Kath.Kirche Olching: Andacht Anders. Die Ernte, die keiner sieht
| Vieles davon geschieht leise und bleibt zunächst unsichtbar. Manchmal wächst etwas gerade dann, wenn das Leben schwierig ist. Durch eine Herausforderung kann Geduld entstehen, aus einer Enttäuschung neue Stärke und aus einer schweren Zeit ein tieferes Vertrauen. Oft wird erst im Rückblick sichtbar, was sich im Inneren verändert hat. |
| Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat aus Markus 4,26–29 nahm diesen Gedanken auf. Der Mensch sät den Samen, aber er kann nicht bestimmen, wie er wächst. So ist es auch mit vielem in unserem Leben: Wachstum lässt sich nicht erzwingen. Manches braucht Zeit, Geduld und Vertrauen. |
| Unsere Seele verfügt dann über eine reiche tiefe Ernte, die sehr wertvoll ist. Denn Gott schaut nicht nur auf unsere äußeren Leistungen des Lebens, sondern auch auf das, was in uns gewachsen ist, was unsere Persönlichkeit ausmacht.In einer kleinen Theaterszene wurde diese „unsichtbare Ernte“ zunächst auf humorvolle Weise aufgegriffen. Bei einer Aktion durften alle mitmachen: Jede und jeder konnte überlegen, was im eigenen Leben gewachsen ist, und den eigenen Gedanken auf einem Transparentpapier in Obst oder Gemüseform festhalten. Die Bilder wurden auf einem großen Glas befestigt. Als dahinter eine Kerze entzündet wurde, wurden die zuvor unsichtbaren Worte im Licht sichtbar. Aus vielen persönlichen Gedanken entstand so eine ganz besondere gemeinsame Ernte. |
| Das Glas steht nun in der Kirche St. Peter und Paul auf dem Josefsaltar und lädt dazu ein, selbst innezuhalten und nachzudenken: Was ist in meinem Leben im Inneren gewachsen?
Text und Bild: V. Nette |















