Lebendige Diskussionen bei der BüSch-Versammlung für das Schwaigfeld

buesch logoAm Mittwoch, den 01. Juni 2016, veranstaltete die Bürgervereinigung Schwaigfeld im katholischen Pfarrheim in der Georgenstraße in Olching eine Mitglieder- und Diskussionsveranstaltung. Dabei wurde mit Bürgermeister Andreas Magg und den Stadträten Ewald Zachman (FW), Michaela Andersch-Steer (SPD), Marina Freudenstein (SPD) und Dr. Ingrid Jascke (Grünen) über diverse Themen gesprochen, die die Schwaigfelder bewegen.

Michael Metschkoll, Vorsitzender der Bürgervereinigung, freute sich über das rege Interesse der Bürger: „Es ist toll, dass die Themen von den Bürgern und den Vertretern der Stadt engagiert, kontrovers, aber sachlich diskutiert werden. Das ist gelebte Bürgerschaft im besten Sinne.“

Als roten Faden zog sich durch die Versammlung die Uneinsichtigkeit und Rücksichtslosigkeit der Mitbürger. So war ein wichtiger Diskussionspunkt das Thema Verkehr. Dabei wurden zahlreiche Sicherheitsbedenken der Bürger und Bürgerinnen deutlich. Unter anderem wurde die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zur Grundschule Graßlfing thematisiert. Problematisch ist hierbei, dass der Gehweg an der Ludwigstraße seit längerem durch Bauarbeiten nicht nutzbar ist und sich die Autofahrer laut Anwohnern auf der Feursstraße nicht an das vorgegebene Tempolimit von 50 km/h halten würden. Auch sehen viele Bürger nicht ein, dass auf der Wittelsbacher Allee Tempo 50 erlaubt ist.

Bürgermeister Magg wies darauf hin, dass von der Stadt an verschiedenen Stellen Radarmessungen durchgeführt werden, dies aber an bestimmten Orten nicht möglich sei. Die Zahl der erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen liege dabei allerdings unter 5%. Trotzdem möchte die Stadt für das Thema sensibilisieren und wird neben den vier bereits vorhandenen Geschwindigkeitshinweistafeln noch zwei Smiley-Tafeln beschaffen.

Buesch 02062016Positiv wurde der Grünanger als Naherholungsfläche hervorgehoben. Die Schwaigfelder schätzen den Grünanger und auch von Auswärtigen wird er zunehmend in Anspruch genommen. Allerdings wurde der Zustand der Grünflächen im Schwaigfeld und des Teichs bemängelt. Die öffentlichen Flächen werden immer mehr von rücksichstlosen Bürgern verschmutzt. Auch Bürgermeister Magg erklärte, er sei mit der Situation nicht zufrieden, allerdings liege dies auch an der personellen Ausstattung des Bauhofs. Der Vorschlag für öffentliche Grünflächen Patenschaften anzubieten, wurde von Seiten der Stadt positiv aufgenommen. Zudem wurde angeregt, dass mit der Ramadama Aktion der Kindergärten und Grundschulen auch im Schwaigfeld eine solche Aktion durchgeführt wird.

Ihren eigenen Abfall können die Schwaigfelder in absehbarer Zeit in einem mittleren Wertstoffhof an der Tuchola- / Ludwigstraße loswerden. Das wurde von den Anwesenden als Erleichterung aufgenommen, da die Bürger aus dem Olchinger Norden nicht mehr durch die gesamte Stadt fahren müssen und damit die Anwohner in den einschlägigen Straßen, wie der Feldstraße, weniger belästigt werden.

Lebhaft wurde über die Nutzung des Sportplatzes an der Mittelschule diskutiert. Die Beschränkung der Nutzungszeiten, Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr, wurde heftig kritisiert. Laut den Teilnehmern und Teilnehmerinnen stelle der Platz eine ideale Möglichkeit dar, spontan Sport und Spiel zu treiben. Zudem würden insbesondere Flüchtlinge und einheimische Kinder den Platz gerne gemeinsam nutzen, wodurch er in Olching ein Platz der Integration geworden sei. Herr Stadtrat Zachmann wies daraufhin, dass er auf die Nutzungszeiten bestehe und diese durchgesetzt sehen möchte, um die Ruhezeiten der Anwohner gewährleisten zu können.

Aufgrund der Tatsache, dass viele junge Familien im Schwaigfeld leben, spielte natürlich die Betreuung der Kinder und Jugendlichen eine zentrale Rolle. So fragte eine Bürgerin nach der Ausstattung mit Hortplätzen zum neuen Schuljahr. Hier konnte Herr Bürgermeister Magg keine Hoffnung machen, da der Schwerpunkt der Stadt auf die Bereitstellung von Krippen- und KiTa-Plätzen liegen muss. Aber an der Grundschule Graßfing werden neue Räume unter anderem auch für die Mittagsbetreuung geschaffen.

Auch das Thema Sicherheit bewegt die Schwaigfelder. Insbesondere die auch im Schwaigfeld anzutreffenden Bettlerbanden machen Sorgen. Ein Bürger forderte, dass die Polizeiinspektion mehr Präsenz zeigen müsse. Eine regelmäßige Fahrradstreife würde die Situation verbessern. Diese Forderung muss aber an den Freistaat gerichtet werden.

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