„Älter werden in Olching“ e. V. im Aufschwung – Appell an die Olchinger zur Planung in der Paulusgrube

Am vergangenen Freitag (20.4.18) fand die Jahreshauptversammlung des Vereins „Älter werden in Olching“ im Haus der Begegnung statt. Es waren über 40 Mitglieder anwesend, darunter 10 neu gewonnene. Die Vorsitzende Gerlinde Zachmann, Sozialreferentin der Stadt Olching, erinnerte in ihrem Bericht an die Highlights in 2017, darunter das Harfenkonzert einer Gruppe junger Künstler/-innnen aus München im KOM, das von fast 200 begeisterten Olchingern besucht worden war. Günther Frank erwähnte den monatlichen Renner „Das Montagskino“ (MoNaKi), das mit inzwischen fast 50 Gästen immer mehr Anklang findet. Besonders erfreulich ist die im Vorfeld der Kinovorführung stattfindende intensive Kommunikation der Besucher untereinander. Alfons Keim berichtete über die Arbeit des Beirats für Menschen mit Behinderung.

Gerlinde Zachmann wies darauf hin, dass in Olching nun auch das vom Verein angestoßene  und vom Landratsamt betreute Projekt „Wohnen für Hilfe“ Fuß gefasst hat. Olching brauche jedoch dringend weiteren seniorengerechten Wohnraum. In diesem Zusammenhang wurde das Vorhaben der Olchinger Wohnungsbaugenossenschaft WohnGut an der Münchner Straße begrüßt. Das reiche nicht – so die Vorsitzende. An sie werden vermehrt Anfragen nach solchen Wohnungen gerichtet. Deshalb habe der Verein bei der Anhörung zur Bebauung der Paulusgrube am Bahnhof  nicht nur einen Mix von Einkaufen und öffentlicher Dienstleistung, sondern auch die Errichtung solcher Wohnungen gefordert. Der Verein werde am Ball bleiben, erklärte sie unter großem Beifall der Versammlung. Seniorenregerechter Wohnraum bedeutet selbstbestimmtes Leben im Alter, die Zusammenführung von Familien, die jetzt teils weit voneinander getrennt leben, vor allem aber einen Strukturwandel in der Belegung von Einfamilienhäusern, die inzwischen zu tausenden in Olching von nur einem oder zwei Senioren bewohnt werden. Ein Umzug in eine Wohnung macht diese Häuser für junge Familien frei. Es muss also nicht in die Fläche gebaut, sondern die vorhandenen Ressourcen geschickt genutzt werden. Gerade die Paulusgrube sei ein geeigneter Standort, da mitten in Olching gelegen und bestens an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Dabei muss darauf  geachtet werden, dass nicht ein Investor wabenmäßige Wohnungen, sondern großzügige 2 bis 4-Zimmer-Wohnungen gebaut werden, die ein adäquater Ersatz für Häuser sind, sowie die Möglichkeit von Gemeinschaftsräumen zum geselligen Zusammenleben, aber auch zur Kreativität wie einem Handwerksraum besteht. In diesem Sinne werde der Verein eine Stellungnahme an die Stadt Olching abgeben. Der Verein appelliert an alle Olchinger, sich die Planung in der Paulusgrube, dem Herzstück unserer Stadt, genau anzuschauen und sich in die künftige aktive Gestaltung einzubringen. Denn das was dort geschieht, beeinflusst das Leben in Olching auf Generationen.

Am 27. Juni wird der Verein einen Ausflug zur Zugspitze durchführen, der schon ausgebucht ist. Man will mit der neuen Seilbahn den höchsten Berg Deutschlands erklimmen und erleben.
Olching, den 22. 04.2018
Gerlinde Zachmann
Vorsitzende

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