
Am vergangenen Wochenende führte der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck erstmals den Lehrgang „Wasserförderung über lange Wegstrecke“ durch. Die Premiere fand in Mammendorf und Grafrath statt. Insgesamt 22 Teilnehmer nahmen an dem Pilotlehrgang teil.
Das Ausbilder-Team der Maschinisten hatte das Ausbildungskonzept im Laufe des vergangenen Jahres akribisch ausgearbeitet und auf die Beine gestellt. Der Lehrgang startete am Donnerstagabend mit den theoretischen Grundlagen. Dabei wurden unter anderem die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Wasserförderung, Druckverluste sowie die Berechnung von Förderstrecken eingehend erläutert.
Am Samstag folgte der ganztägige Praxisteil, in dem das erlernte Wissen direkt unter realistischen Bedingungen angewendet und erprobt wurde. Ein zentraler Schwerpunkt war die Ermittlung der Förderstrecke. Die Teilnehmer testeten dazu verschiedene Methoden, von modernen digitalen Werkzeugen wie dem BayernAtlas auf Tablets und speziellen Smartphone-Apps bis hin zur klassischen Variante mit dem Schätzlineal. So bleibt die Einsatzfähigkeit auch beim Ausfall digitaler Hilfsmittel jederzeit garantiert.
Im weiteren Verlauf wurde eine knapp 1.000 Meter lange Schlauchleitung komplett aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Maschinisten übten dabei die exakte Einregelung der Pumpen über die gesamte Distanz, den Umgang mit dem Reibungsverlust sowie den reibungslosen Austausch einer Verstärkerpumpe im laufenden Betrieb.
Die Teilnehmer gaben dem neuen Lehrgangsformat durchweg positives Feedback. Neben viel Lob brachten sie auch wertvolle Anregungen ein, wie die Ausbildung in Zukunft noch praxisnäher optimiert werden kann. Damit ist der Grundstein für ein erfolgreiches und dauerhaftes Ausbildungsangebot im Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck gelegt.
Der Kreisfeuerwehrverband organisiert jährlich rund 50 Lehrgänge und Ausbildungsveranstaltungen mit über 1.900 Teilnehmenden für die Gemeinde- und Ortsfeuerwehren des Landkreises.















