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Wann: 06.06.2026 bis 06.06.2026
Uhrzeit: 18:00
Wo: KOM-Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach 82140 Olching, Hauptstraße 68

CAESAR YUWONO Klavier LEHRJAHRE UND WANDERJAHRE SCHUBERT HAYDN CHOPIN MICHAEL LESLIE Klavier Ein Abend- zwei Pianisten- zwei Generationen. Michael Leslie und Caesar Yuwono sind keine Unbekannten, der Lehrer und sein ehemaliger Schüler kennen sich gut und welch ein genialer Einfall, dass die beiden sich an diesem Abend die ELEVEN-eleven Bühne teilen. Ein Konzertabend voller Spannung, Begegnung, Gemeinsamkeiten, Kontrasten und vor allem geprägt von höchster Klavierkunst und künstlerischer Strahlkraft. Eine mehr als spannende Begegnung! In der Pause ist Zeit für ein Glas Sekt, eine Kleinigkeit zu essen und ein paar nette Gespräche. Alles was man für einen perfekten Konzertabend braucht. Programm Franz Schubert (1797-1828) Sonate A-Dur für Klavier, D 959 1. Allegro- 2. Andantino- 3. Scherzi.Allegro vivace – Trio 4. Rondo.Allegretto Michael Leslie – Klavier PAUSE Joseph Haydn (1732-1809) Sonate D-Dur für Klavier, Hob. XVI:37 1. Allegro con brio- 2. Largo e sostenuto- 3. Presto ma non troppo Frédéric Chopin (1810-1849) Sonate No. 3 in h-moll für Klavier, op. 58 1. Allegro maestoso- 2. Scherzo: Molto vivace- 3. Largo- 4. Finale, Presto, ma non tanto, agitato Caesar Yuwono – Klavier Vieles weitere über die Künstler und ELEVEN-eleven finden Sie auf facebook www.facebook.com/1111musik/ Caesar Yuwono kehrt zurück. Drei Jahre lang stand der indonesische Pianist nicht mehr auf der Konzertbühne. Nach Jahren intensiver Wettbewerbs- und Konzerttätigkeit – darunter der Sieg bei der Munich Piano Competition – entschied er sich, eine Pause einzulegen und das Leben jenseits des Konzertsaals kennenzulernen: den Alltag, die Stille, die kleinen Schönheiten eines „normalen“ Lebens. Diese Zeit war kein Abschied von der Musik, sondern ein anderer Zugang zu ihr. Mit diesem Konzert bei ELEVEN-eleven kehrt er auf die Bühne zurück – mit neuer Energie und einer veränderten Sicht auf das, was Musik sein kann. Das Programm ist für ihn kein Comeback, sondern ein erster Brief aus einem neuen Verhältnis zur Musik: ruhiger im Zuhören, klarer im Aussagen. Was in dieser Zeit in ihm gereift ist, klingt heute zum ersten Mal. Geboren in Surabaya, Indonesien, gilt Caesar Yuwono als einer der profiliertesten Pianisten seiner Generation. Er studierte am Conservatorium van Amsterdam bei Frank Peters und Olga Pashchenko und schloss sein Master Solist Studium an der Hochschule für Musik Detmold bei Elena Margolina ab. Erste Preise gewann er u.a. bei der Munich Piano Competition, der WPTA Indonesia International Piano Competition und dem Malaysian Youth Music Festival. Konzerteinladungen führten ihn als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter durch die Niederlande, Deutschland, Belgien, Serbien, Italien, Malaysia, Singapur und Indonesien. Künstlerisch geprägt wurde er in Meisterkursen bei Pascal Rogé, Matti Raekallio, Alfredo Perl, Klaus Schilde, Antonii Baryshevskyi und seinem Mentor Michael Leslie. Michael Leslie geboren in Australien lebt und arbeitet als Konzertpianist in München, Deutschland.
Sowohl die virtuose Interpretation als auch die der Musik innewohnende Botschaft des Komponisten ist ihm Auftrag, Verpflichtung und alleiniger Maßstab, nicht der äußere Glanz. Leslies Interpretationen beispielsweise der Werke Bachs, Beethovens oder Schuberts gelten unter Kennern als Geheimtipp. Sein Spiel zeugt von eigenwilligem Charakter, von einer unvergleichlichen künstlerischen Detailtreue, einer Reife und Durchdringung, wie man sie bei den meisten Klaviervirtuosen unserer Zeit vergeblich sucht.
Michael Leslie trat während seines Studiums am Konservatorium von Sydney mit führenden australischen Orchestern auf. So spielte er u. a. mit dem Sydney Symphony Orchestra die australische Erstaufführung des 1. Klavierkonzerts von Béla Bartók. Bei Rosl Schmid an der Münchner Hochschule für Musik setzte er sein Studium fort und gewann den 1. Preis des Wettbewerbs der westdeutschen Musikhochschulen und belegte als Preisträger des internationalen ARD-Wettbewerbs den dritten Platz. Leslies Repertoire reicht von Scarlatti bis Lutoslawski und enthält neben anderem die großen Klavierwerke Bachs, sämtliche Beethoven-Sonaten sowie das Klavierwerk Arnold Schönbergs. Der Vielschichtigkeit Franz Schuberts begegnet Leslie mit großem Respekt und Gründlichkeit. In einer Reihe von Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland machte sich der in München lebende Künstler ebenso einen Namen wie durch zahlreiche Auftritte mit bedeutenden Orchestern. Das ungewöhnliche künstlerische Potential des Pianisten führte zu Gastspielen in Österreich, Grossbritannien, Schottland, Frankreich, Italien, Sizilien, Norwegen, Serbien, Ghana, Australienund in vielen deutschen Städten. In Sydney wurde er als einer der herausragendsten Pianisten gefeiert, die Australien hervorgebracht hat mit der Schlagzeile: “Sydney’s loss is Germany’s gain.” Sobald sich Michael Leslie ans Klavier setzt, wird man sofort von seinem charismatischen Spiel gefangengenommen. Leslie spielt nicht um sich feiern zu lassen oder um dem Publikum zu gefallen. Warm, energetisch, stark und lebendig strömt die Musik unter seinen Fingern hervor. Da findet sich keine Spur von Konvention oder professioneller Routine.
