Zuckerfalle im Osternest

ostereier in einem weidenkorb

Im Osternest finden sich meist nicht nur bunt bemalte Hühnereier, sondern oft auch Eier und Hasen aus Schokolade oder Zuckerguss. Mehr als die Hälfte aller Deutschen verschenken an Ostern laut einer YouGov-Umfrage aus dem vergangenen Jahr Schokolade. In den meisten Familien erhöht sich dadurch rund um die Feiertage der Verzehr von Süßigkeiten enorm. Das heißt: Im Osternest ist auch vermehrt Karies versteckt. Denn Zucker mögen die Mund-Bakterien besonders gern. Sie bilden eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. „Für die Mundhygiene hilft deshalb nur, sich nach dem Naschen die Zähne gründlich zu putzen“, so Maria Stempfhuber, Ernährungsexpertin der AOK im Landkreis Fürstenfeldbruck und ergänzt: „Zwischendurch kann man ruhig einmal auf zuckerfreien Kaugummi zurückgreifen. Der regt nämlich die Speichelproduktion an und verkürzt nach Mahlzeiten die saure Phase im Mund – ersetzen kann er die gründliche Zahnpflege aber nicht.“

Wie viel Süßigkeiten sind für Kinder noch unbedenklich?
Kleine Naschereien statt großer Süßigkeitsvorräte. Zucker hat noch weitere Nachteile. So kann er die Blutfettwerte erhöhen, sowie Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes begünstigen. „Bereits heute sind in Deutschland rund 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren von Übergewicht betroffen“, so Maria Stempfhuber. Nach den Empfehlungen des Forschungsdepartment Kinderernährung sollten Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren täglich nicht mehr als 140 Kilokalorien aus Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken aufnehmen. Dies entspricht in etwa 25 g Schokolade. Für zehn- bis zwölfjährige Kinder liegt die empfohlene Grenze bei 180 Kilokalorien pro Tag – in etwa so viel wie ein kleines Glas Limonade und 15g Schokolade. Dabei ist eine kleine Menge Süßigkeiten zu Ostern durchaus akzeptabel. Problematisch wird es jedoch, wenn die Geschenke zu einem großen Vorrat anwachsen. „Wenn Kinder über Tage oder sogar Wochen hinweg Zugriff auf große Mengen Schokolade haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie regelmäßig zu viel davon essen“, meint Maria Stempfhuber.

Alternativen zu Süßem
Wichtig zu wissen: Der menschliche Körper braucht keinen zusätzlich zugeführten Zucker. Unsere Organe, allen voran das Gehirn, benötigen zwar Zucker in Form von Glukose, um richtig zu funktionieren. Aber unser Körper kann diese aus kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln selbst herstellen. „Das heißt fürs Osternest: Dort finden sich idealerweise auch gesundes Obst, zuckerarme Fruchtriegel oder Nüsse – und alternative Ostergeschenke wie kleine Lesebücher, Malstifte oder Spiele“, schlägt Maria Stempfhuber vor.

Im Internet:
www.aok.de › gesunde-ostergeschenke-selber-machen

 

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