GRÜNE: Stichwahl in Olching: Grüne geben keine Wahlempfehlung

Anlässlich der in Olching bevorstehenden Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber Andreas Magg und seinem Herausforderer Maximilian Gigl hat der Ortsvorstand der Olchinger GRÜNEN einstimmig beschlossen, für keinen der zur Wahl stehenden Bewerber eine Empfehlung auszusprechen.

„Wir hätten uns einen Bürgermeister gewünscht, dem ein klimaschonender, sparsamer und verantwortungsvoller Umgang mit Freiflächen wichtig ist; zum Beispiel durch Vermeidung einer unsinnigen Umgehungsstraße“ betont Stadträtin und Sprecherin des Ortsvorstands Heide Kuckelkorn.

Dr. Ingrid Jaschke, Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen im Stadtrat Olchings

Deshalb bedauern Fraktion und Ortsvorstand, dass der grüne Bürgermeisterkandidat Michael Maier als kommunalpolitischer Neuling zwar ein respektables Ergebnis erzielt hat, es aber leider für die Stichwahl nicht gereicht hat.

„Die Grüne Stadtratsfraktion trägt die Entscheidung keine Empfehlung auszusprechen mit“ bestärkt Fraktionsvorsitzende Ingrid Jaschke diese Haltung und ergänzt: „Unsere Wählerinnen und Wähler sind autark und werden ihre Wahlentscheidung sicher überlegt treffen“.

gez. Ingrid Jaschke

Fraktionsvorsitzende B 90/DIE GRÜNEN

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3 Antworten zu GRÜNE: Stichwahl in Olching: Grüne geben keine Wahlempfehlung

  1. Walter Sommer sagt:

    Das ist sehr schade für die Demokratie. Eigentlich sind doch die Grünen immer dafür das man wählen sollte!

  2. Alfred Münch sagt:

    Haben die Olchinger Grünen über die letzten sechs Jahre nicht mitbekommen, bei wem der beiden Kandidaten Ökologie und Kompromissfähigkeit besser aufgehoben wären. Da hat der bundespolitische Rückenwind die Fraktion deutlich vergrößert, aber der Kleinmut bleibt?

    Ich bin jedoch guter Zuversicht, dass die ökologisch orientierten Olchinger WählerInnen sich erinnern und daher eine gute Entscheidung für ihre Wahl ableiten:

    Zur Auffrischung für die grünen KollegenInnen im Stadtrat:
    1. Wer hat die Initiative für die FairTrade-Stadt Olching bis zur Zertifizierung und Einrichtung eines Weltladens ergriffen und erfolgreich begleitet? Das, obwohl oder auch gerade weil in der Vorperiode ein solches Ansinnen schon mal abgelehnt worden war?

    2. Wer hat die Initiative für die Einrichtung eines Olchinger Energieforums sowie einen Grundsatzbeschluss für die Olchinger Klimaschutzziele im Rahmen einer lokalen Energiewende ergriffen und voran gebracht? War das die CSU???
    Wenn der Stadtrat den beschlossenen und im Internet veröffentlichten Zielen weiter folgt, dann ist Olching spätestens in 2036 klimaneutral unterwegs.
    Weit früher, als die Bundespolitik plant!!! Warum sind die Olchinger Grünen nicht mit an der Spitze der Bewegung?

    3. Wer hat im Gegenzug dazu über Jahre die Stadtwerke Olching und deren Fernwärmeausbau massiv in Verruf gebracht, ohne die eine lokale Energie- und Klimawende nie erfolgreich sein kann?
    Das waren doch weder die Grünen noch die SPD!!!
    Wäre das kein Entscheidungsgrund für diese Bürgermeisterwahl gewesen?

    4. Wer will die Errichtung von Riesenhallen zur Tomatenzucht im Graßlfinger Moos und wer will das nicht, ist stattdessen für den Erhalt dieser Landschaft? Doch wohl die CSU, seit Jahren schonn!
    Wäre das kein Argument pro oder contra einer Wahlentscheidung?

    5. Wer sitzt in jeder Bauausschusssitzung und mahnt die Nutzung der Olchinger Dächer für die Regenerativenergieproduktion an? Etwa irgendein CSU-Vertreter?

    6. Wer hat mit aller Vehemenz jede städtische Initiative zu einem alternativen, ökologischeren Sylvesterangebot (Laser statt Böller) abgelehnt? Das waren doch CSU/FWO (bis auf Ruth Busl)/ÖDP/FDP.
    Wer hat das Projekt dagegen in offener Redeschlacht unterstützt und hinterher auch mit umsetzen geholfen? Das waren Bgm. Magg, die SPD- und die Grünen-Fraktion, und in der Folge auch die jetzt so oft diffamierte Olchinger Stadtverwaltung!
    Solches Verhalten der bisherigen Stadtratsmehrheit zeigt keinerlei Grundverständnis für Ökologie! Wäre das kein Grund für Wahlentscheidung?

    Ich finde, alleine die umstrittene Entscheidung zur Südwestumgehung zum Maßstab für eine Einordnung zu machen, wie die Olchinger Grünen dies nun argumentieren, ist angesichts der Gesamtthematik „Ökologie für Olching“ zu kurz gesprungen.

    Mir ist Zeit meines gesamten politischen Wirkens Ökologie so wichtig wie soziales Miteinander und wirtschaftliche Vernunft gewesen.
    Wem das genauso geht, der kann aus meiner Sicht nur eine Wahl treffen bei der Bürgermeisterstichwahl.
    Und unseren Olchinger Grünen wünsche ich etwas weniger Kleinteiligkeit.
    gez.
    Alfred Münch
    (noch fünf Wochen) Mitglied des Stadtrats Olching (SPD)
    Referent für Stadtentwicklung, Umwelt, Energie und Klimaschutz

    • Dr. Ingrid Jaschke, Stadt- und Kreisrätin sagt:

      Dass wir GRÜNE keine Wahlempfehlung aussprechen, ist nicht mit einem Aufruf einer Wahlverweigerung gleichzusetzen. Vielmehr neigen wir nicht dazu uns derartig zu verbiegen wie das die FWO nun vorführen. Wir können davon ausgehen, dass unsere Wähler*innen ohne unseren Rat abwägen und entscheiden werden, wem sie ihre Stimme geben wollen.

      Sicher gibt es gemeinsame Ziele aber eben auch konträre Punkte. Sowohl mit SPD als auch mit CSU. Und dabei geht es nicht nur um die SWU.

      Die Planungen zur Paulusgrube sehen wir von Anbeginn kritisch, wenngleich wir bisher unter Nennung unserer Kritikpunkte die Planung unter dem Aspekt mitgetragen haben, dass grundlegende Fragen noch offen waren/sind.

      Das Energieforum hat sich leider zu einem Feigenblatt entwickelt, das vor sich hindümpelt – und das liegt nicht daran, dass wir GRÜNE uns nicht eingebracht hätten!

      Was die schließlich erfolgreiche Initiative „Laser statt Böller“ betrifft: zunächst hatten sowohl BGM Magg als auch Teile der SPD-Fraktion mit ihrem gescheiterten Versuch diese Initiative als die ihre auszugeben erheblichen Schaden angerichtet. Der Erfolg ist im Wesentlichen der Beharrlichkeit von Familie Gaul und einer Vielzahl an Unterstützern zu verdanken.

      Soziales Miteinander zeigt sich nicht zuletzt im Umgang miteinander. Leider muss ich – ohne nachtragend zu sein – festhalten, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gegenüber allen Mitgliedern des Stadtrats zum Ausdruck gebracht wurde.

      gez. Ingrid Jaschke

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