Ein Garten, der nicht nur optisch überzeugt, sondern gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Artenschutz leistet: Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Mammendorf. Der Eintritt ist frei. Ziel der Veranstaltung ist es, das Verständnis dafür zu fördern, dass die Auswahl heimischer Pflanzenarten überlebenswichtig für die meisten einheimischen Wildbienen ist.
Im Gegensatz zur Honigbiene, die als Generalist eine breite Palette an Blüten anfliegt, sind Wildbienen häufig hochspezialisierte Einzelgänger. Sie benötigen spezifische, einheimische Pflanzen zur Gewinnung von Pollen und Nektar für ihre Nachkommen. Viele fremdländische Zierpflanzen oder sogenannte Neophyten bieten diesen spezialisierten Tieren keine Nahrungsgrundlage. Es handelt sich um ein über Millionen von Jahren entwickeltes, intelligentes „Schlüssel-Schloss-Prinzip“. Nur durch die Verwendung heimischer Wildpflanzen können sowohl spezialisierten als auch generalistischen Insekten geeignete Lebensräume geboten werden.
Wildbienen erfüllen als Bestäuber eine zentrale Funktion im Ökosystem. Sie sichern nicht nur die Vermehrung zahlreicher Wildpflanzen, sondern sind auch für die Erträge landwirtschaftlicher Kulturpflanzen von entscheidender Bedeutung. Besonders hervorzuheben ist ihre frühe Aktivität: Während Honigbienen oft noch ruhen, sind Wildbienen bereits ab Ende Februar im Frühjahr unterwegs. Diese frühe und kontinuierliche Arbeit gewährleistet stabile Ernten und trägt maßgeblich zum Erhalt der Vielfalt an Wildpflanzenarten bei.
Die Verwendung heimischer Pflanzen erweist sich nicht nur als essenziell für die Insektenwelt, sondern auch für den Menschen. In Zeiten des Klimawandels und der Biodiversitätskrise gelten diese Pflanzen als echte Überlebenskünstler. Extremwetterereignisse wie langanhaltende, trockene Sommer oder Starkregenereignisse verkraften sie aufgrund ihrer perfekten Anpassung an die lokalen Gegebenheiten besser als viele exotische Arten.
Die Idee für zukünftige Gärten und Grünflächen ist klar: Sie sollen zu bunten, vielfältigen Lebensräumen werden, die widerstandsfähig gegen Klimaveränderungen sind und gleichzeitig der menschlichen Erholung sowie dem direkten Naturerlebnis dienen. Jeder Schritt hin zu einer Bepflanzung mit heimischen Sträuchern und Stauden stellt einen aktiven Beitrag gegen das Artensterben dar und fördert die lokale Biodiversität.
Die Veranstaltung, organisiert von der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, bietet die Gelegenheit, dieses wichtige Thema im Detail zu beleuchten.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 6. Mai 2026, ab 19:00 Uhr im Bürgerhaus Mammendorf statt. Der Eintritt ist für alle Interessierten frei; Verpflegung ist ab 18:00 Uhr auf eigene Kosten erhältlich. Als Referent wird Dr. Andreas Fleischmann, Privatdozent und Kurator für Gefäßpflanzen an der Botanischen Staatssammlung München, seine Expertise einbringen. Der Vortrag bietet die Chance, das eigene Gartenverständnis neu zu überdenken. Jede gepflanzte Pflanze und jeder gepflanzte Strauch aus heimischem Bestand ist ein aktiver Beitrag gegen das Artensterben und ein Gewinn für die lokale Biodiversität.
Kostenfreie und unverbindliche Erstberatungen hierzu durch die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege sind jederzeit für alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Fürstenfeldbruck möglich.
Quelle und ständig aktuelle Infos unter https://www.lra-ffb.de/aktuelles/aktuelles/wie-man-den-eigenen-garten-fuer-wildbienen-umgestalten-kann-kostenfreier-vortrag-mit-dr-andreas-fleischmann













