Peter sagt:

      (sollte als Antwort bei O.Schmitt stehen)

    • Jessie sagt:

      Ganz toll gesagt. Solange es Frauen und Kindern irgendwo auf der Welt schlechter geht als in Deutschland sollen die mal schön still sein. Wer belastet ist, ist halt selbst schuld und soll schön still sein. Das sich hier bitte keiner von den Schwachen gegen Ungerechtigkeit wehrt. Die Wirtschaft soll laufen. Egal ob Feiern mehr zur Verbreitung des Virus beitragen und Schulen eine untergeordnete Rolle spielen, es ist halt einfacher und (kurzfristig billiger) die Kinder nach Hause zu schicken. Man(n) hat da seine Prioritäten gesetzt.

  8. Jette sagt:

    Sehr gut formuliert.
    Ich hoffe, es wird Wirkung zeigen. Ich, alleinerziehend, Intensivpflegekraft, 2 Kinder, stehe schon wieder vor gewaltigen Herausforderungen, habe meine Kinder am Samstag testen lassen müssen, damit sie morgen mit leichtem Schnupfen und negativem Testergebnis, in den KiGa dürfen.
    Danke euch sehr für das Engagement

  9. Martin sagt:

    Sehr gut formulierter Brief, vielen Dank.
    Stehe voll dahinter. Ich bin wirklich sauer, hier vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, ohne Information, was zu dieser Entscheidung geführt hat! Zählt nur noch der ominöse und nicht vergleichsrelevante Inzidenzwert (wer viel testet findet viel…) oder werden z.b. die psychischen Folgen für unsere Kinder und die Schwierigkeiten für uns Familien auch mit betrachtet?

  10. Susann sagt:

    Hinter diesem Brief kann ich überhaupt nicht stehen!! Ich bin Mutter von drei Kindern(5.Klasse,3.Klasse und Krippe) und arbeite auch in einer Krippe! Ich Versuche auch irgendwie mein Kind unterzubringen um auf andere Kinder(auch wenn nur im eingeschränkten Betrieb) aufzupassen. Zusätzlich muss ich es stemmen Kinder im homeschooling zu unterstützen! Trotzdem stehe ich voll hinter diesen Massnahmen!! Auch wenn der Anteil sicherlich kleiner bei Kindern und Jugendlichen ist, sind trotzdem genug davon auch infiziert und man musste Einrichtungen schließen! Erzieher/innen gehen seit März auch in den Notgruppen ohne Abstand mit den Kindern um! Denkt bitte heutzutage in dieser Zeit nicht nur jeder euch, sondern auch an die anderen! Jeder hat momentan irgendeine Last zu tragen. Seids froh das nur eingeschränkter Betrieb ist und nicht alles geschlossen oder sogar ein zweiter Lockdown. Denn sollte dieser Kommen, ist der Aufschrei noch größer und man wird wieder schimpfen warum nicht früher was getan wurde!! Haltet zusammen!

    • M sagt:

      Bitte den Brief richtig lesen. Hier wird um Transparenz und Mitbestimmung gebeten und nicht pauschal abgelehnt

    • Susann sagt:

      Ich lese genau! Dies steht lediglich Mal kurz erwähnt im letzten Satz unter 7.
      Davor heisst es immer wir können das nicht akzeptieren und wir dürfen das nicht so weiterlaufen lassen…
      Dieser Brief will nur das alles zurück genommen wird und alle in Schule und Kita gehen können!

    • Joseph sagt:

      Was heißt denn eingeschränkter Betrieb?
      Wenn der eine Kindergarten entscheidet, dass Kind Nummer 1 nur jeden zweiten Tag kommen darf und der andere Kindergarten für Kind Nummer 2 genauso, nur im gegenläufigen Rhythmus, bringt das dem Arbeitnehmer überhaupt nichts!

      Diese Willkür ist einfach nur noch lächerlich.

    • Jessie sagt:

      Und das was getan werden muss ist deiner Meinung nach die Kinder wieder einschränken? Also, weil die vielleicht den Virus in der Schule verbreiten könnten, nicht so sehr wie Erwachsene auf Partys, aber da einzuschränken ist halt schwer, also schicken wir erstmal die Kinder heim. Das könnte etwas helfen die Verbreitung zu verlangsamen, wenn die Kinder dann nicht mehr Kontakte haben, weil sie zu den Großeltern und diversen Babysittern müssen oder sich untereinander mehr mischen, als wenn sie ihren regelmäßigen Schulalltag haben.