Im Gegenteil die Musik springt einen jedes Mal frisch und lebendig an. Man fühlt, dass das Werk letztes Mal wahrscheinlich ganz anders geklungen hat und ein anderes Mal wiederum neu interpretiert wird. (Dr. Andrew Jacobs) ZUM PROGRAMM Franz Schubert — Sonate A-Dur, D 959 Im September 1828, nur wenige Wochen vor seinem Tod, vollendete Franz Schubert drei Klaviersonaten — D 958, D 959 und D 960 —, die heute als sein pianistisches Testament gelten. Er war einunddreißig Jahre alt, schwer krank, und seine Musik wusste es. Die A-Dur-Sonate atmet in ihrem ersten Satz noch eine festliche Würde, doch das berühmte Andantino, das ihr Herz bildet, kippt unvermittelt aus einer wiegenden Klage in einen fast hysterischen Ausbruch — einen der erschütterndsten Momente der gesamten Klavierliteratur. Der Rückweg in die Ruhe ist hörbar bezahlt. Schubert sah die Veröffentlichung dieser Sonate nicht mehr: Erst elf Jahre nach seinem Tod, 1839, wagte der Verleger Anton Diabelli den Druck. Die ursprünglich geplante Widmung an Johann Nepomuk Hummel war hinfällig geworden — auch Hummel war inzwischen verstorben. Diabelli widmete die Sonate stattdessen Robert Schumann. In D 959 blickt Schubert zurück und nach innen zugleich — auf eigene Lieder, auf frühere Werke, auf das, was bleibt. Es ist Musik eines Meisters, der weiß, dass die Zeit knapp ist, und gerade deshalb großzügig schenkt. Joseph Haydn — Sonate D-Dur, Hob. XVI:37 Um 1780, in seinen Diensten am Hof der Fürsten Esterházy, schrieb Haydn die sechs sogenannten „Auenbrugger-Sonaten“, gewidmet den musikalisch hochbegabten Schwestern Marianna und Katharina von Auenbrugger — Töchtern jenes Wiener Arztes Leopold Auenbrugger, dem die Medizin die Klopf-Diagnostik der Lunge verdankt. Die D-Dur-Sonate, die populärste dieser Reihe, zeigt Haydn auf der Höhe seiner reifen Klarheit: drei Sätze von vollendeter klassischer Proportion, gekrönt von einem Finale, dessen Anfangsthema er ausdrücklich „innocentemente“ überschreibt — arglos, wie aus heiterem Licht geschnitten. Es ist Musik, die nichts zu beweisen versucht. Haydn, oft „Vater der Klassik“ genannt, kann hier seine Souveränität fast verstecken, weil sie selbstverständlich geworden ist. Der aufrichtige Witz, die Eleganz, das Vertrauen ins Einfache — das sind Werte, die man oft erst auf Umwegen wieder zu hören lernt. Frédéric Chopin — Sonate Nr. 3 h-moll, op. 58 Im Mai 1844 starb in Warschau Nicolas Chopin, der Vater des Komponisten. Frédéric, der Polen seit 1830 nicht mehr betreten hatte und auch jetzt nicht zur Beerdigung reisen konnte, war von dem Verlust tief erschüttert. Sein ohnehin schwacher Körper geriet in eine bedrohliche Krise, die Depression vertiefte sich, wochenlang konnte er kaum arbeiten.
Es war George Sand, die in dieser dunkelsten Zeit eingriff. Sie ließ Chopins ältere Schwester Ludwika aus Warschau zu ihm kommen und führte sie mit nach Nohant auf ihr Landgut. Was in den Wochen folgte, beschrieben alle Beteiligten als eine stille, fast wundersame Wiederbelebung. Im Beisein seiner Schwester, in der ländlichen Ruhe Nohants und unter Sands fürsorglicher Hand fand Chopin zurück zu sich selbst — zu einer Phase, die er später als eine der glücklichsten, friedlichsten und schöpferischsten seines Lebens bezeichnen sollte. In genau dieser Zeit, im Sommer 1844, entstand die dritte Klaviersonate. Sie ist Chopins großzügigstes, weitherzigstes Werk in dieser Gattung — und sie trägt ein Licht in sich, das in seiner Musik selten ist: das Licht eines Menschen, der durch sehr Dunkles gegangen ist und auf der anderen Seite das Einfache wiedergefunden hat. Eine Schwester. Einen Garten. Ein Klavier. Einen Tag. Es ist nicht Musik über den Sieg, sondern über das, was bleibt, wenn man durch genug hindurchgegangen ist. ► Der Eintritt zu unseren Matineen bleibt auch weiterhin frei, damit jeder die Möglichkeit hat unsere Veranstaltungen zu besuchen. Aber bitte bedenken Sie, dass wir ohne Ihre Spende diese Konzertreihe nicht weiterführen könnten und so wünschen wir uns wie bisher eine großzügige Spende und empfehlen einen Mindestbetrag von 15 €, wenn Ihnen dies möglich ist.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Tatiana Flickinger, Gabriele Frank, Heidi Lenzen, Barbara Schlenker & Ewald Zachmann www.11-11-musik.de