
Auch bei der Zubereitung im Airfryer benötigt man für gesunde Gerichte frische und möglichst unbearbeitete Zutaten.
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Rund 47 Prozent der Menschen in Deutschland verwenden Heißluftfritteusen, auch Airfryer genannt, in ihrem Haushalt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im April dieses Jahres. Die Geräte versprechen knusprige Ergebnisse mit deutlich weniger Fett als bei der klassischen Fritteuse. „Tatsächlich können sie eine praktische und gesundheitsbewusste Alternative für die tägliche Küche sein, wenn sie richtig genutzt werden“, sagt Maria Stempfhuber, Ernährungsexpertin von der AOK in Fürstenfeldbruck.
Mit weniger Fett genießen
Heißluftfritteusen garen mit heißer, schnell zirkulierender Luft. Viele Speisen sind daher schneller fertig als im Backofen, weil das Gerät aufgrund seines kleinen Garraums sehr schnell auf Temperatur kommt. Lebensmittel werden im Airfryer außen knusprig, oft ohne Zugabe von zusätzlichem Fett. Das spart Kalorien. Daneben sorgt der geschlossene Garraum dafür, dass deutlich weniger Essensgerüche in die Küche gelangen. „Zudem entstehen beim Kochen mit Heißluft unter Umständen weniger sogenannte luftgetragene Schadstoffe als beim Braten oder Frittieren“, so Maria Stempfhuber. Voraussetzung dafür ist jedoch, das Gerät regelmäßig zu reinigen, Fett- und Speisereste gründlich zu entfernen. „Auch im Airfryer kann sich bei zu starker Bräunung Acrylamid bilden, ein unerwünschter Stoff, der bei hohen Temperaturen entsteht und der als potenziell krebserregend gilt “, warnt Ernährungsexpertin Stempfhuber.
Praktische Tipps für den Alltag
Heißluftfritteusen eignen sich zum Backen, Garen, Aufwärmen und Rösten vieler Lebensmittel. Bei kleineren Portionen arbeiten sie oft schneller und energieeffizienter als ein großer Backofen, zum Beispiel beim Aufbacken von Kleingebäck. Ein gutes Ergebnis gibt es jedoch nur, wenn man den Garkorb nicht zu voll befüllt und die heiße Luft die Lebensmittel von allen Seiten umströmen kann. Dann werden sie gleichmäßig durch, was insbesondere bei Geflügel und Hackfleisch wichtig ist. „Von vielen Produkten, die als spezielle Airfryer-Zubereitungen gekennzeichnet sind, aber keinerlei Vorteile gegenüber frischen Lebensmitteln bieten, rate ich ab“, so die AOK-Ernährungsexpertin. Zum einen enthalten diese oft eine Reihe unerwünschter Zutaten, vergleichbar mit anderen hoch verarbeiteten Lebensmitteln, zum anderen sind sie häufig sehr viel teurer. Und auf noch einen Hinweis legt Maria Stempfhuber Wert: „Auch beim fettarmen oder fettfreien Garen kommt es auf eine gesunde, abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl mit möglichst vielen frischen unbearbeiteten Zutaten an.“