      Also nein, ich finde nicht das man auf Kosten der Kinder einen Lockdown für Wirtschaft und Erwachsene zu verhindern versuchen sollte. Man sollte zuerst da ansetzen, wo sich das Virus am meisten verbreitet (und wo Einschnitte weniger dramatische Folgen haben als bei Unterbrechung der Bildung Minderjähriger). Mit besseren Hygienekonzepten in Schulen bin ich einverstanden, aber nicht mit mal vorsorglich schließen weil die Entwicklung der Kinder nicht so wichtig ist wie die Wirtschaft.

    • M sagt:

      @susann: Genau lesen, hm naja … Ich sehe es anders. Zitat
      „Wir sind der Ansicht“, “ folgende Gründe sprechen aus unserer Sicht“……
      Aufbau
      1. These (Beschränkungen sind unverhältnismäßig),
      2. Argumente,
      3. Aufforderung bei der Entscheidung mit einbezogen zu werden

      Vielleicht gibt es ja gute Argumente, die für die Massnahmen sprechen, aber dann sollen die bitte auch offengelegt und mit den genannten Gegenargumenten abgewogen werden.
      Und nicht blinder Aktionismus (so scheint es) auf Kosten unserer Kinder, ohne die Folgen genau abzuwägen. Es gibt hier nicht nur die harten, zählbares Fakten (Inzidenzwert) sondern auch teilw. dramatische psychische Folgen und große Nachteile für die Betroffenen.

      Grüße

  11. O. Schmitt sagt:

    Diese Maßnahmen, ob sinnvoll oder nicht, werden mal wieder fast ausschließlich auf dem Rücken der Mütter abgeladen! Gleichberechtigung? Frauen steht auf!

    • Peter sagt:

      Den Frauen geht es ja in Deutschland wirklich sooo schlecht. Hallo? Mach mal die Augen auf, was in anderen Ländern los ist, statt nur zu meckern. Manchmal glaube ich, es geht uns zu gut.
      In meinem Umfeld gibt es kaum Familien, in denen die Väter sich nicht auch ausgeglichen und übrigens gerne beteiligen. Und ich hoffe mal, Du machst das auch gerne und nicht mit Widerwillen. Klingt so belastend bei Dir

  12. Anika sagt:

    Nadia: du hast mein Kommentar nicht genau gelesen.. ALLE= Kinder = „systemrelevant“!!!
    Homeoffice ist schön, Homeoffice mit zwei Kindern Ein Albtraum!!!
    Es zeigt sich wiederum Chaos: Hort oder Mittagsbetreuung kann man vergessen.. „am liebsten die Kinder anderweitig betreuen lassen wenn es möglich ist?!“
    Gruppenaufteilung ergibt in vielen Fällen gar keinen Sinn, z.B zwei Kinder aus einer Familie sind zu verschiedenen. Gruppen zugeteilt..und und und
    Warum Hat man nichts aus der ersten Welle gelernt???

  13. Kopyra-Donaubauer sagt:

    Hauptsache der Christkindlmarkt findet im Hotspot München statt. Da können ja auch Ampeln aufgestellt werden!!!

  14. Kersten sagt:

    Immer die Verhältnismäßigkeit bedenken: in Rosenheim, München etc gibt und gab es höhere Werte und keine Einschränkungen in den Schulen.
    Nach RKI sind auch die jüngeren Schüler und Kita-Kinder keine Spraeder. Warum fängt FFB hier an und lässt Fitnessstudios (Herd Nr 1 nach Parties) und Kneipen offen? Hier herrscht falscher Aktionismus auf dem Rücken der Kinder und arbeitenden Eltern.

    • Thomas sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass Kneipen etwas damit zu tun haben?
      Der Anteil hier ist sehr gering und steht momentan bei ca.5%! Purer Aktionismus. Genau das gleiche mit der Schliessung der Betreuung.

