Fairer Rohrzucker aus den Philippinen frisch auf den Olchinger Tisch

Gabriele Baum, Katholische Kirche, Ariel Guides und Elizabeth Mondejar von der philippinischen Rohrzuckergenossenschaft und Dr. Markus Raschke, Vorstand von Fair Handelshaus Bayern e,G,

Erst zwei Wochen war der Weltladen geöffnet und schon besuchten zwei Vertreter des Fairen Handels, aus den Philippinen, die Olchinger. Elizabeth Mondejar von Alter Trade Cooperation und Ariel Guides von Altertrade Philippines vertreten die Zuckerrohrbauern der Insel Negros. Sie produzieren den Zucker des Fairen Handels. Dieser wird zudem in der Schokolade verarbeitet. Sie berichteten im Fair Weltladen über ihre Arbeit vor Ort.

Seit Jahrhunderten wird dort Rohrzucker produziert. Traditionell wurde der Zucker auf großen Plantagen angebaut. In den 80er-Jahre Jahren brach der Zuckerpreis auf dem Weltmarkt ein. Dies führte zur Insolvenz vieler Plantagen. Tausende von Landarbeitern standen auf der Straße. Einige Zuckerarbeiter gründeten die Alter Trade Corporation (ATC). Diese Genossenschaft produziert seither, in eigener Regie, auf dem brach liegenden Land, Rohrzucker.

In Kooperation mit der deutschen GEPA baute die Alter Trade Coperation eine neue, faire Form der Vermarktung auf. Ziel beider Organisationen ist es, dass die Zuckerarbeiter von ihrer kleinbäuerlicher Landwirtschaft leben können. Die GEPA sorgt dafür, dass sie den Zucker auf nationalen und internationalen Märkten, zu fairen Preisen, verkaufen können. Seit den 90er-Jahren wird der Zucker ökologisch produziert. Den Mascobado-Vollrohrzucker kann man im Weltladen in Olching, bei den Verkaufständen der Kirchen und in einigen Supermärkten kaufen. Er wird zudem in einigen Schokoladeprodukten verarbeitet. Zucker und Schokolade sind vom Anbau-verband Naturland zertifizierten.

ATC betreibt zwei eigene Zuckermühlen. Der Faire Handel hat die Lebenssituation der Kleinbauern und Arbeiter in vielen Bereichen verbessert. ATC zahlt den Zuckerproduzenten faire Preise und übernimmt den Transport des Zuckerrohrs zur Mühle. Ein Teil der Gelder, aus dem Fairen Handel, fließt in einen Kredit-Fonds. Damit können die Produzenten unterstützt wer-den. Sie können damit Traktoren oder Wasserbüffel für die landwirtschaftliche Arbeit finanzieren. Für den eigenen Markt produzieren die Kleinbauern Reis, Obst und Geflügel.

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