Kath. Kirche Olching: Trauerandacht mit Blumenzwiebeln 

Kath. Kirche Olching: Trauerandacht mit Blumenzwiebeln

In der Trauerandacht am 1. März in der Pfarrkirche Olching konnte Trauer ihren Raum haben. Rund 50 Menschen sind zusammengekommen mit Pastoralreferentin Verena Nette gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken, innezuhalten und das, was bewegt, vor Gott zu bringen.
Im Mittelpunkt stand das Licht. An der Osterkerze – dem Zeichen für die Auferstehung Christi – entzündeten die Teilnehmenden ihre persönlichen Kerzen für die Verstorbenen. In stillen Momenten konnten Dank, Bitten und unausgesprochene Worte vor Gott gebracht werden. Das wachsende Lichtermeer in der Kirche war ein berührendes Zeichen: Unsere Liebe bleibt – und wir sind mit unserer Trauer nicht allein.
Passend zum Beginn des Frühlings begleitete ein weiteres Symbol die Andacht: die Blumenzwiebel. Sie stand für das, was in der Dunkelheit verborgen wächst. In Verbindung mit dem Wort aus dem Buch Jesaja – „Seht her, ich mache etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?“ – wurde deutlich: Auch in Zeiten der Trauer wirkt Gott leise. Wie der Trieb im inneren wächst, so wirkt Gott oft verborgen unter der Oberfläche unseres Lebens. Hoffnung wächst oft unscheinbar.
Am Ende der Feier erhielt jede und jeder eine Blumenzwiebel zum Mitnehmen. Sie darf zu Hause eingepflanzt werden – dann, wenn der Moment dafür stimmig ist. Oder sie darf noch liegen bleiben, bis die eigene Trauer bereit ist für einen kleinen Schritt in Richtung Neubeginn. Die Trauerandacht soll künftig viermal im Jahr stattfinden – als offenes Angebot für alle, die einen Verlust erlebt haben, unabhängig davon, wie lange dieser zurückliegt.
Die nächsten Termine werden rechtzeitig auf unserer Webseite und im Pfarrbrief bekanntgegeben. Denn Trauer braucht Zeit. Und manchmal braucht sie einen Ort, an dem ein Licht brennt –und Hoffnung wachsen darf.
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