


In Olching haben Entwicklungspartnerschaften eine lange Tradition. Viele Bürger engagierten und engagieren sich sich in der Entwicklungsarbeit in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens. Darum haben örtliche erfahrene Entwicklungshelfer jetzt die Stiftung „Olching für die eine, unsere Welt“ ins Leben gerufen. Sie ist eine Treuhandstiftung der Stiftung VR-Bank Fürstenfeldbruck. Ziel ist die nachhaltige Weiterführung bestehender Entwicklungsprojekte und die Unterstützung aller Initiativen in der internationalen Arbeit Olchings.
Im Saal der VR-Bank in Fürstenfeldbruck wurde die Gründung während eines Festaktes vollzogen. Im Vorstand sind vertreten, Rainer Widmann, Peter Kiefer, Werner Zacher und Kathy Maaß. Der Stiftungsrat wird von Karlheinz Brunner geführt.
In seiner Festansprache wies Rainer Widmann darauf hin, dass Olching einer der wenigen Städte sein dürfte, die zwei Entwicklungshelfer als Ehrenbürger in ihren Reihen haben. Die geborene Olchingerin, Schwester Marie Stieren hat in Tasmania gewirkt. Unter anderen baute sie eine Landwirtschaft in der Savannenlandschaft auf. Sie wurde über Jahrzehnte aktiv und finanziell aus Olching unterstützt.
Der zweite Ehrenbürger, Pfarrer Josef Aicher war Kaplan in Olching. Seit 46 Jahren wirkt er im Kongolesischen Regenwald. Er kümmert sich unter anderem um Schulen, Handwerkerausbildung und Landwirtschaft. Auch er wird seit von den Olchingern unterstützt. Am wichtigsten ist ihm den Regenwald zu schützen. Mit Hilfe seiner Olchinger rettete er eine halbe Million Hektar Regenwald vor dem Kahlschlag.
Es gibt viele weitere Initiativen. Zum Beispiel haben die Pfadfinder seit über 40 Jahren eine Partnerschaft mit den bolivianischen Pfadfindern in Potosie. Zwei junge Männer der evangelischen Jugend fuhren mit einem Lastwagen quer durch Afrika und lieferten ihnen bei der Partnergemeinde in Tansania ab. Die Schnitz- und Krippenfreunde unterstützen die Kunstschule in Kpalime in Togo. Der Olchinger Facharzt für Orthopädie Dr. med. Franz Hunger wirkte in Kambodscha. Die Hausärztin Dr. med. Daniela Rüth arbeitet in ihrem Urlaub in Krankenhäusern in den Slums Afrikas. Diese Liste könnte noch weiter fortgeführt werden.
Die Stadt Olching sieht sich als Teil der Weltgemeinschaft. Die neue Stiftung „Olching für die eine, unsere Welt“ will diese Initiativen weiter unterstützen. Dabei soll aktive Arbeit geleistet werden, aber auch Geld für alte und neue Projekte gesammelt werden. Ein Vorteil der Stiftung ist, dass sie öffentliche Gelder bekommen kann. Projekte können bis zu 75% gefördert werden. Ein Beispiel sind Schulen. Eine Dorfschule in Afrika kostet etwa 60 000,-€. Das bedeutet nur 15 000,- € müssen durch Spenden aufgebracht werden, 45 000,-€ zahlt der Staat dazu.
Es gibt laufende Projekte der Kolpingsfamilie Olching die weitergeführt werden. So ist vor kurzem ein Container aus Olching im Kongo angekommen. Er muss noch durch das Land in die Diözese von Pfarrer JosefAicher gebracht werden. Unter anderem enthält er 30 Tretnähmaschinen. Diese kommen in den Regenwal zu einer Nähschule.
Im Kenyanischen Eldoret entsteht zur Zeit die Schule „Billys house of hope“. Der Brunnen wurde bereits gebohrt. Die Bauarbeiten beginnen demnächst. Die ersten Kinder werden breites in einem angemieteten Gebäude unterrichtet.
Geplant sind mehrere Kleinprojekte im Kongo. Es soll dafür geworben werden, dass diese von Firmen oder Personen übernommen werden.
Die Gründer der Stiftung sind sich im klaren, dass sie nicht die gesamt Welt retten können. „Es hält uns aber niemand davon ab, dass wir damit anfangen, so der Vorstand der Stiftung.
Wer die die Arbeit der Olchinger Eine-Welt-Initiativen unterstützen will kann dies tun:
Spendenkonto der Stiftung: VR-Bank Olching für die eine, unsere WeltIBAN: DE41 7016 3370 0001 5466 86, BIC: GENODEF1FFBVerwendungszweck: „Olching für die eine, unsere Welt“,Spendenquittung ab 300 €
Bild: Die Vorstandschaft der Stiftung „Olching für die eine, unsere Welt“: Werner Zacher, Kathy Maaß, Rainer Widmann, Peter Kiefer.
Text und alle Rechte bei Rainer Widmann












