
Spielplätze und Parks können mehr: Aus Klettergerüsten und Balanciermöglichkeiten wird ein spannender Bewegungsparcours.
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Aktiv im urbanen Raum: So werden Stadt und Natur zu Trainingspartnern
Bewegung ist ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden. Viele Menschen denken dabei zunächst an Fitnessstudios oder Sportvereine. Doch zahlreiche Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches Training finden sich direkt vor der Haustür. Parks, Grünflächen, Spielplätze und öffentliche Bewegungsanlagen machen den urbanen Raum zu einem vielseitigen Ort für Bewegung und Gesundheit.
„Mauern, Geländer, Spielplätze, Bäume oder öffentliche Sportanlagen können mit wenig Aufwand zu Trainingsstationen werden. So entsteht direkt vor der eigenen Haustür ein abwechslungsreicher Bewegungsparcours für Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Beweglichkeit“, sagt Inge Lexen, Bewegungsfachkraft der AOK im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Bäume sind dabei echte Allrounder. Sie eignen sich für Liegestütze im Stehen, Dehnübungen oder Slalomläufe zwischen mehreren Bäumen. Diese fördern Ausdauer, Koordination und Wendigkeit. Auch Anstiege und Hügel bieten ideale Bedingungen für das Herz-Kreislauf-Training und stärken gleichzeitig die Beinmuskulatur.
Mauern, Geländer und Laternenmasten lassen sich ebenfalls für Bewegungseinheiten nutzen. Niedrige Mauern eignen sich für Balanceübungen, die das Gleichgewicht und die Körperstabilität fördern. Geländer und Handläufe können bei Dehn-, Mobilisations- und Gleichgewichtsübungen als sichere Unterstützung dienen. Laternenmasten helfen dabei, Bewegungen kontrolliert auszuführen und die Beweglichkeit von Schultern, Rücken und Beinen zu verbessern.
Besonders vielseitige Bewegungsräume bieten öffentliche Spielplätze. Klettergerüste fördern Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Reckstangen eignen sich für Hangübungen oder erste Klimmzüge. Balancierbalken schulen Gleichgewicht und Körperwahrnehmung. Viele dieser Angebote können generationenübergreifend genutzt werden und laden dazu ein, Bewegung spielerisch in den Alltag einzubauen.
Ergänzend dazu verfügen viele Städte heute über öffentliche Calisthenics-Anlagen. Dort können mit dem eigenen Körpergewicht verschiedene Kraftübungen durchgeführt werden.
Klimmzüge, Hangübungen oder Stützvarianten fördern insbesondere die Muskulatur von Armen, Schultern, Rücken und Rumpf.
Auch alltägliche Strukturen lassen sich als Trainingsgeräte einsetzen. Treppen eignen sich für Ausdauer- und Beintraining, Parkbänke für Step-ups oder Dips. Bodenmarkierungen auf Gehwegen oder öffentlichen Plätzen können zusätzlich für Koordinations- und Sprungübungengenutzt werden. Grünflächen bieten ausreichend Raum für Gymnastik, Kräftigung oder Beweglichkeitstraining.
„Oft braucht es nur etwas Kreativität, um aus alltäglichen Strukturen einen abwechslungsreichen Trainingsparcours zu machen. Wer die Bewegungsmöglichkeiten im urbanen Raum nutzt, kann seine Gesundheit fördern und gleichzeitig mehr Bewegung in den Alltag integrieren“, betont Inge Lexen.














