Laser-Show in der Silvesternacht: als städtische Veranstaltung fehl am Nöscher-Platz

Viele städtische Kernaufgaben bleiben liegen: Die Sanierung der städtischen Wohnungen, die ordentliche Pflege der Friedhöfe, die Ausbesserung der Ortsstraßen. Für sie fehlen Geld und/oder Verwaltungskapazität. Braucht‘s da eine städtische Laser-Show, die 10.000 € kostet und Verwaltungskapazität bindet?

Peter Falk (SPD, Gröbenzell) hat es vor kurzem auf den Punkt gebracht: Nicht jede Idee muss von der Gemeinde mit Steuergeldern umgesetzt werden! Deshalb hat Gröbenzell eine solche Show abgelehnt. Der Olchinger Bürgermeister? Nach dem Fehlschuss „mehr Feuerwerk für mehr Umweltschutz“ jetzt der nächste Versuch.

Weil ja so viele Olchinger in der Silvesternacht ihre warme Wohnung verlassen, um für ein 20 Minuten-Event zum Nöscherplatz zu pilgern. Zu Fuß und per Auto. Oder mit der von den Grünen vorgeschlagenen Sonderbuslinie (in den 10.000 € noch nicht enthalten)?

Generell: Der Staat und die Stadt leben von Steuergeldern. Geld ist gemünzte Freiheit. Jeder Euro, den die Obrigkeit dem Bürger abnimmt, fehlt diesem, um eigene Prioritäten zu setzen. Daher darf sich die Politik nicht anmaßen, für alles und jedes zuständig zu sein. So organisieren unsere Vereine den Olchinger Skitag oder das gemeinsame Wandern. Außerdem: Haben wir nicht auch noch ein spezielles Stadtmarketing für solche Events?

Die Stadt und die Stadtverwaltung sollen sich besser um ihre Kernaufgaben kümmern. Da gibt es viel und Wichtigeres zu tun.

 

Robert Meier                                                             Hans Bieniek

Stadtrat                                                                              Stadtrat

Dieser Beitrag wurde unter Politik, Vereine abgelegt und mit , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Laser-Show in der Silvesternacht: als städtische Veranstaltung fehl am Nöscher-Platz

  1. Alfred Münch sagt:

    Solche Klimaschützer braucht das Land!
    Ihr habt wohl noch nicht verstanden, dass euer Vorsitzender nun Grünwerden als Devise für die CSU ausgegeben hat? Fällt schwer, oder??

    Die Initiative für ein gemeinsames Feuerwerk in der Stadt anstatt vieler privater Ballereien mit all ihren Folgen macht durchaus Sinn (weniger Luftverschmutzung, stadtweit verdreckte Straßen und Wiesen zu Neujahr, stundenlange Ballerei weit vor und nach Mitternacht, erhebliche Verletzungsrisiken durch Falschhandhabung, Brandgefahren, und in der Folge der Einsatz von Rettungskräften …) .
    Den hat die CSU-Fraktion bei ihrer Ablehnung im Stadtrat bestritten. Nun muss das Geld herhalten, das anderwärts angeblich fehle.
    Fragen dazu:
    Wo hat denn der Verkehrsreferent (der Rechtsunterzeichner der CSU-Stellungnahme) in der Vergangenheit mal eine Haushaltsanforderung für die städtischen Straßen gestellt und abgelehnt bekommen??? Die Stadt gibt jährlich viel Geld dafür aus, und die wirklich saumäßigen Straßen Olchings gehören dem Freistaat!!! Wer regiert denn den???
    Wo hat denn die CSU-Fraktion mal einen Antrag auf bessere Pflege der Friedhöfe gestellt und abgelehnt bekommen? Im Gegenteil hat die Stadt viel Geld für diese eingeplant und teilweise ausgegeben bzw. für die kommenden Jahre vorgesehen.
    Wo hat denn die CSU mal einen Antrag auf bessere Sorge für die städtischen Wohnimmobilien gestellt und abgelehnt bekommen? Hat sie nicht vielmehr einen von mir gestellten Antrag auf eine detaillierte Gebäude- und Wohnungs-Bestandsaufnahme zur Vorbereitung einer planmäßigen Instandhaltung sogar niedergestimmt? Das wäre die Grundlage für ein geordnetes Vorgehen gewesen.
    So muss der Bauhof bei jedem Mieterwechsel einzeln schaun, was zu tun ist. Den städtischen Häusern sieht man leider an, dass hier nicht systematisch vorgegangen wird bzw. durch dieses Stadtratsmehrheitsgemurkse mit den Stimmen der CSU nicht anders vorgegangen werden kann.

    „Ihr Heuchler“, fällt mir angesichts dieser Sachlage da nur ein.

    Und wenn die beiden Stadtratskollegen schon für solche Texte ihre Namen hergeben, dann sollten sie drauf achten, dass die nicht im Stile eines Dr. B. formuliert werden, sondern mal selbst versuchen, was zu Papier oder in den Computer zu formulieren.

    Herzlichst
    Euer Stadtratskollege
    Alfred Münch (SPD)
    Referent für Stadtentwicklung, Umwelt, Energie und Klimaschutz

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert