CSU: Antrag zur umweltschützenden Energienutzung

An den
Ersten Bürgermeister der Stadt Olching oder Vertreter im Amt
Antrag zur umweltschützenden Energienutzung
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wir beantragen, der Stadtrat möge beschließen:
1. Der erste Bürgermeister wird beauftragt, den Geschäftsführer der GfA Dr. König zu bitten, den Stadtrat über die derzeitige Nutzung der bei der Müllverbrennung anfallenden Energie und über die Möglichkeiten einer weiteren Nutzung zu informieren.
2. Der erste Bürgermeister wird beauftragt, über Dr. König dem Stadtrat eine Besichtigung von Anlagen zu ermöglichen, die anderweitig nicht genutzte Wärme zur Erzeugung von landwirtschaftlichen Produkten verwenden.
3. Der erste Bürgermeister wird beauftragt, nach Erledigung der Punkte zu Nummer 1 und 2 eine Vorlage erarbeiten zu lassen, die die ortsplanerischen Voraussetzungen aufzeigt, unter denen die nicht genutzte Restwärme der GfA ökonomisch und ökologisch besser, insbesondere zur landwirtschaftlichen Produktion, genutzt werden kann.

Begründung:
Zu 1. Umweltschutz und langfristige Versorgungssicherheit gebieten, mit Energie sorgsam umzugehen. Die Müllverbrennung der GfA erzeugt Energie. Davon werden knapp 60.000 MWh verstromt, ca. 55.000 MWh gehen in die Fernwärme. Aber über 230.000 MWh Niedrigtemperaturenergie verpuffen (Stand 2016). Sie könnten genutzt werden. Eine solche weitere Nutzung brächte der GfA zusätzliche Einnahmen und damit den Bürgern geringere Müllgebühren.
Es ist sachdienlich, wenn ein Experte dem Stadtrat die Möglichkeiten und Konsequenzen dieser Nutzung erläutert.
Der Zeitpunkt ist auch richtig. Mit der jüngst erfolgten Aufhebung der Veränderungssperre in der Nähe der GFA ist ein Hindernis für die Nutzung entfallen. Für Windräder gibt es andere und geeignetere Standorte, nicht aber für die Nutzung der GFA-Restwärme.
Zu 2. Es gibt viele Möglichkeiten, die Restwärme zu nutzen. Eine davon sind Gewächshäuser, in denen Gemüse, Kräuter, Obst oder Fische gezüchtet werden. Diese Lebensmittel bräuchten dann nicht mehr Tausende von Lkw-Kilometern aus spanischen oder holländischen Gewächshäusern herantransportiert werden.
Es ist sachdienlich, wenn sich der Stadtrat über verschiedene Möglichkeiten informiert.
Zu 3. Es ist nicht Sache des Stadtrates, solche Anlagen selbst zu bauen oder zu betreiben. Es bedarf allerdings nach der Vorgeschichte einer grundsätzlichen Zustimmung des Stadtrats und seiner Bereitschaft, allfällige Detailfragen im Rahmen der Bauleitplanung abzuwägen und eine im Rahmen der landwirtschaftlichen Privilegierung baurechtlich zulässige Nutzung zu ermöglichen.
gez.
Martina Drechsler,  Maximilian Gigl
Stadträte

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