  15. Anika sagt:

    Ich kann die Inhalte voll unterschreiben.
    Und jetzt wundert mich die Diskussion: systemrelevante Berufe sollten ja die Notbetreuung kriegen, der „Rest“ wird schauen wie er zu recht mit Kind und Arbeit und allen täglichen Verpflichtungen kommt..
    Ich dachte wir haben aus der ersten Welle gelernt und verstanden, dass ALLE Kinder Systemrelevant sind????

    • Nadja sagt:

      Wer ist ALLE?

      Ich nicht. Systemrelevant ist eindeutig definiert.
      Ich verstehe die Maßnahmen auch. Ich möchte keinen zweiten lockdown.
      Aber die Arbeitgeber müssen Homeoffice ermöglichen wo es geht.
      Kinderbetreuung muss organisiert werden. Im Bekanntenkreis bis 5 Personen, über Städte oder durch Arbeitgeber. Irgendwie schaffen wir das schon.

  16. Herbert sagt:

    Der gute Peter sitzt wohl Zuhause rum. Ich habe den Brief auch erst jetzt gelesen und stimme dem voll zu. Es kann nicht sein das die Eltern am Freitagnachmittag vor die Tatsache gestellt werden das die Kinder Montag Zuhause sind. Die Schüler verpassen wieder etliche Stunden. Im Kindergarten wird sowieso schon auf alles geachtet. Deshalb Stufe gelb reicht.

    • Peter sagt:

      Es ist meine Meinung. Jeder darf seine eigene Meinung haben.
      Und nein, der „gute Peter“ sitzt nicht zu Hause rum. Er arbeitet Vollzeit und seine Frau arbeitet auch Vollzeit. Also bitte Vorsicht mit Vorurteilen.

      Alles eine Frage der Organisation. Aber natürlich sollte eine Notbetreuung organisiet werden. Besonders für systemrelevante Berufe. Da sind wir absolut einer Meinung.

  17. Peter sagt:

    Von wem kommt dieses Schreiben bzw. stehen die Elternbeiräte aller Schulen überhaupt dahinter?

    Ich habe davon z.B. nichts mitbekommen und stehe nicht zu den Inhalten.

    Die Maßnahmen sind beim Infektionsgeschehen im LKr FFB richtig und wichtig.

    Lieber solche leichten Maßnahmen, als ein erneuter Lockdown mit entsprechenden Folgen für Gesellschaft und Kinder (bspw. auch Überschuldung des Staates für die nächsten Jahrzehnte).

    Man sollte nicht alles zu sehr problematisieren.

    Zumindest ich stehe als Vater zweier Grundschulkinder nicht hinter diesem Brief.

    • Katrin Beerbaum sagt:

      Dann können Sie mir bestimmt sagen, wer unsere Tochter (Kindergarten in Puchheim) betreuen soll, wenn wir beide in systemrelevanten Berufen kein Homeoffice machen können? Sie darf übernächste Woche nicht in den Kindergarten und es gibt keinerlei Notbetreuung.
      Abgesehen davon sehe ich es auch beruflich als sehr kritisch an, wenn die Schüler wieder sich selbst überlassen bleiben, zumindest diejenigen, die Eltern haben, die ihnen nicht helfen können.

    • Peter sagt:

      Natürlich sollte eine Notbetreuung organisiet werden. Besonders für systemrelevante Berufe. Da sind wir absolut einer Meinung.

    • A sagt:

      So schnell, wie dieses Schreiben aufgesetzt und in Umlauf gebracht wurde, wurde meiner Meinung nach nicht mit allen Elternbeiräten gesprochen. Und selbst wenn, dann haben die Elternbeiräte nicht mit den Eltern kommuniziert. Auch ich kann nicht hinter diesem Brief stehen. Als Eltern sind wir immer verantwortlich, unsere Kinder zu betreuen. Wenn mein Kind heute krank wird, muss ich auch eine Lösung finden.
      Bitte denkt auch an Lehrer und Erzieher. Sie stehen in Stufe 2 einer vollen Klasse/Gruppe mit Maske gegenüber. In den Kitas zum Teil 6 Stunden am Stück, ohne Pause!
      Haben die Verantwortlichen dieses Schreibens mit Lehrern oder Erziehern gesprochen?

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