AfD in Olching angekommen?
Lange Zeit blieb Olching von großflächiger Werbung der AfD weitgehend verschont. Jetzt ist die Partei auch im Stadtbild angekommen.
An einer Werbefläche in Olching wirbt die AfD-Bundestagsfraktion aktuell mit der Botschaft:
„Mehr vom Leben. Nein zur Rente mit 70!“
Doch was steckt tatsächlich hinter dieser Aussage? Und vor allem: Stimmt das, was die Werbefläche suggeriert?
Ein Blick in die Fakten lohnt sich.
Die AfD hat tatsächlich einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht. In der Drucksache 21/2165 fordert die AfD, die gesetzliche Regelaltersgrenze bei 67 Jahren festzuschreiben und eine abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren Versicherungszeit zu ermöglichen. Die Forderung „Nein zur Rente mit 70“ ist also nicht frei erfunden – sie entspricht der offiziellen Position der AfD.
Aber: Eine „Rente mit 70“ ist derzeit weder geltendes Recht noch beschlossene Politik.
Nach den geltenden Regeln wird die Regelaltersgrenze bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Für alle ab 1964 Geborenen gilt dann grundsätzlich die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.
Interessant wird es bei einem Blick auf die aktuelle Rentendebatte: Die Alterssicherungskommission hat 2026 tatsächlich vorgeschlagen, das Rentenalter ab 2031 an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln. Nach den Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung könnte die Regelaltersgrenze unter den derzeitigen Annahmen bis 2041 auf etwa 67,5 Jahre steigen – also keineswegs automatisch auf 70.
Die AfD macht aus dieser Debatte mit ihrer Kampagne eine klare politische Botschaft: „Nein zur Rente mit 70.“ Das ist zulässige politische Werbung – aber eben keine neutrale Information.
Und was fordert die AfD selbst?
Hier wird es besonders interessant.
Die AfD fordert eine neue „Abschlagsfreie Rente 45“. Danach soll eine abschlagsfreie Rente ab 63 möglich sein, wenn 45 Jahre Wartezeit erfüllt sind, davon mindestens 40 Jahre mit bestimmten Beitragszeiten. Zusätzlich schlägt die AfD eine „Rente 45 Plus“ vor, bei der unter bestimmten Voraussetzungen sogar ein Renteneintritt ohne festgelegte Altersgrenze möglich sein soll. In ihrem Antrag schreibt die AfD ausdrücklich, dass dies in Einzelfällen sogar einen Renteneintritt mit 60 Jahren ermöglichen könnte.
Das zeigt: Die Sache ist wesentlich komplizierter als der kurze Satz auf dem Plakat.
Und genau deshalb sollte man bei politischen Werbeaussagen genauer hinschauen.
Olching braucht keine AfD?
Diese Entscheidung muss jeder Bürger für sich selbst treffen. Aber eines braucht Olching ganz sicher: eine politische Diskussion, bei der nicht nur große Schlagzeilen auf Plakatwänden zählen, sondern Fakten, Hintergründe und unterschiedliche Positionen.
Politische Werbung gehört zur Demokratie. Genauso gehört es zur Demokratie, ihr kritisch zu widersprechen.
Und deshalb darf man auch bei einem AfD-Plakat in Olching ruhig einmal genauer hinschauen:
Was wird behauptet?
Was steht tatsächlich im Antrag?
Was ist geltendes Recht?
Und was ist lediglich politische Zuspitzung?
Denn gerade bei solchen Themen gilt:
Nicht das größte Plakat hat automatisch die besten Argumente.
















Die AgD ist mit einer großflächigen Werbung, die keineswegs nur in Olching von den Wänden prangt, hier bei uns aufgeschlagen.
Das ist allerdings noch keine Präsenz.
Aus meiner Sicht zum Glück, hat die AfD offenbar in Olching keinerlei eigenes Personal anzubieten, das sich um die Belange vor Ort zu kümmern bereit ist, wie das bei allen anderen demokratischen und öffentlich hier auftretenden Parteien und Wählergruppen der Fall ist.
Es ist die Methode der AgD, vermeintlichen Widerstand gegen Themen zu leisten, die tw. frei erfunden werden, um über alles und jedes und damit gegen diese Demokratie zu hetzen.
So z.B. gegen eine Rente mit 70 anzutreten, die politisch garnicht in Rede steht.
So z.B. gegen Menschen mit anderer Hautfarbe, mit unliebsamer Religion oder Lebensansichten, mit fremder Herkunft und Sprache, mit und ohne Lebensgefahr als Fluchtgrund, zu hetzen.
Menschen, die bei uns eine Chance auf eine friedliche und auskömmliche Zukunft erhoffen. Menschen, ohne viele von denen bei uns ganze Bereiche der Wirtschaft nicht mehr funktionieren würden.
Einfach infam und inhuman!!!
Dazu mit Rezepten und politischen Mustern des Vorgehens, die klar erkennbar in unserer staatlichen Geschichte schon zur schlimmsten Phase des sogenannten 3.Reiches geführt haben, wo nach 12 JAhren bereits die halbe Welt in Trümmern lag.
Nicht alle AgD-Wähler sind Nazis, das wäre eine zu simple Behauptung.
Aber die AgD ist eine von Nazis dominierte Partei, die uns in eine schlimme Zukunft führen würde, hätte sie jemals eine Chance auf erneute „Machtergreifung“.
Ein Blick in die Geschichtsbücher hilft, deren Muster und Methoden zu erkennen, und damit auch deren Ziele!
Wer wollte erneut so was erleben, so leben?