Demonstration gegen Arbeitsverbote, FFB, 30.09.18, ab 14 h

Recht auf Ausbildung und Arbeit für alle Geflüchteten!

Eine breite Koalition aus Asylhelferkreisen, Bürgerinitiativen, Organisationen und mittlerweile sechs Parteien ruft zur Demonstration gegen Arbeitsverbote am 30. September auf. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr auf dem Volksfestplatz Fürstenfeldbruck, die Abschlusskundgebung ist vor dem Landatsamt. Es sprechen unter anderem Flüchtlinge aus dem Iran und Nigeria über ihre Lage.

Fürstenfeldbruck/Olching – Jahrelang dürfen viele Flüchtlinge in Bayern nicht arbeiten. Obwohl es nach aktueller Rechtslage durchaus möglich wäre, nach dreimonatigem Aufenthalt eine Lehrstelle anzutreten oder einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen, sieht die Wirklichkeit oft anders aus. Die Folge: Junge, arbeitsfähige Menschen werden jahrelang zur Untätigkeit gezwungen, die Integration in den bayerischen Arbeitsmarkt erheblich erschwert, Vorurteile geschürt, es entstehen der Allgemeinheit jährlich Kosten allein für den Unterhalt in Höhe von rund 120 Millionen Euro.
Auf Inititiative des Eichenauer Asylhelferkreises hat sich deswegen eine breite Koalition aus Helferkreisen, Institutionen und Parteien gebildet, die das ändern will. Auch der Olchinger Asylhelferkreis unterstützt dieses Anliegen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, ruft das Bündnis gemeinsam zu einer Demonstration auf unter dem Motto Recht auf Ausbildung und Arbeit für alle Geflüchteten! Aktuell unterstützen den Aufruf unter anderem die Parteien Bündnis 90/Die Grünen, die SPD, die Freien Wähler, Die Linke, MUT und V-Partei. Persönlich unterstützen die Initiative mit Wort und Tat unter anderem der Landtagsabgeordnete Martin Runge (Die Grünen), der Landtagsdirektkandidat Peter Falk (SPD) und die stellvertretende Bezirksvorsitzende der Freien Wähler, Susann Enders. Nach aktuellen Umfragen stehen hinter diesen Gruppierungen deutlich mehr Menschen als hinter der bisher in Bayern alleinregierenden CSU. Auf der Abschlusskundgebung kommen auch mehrere betroffene Flüchtlinge zu Wort, die unter anderem aus Nigeria und dem Iran stammen.

i. A. Peter Knoll

 

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