Grüne Olching: Anträge zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Magg,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Namen der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stelle ich folgende Anträge zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur:

1. Die Entwässerungsrinne auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg parallel zur St 2345 zwischen Olching und Esting wird mit einem stabilen Gitterrost, der eben eingepasst wird, überbrückt.

Begründung: Das Überfahren der mit groben Pflastersteinen hergestellten Entwässerungsrinne ist für Radfahrer*innen – vergleichbar einem tiefen Schlagloch – höchst unangenehm, bei höherer Geschwindigkeit zudem gefährlich. Der Streckenabschnitt ist Bestandteil des überregionalen Jakobwegs, Ammer- Amper-Radwegs sowie des RadlRing München und wird auch lokal häufig frequentiert.

2. Das Links-Abbiegen von der Fürstenfeldbrucker Straße in die Straße Am Vogelherd wird durch das Anbringen des Zusatzschilds VZ 1022-10 „Radfahrer*innen frei“ erlaubt. In Gegenrichtung ist – trotz ausgewiesener Radroute das Rechts-Abbiegen nach Am Vogelherd untersagt. Auch hier ist das Zusatzschild VZ 1022-10 anzubringen.

Begründung: Wer stadtauswärts mit dem Fahrrad unterwegs ist und der ausgewiesenen Fahrradroute Richtung Emmering – Fürstenfeldbruck nach links folgen möchte, wird gezwungen abzusteigen um mit dem Fahrrad schiebend über die Querungshilfe seinen Weg fortzusetzen. Wer auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2345 aus Richtung Esting kommt, muss zunächst die Estinger Straße an der Querungshilfe schiebend und anschließend die Querungshilfe über die Fürstenfeldbrucker Straße zu Fuß queren um der ausgeschilderten Fahrradroute – Ammer-Amper-Radweg, Jakobsweg, RadlRing München – weiter folgen zu können. Diese Behinderung des Radverkehrs ist inakzeptabel und wird durch die beantragte Anbringung des Zusatzschilds VZ 1022-10 aufgehoben.

3. Auf der ausgewiesenen Radroute wird die Einfahrt am Ende der Straße am Vogelherd in den Stummel kurz vor der Einmündung in die Fürstenfeldbrucker Straße durch Zusatzschild VZ 1022-10 unter VZ 267 für Fahrradfahrende erlaubt.

Begründung: Von Emmering kommend ist auf der ausgewiesenen Radroute am Ende der Straße Am Vogelherd/kurz vor der Einmündung in die Fürstenfeldbrucker Straße mit VZ 267 – Verbot der Einfahrt – die Weiterfahrt in den Stummel für alle Fahrzeuge untersagt. Mit Zusatzschild VZ 1022-10 „Radfahrer*innen frei“ wird diese widersinnige Anordnung „Weiterfahrt auf einer ausgewiesenen Radroute verboten“ – auch wenn es sich nur um wenige Meter handelt – für Radfahrende aufgehoben.

4. Auf der Nordseite des S-Bahnhofs Olching werden weitere Radl-Ständer errichtet.

Begründung: Erfreulicherweise fahren viele Bürgerinnen und Bürger aus den nördlich der Bahn gelegenen Wohngebieten, die in den letzten Jahren deutliche gewachsen sind, mit dem Rad zum Bahnhof – finden aber wochentags bereits ab 8.30 Uhr, spätestens ab 9.00 Uhr keine freien Fahrradabstellplätze mehr. Deshalb ist das Angebot an sicheren Radl-Abstellplätzen zu erhöhen.

5. An den beiden S-Bahnhöfen in Esting und Olching werden öffentliche Fahrradpumpen/Service-Stationen errichtet.

Begründung: An den S-Bahnhöfen befinden sich jeweils große Fahrradabstellanlagen, die intensiv genutzt werden. Die Errichtung einer stationären Fahrradpumpe als zusätzliches Serviceangebot unterstützt die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV indem sie diese attraktiver gestaltet. Dabei kommt das Angebot nicht nur dem Pendlerverkehr zugute, sondern auch Kunden und Arbeitstätigen im Umfeld sowie Fahrradtouristen.

6. Auf der Hauptstraße werden Abstellplätze für Lastenräder/Fahrräder mit Anhänger errichtet.

Begründung: Der Anteil der Lastenräder und Fahrräder mit Anhängern am Radverkehr hat bereits deutlich zugelegt. Dennoch gibt es in Olchings Zentrum keine Abstellplätze für Fahrräder mit Anhänger/Lastenräder. Wer seine Einkäufe mit dem Lastenrad erledigt oder seine Kinder im Fahrradanhänger transportiert trägt zur Verringerung des PKW-Verkehrs bei und benötigt keinen PKW-Parkplatz. Mit einer Umwandlung von 1, besser 2 PKW-Parkplätzen ließen leicht und zu geringen Kosten mehrere Abstellplätze für Lastenräder und Radgespanne anbieten.

7. Die Deckschicht der August-Exter-Straße wird erneuert/saniert.

Begründung: Über die August-Exter-Straße verläuft die stark frequentierte           Radwegeverbindung zwischen Olching und Gröbenzell (und Puchheim). Sie weist fast auf ihrer gesamten Länge bis zur Abzweigung zum Kleinen Olchinger See und auf der gesamten Breite (größtenteils tiefe) Längsrillen auf. Diese sind insbesondere bei Laub- und Schneebedeckung sowie Nässe für Fahrradfahrende äußerst verhängnisvoll – zumal im Herbst und Winter aufgrund früh einsetzender Dunkelheit und fehlender Straßenbeleuchtung die Sicht eingeschränkt ist. Aber auch bei trockener Witterung ist dieser Zustand eine Zumutung für Radfahrende.

 

Die beantragten Maßnahmen sind sicherheitsrelevant – Anträge 1) und 7) – beheben Behinderungen des Radverkehrs – Anträge 1), 2), 3) und 5) – und/oder erhöhen die Attraktivität des Fahrradverkehrs.

Mit Ausnahme der Anträge 4) und 7) sind die Maßnahmen mit geringem finanziellem Aufwand umzusetzen. Für die beiden Maßnahmen 4) und 7) sind im Haushalt für 2020 ausreichend Finanzmittel einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingrid Jaschke

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Eine Antwort zu Grüne Olching: Anträge zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur

  1. Martei Renate sagt:

    Für alles mögliche Ideen haben, aber nichts dafür tun, dass der Verkehr endlich nicht mehr nach Olching reinfährt. Keine Entlastung für die Anwohner der Staatsstraßen – dafür stehen DIE GRÜNEN. Ist Wahlkampfgeplänkel sonst nichts!

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