Wahlkampf-Kommentierung eines Kommunal-Fossils:

Große Ständer an jeder Ecke der Stadt, ansonsten dünnste Inhalte ???

In meinen 50 Jahren als Bürger dieser Stadt erlebe ich nun den 9. Kommunalwahlkampf. Bei jedem habe ich irgendwie mitgearbeitet, mal nur als „politischer Helfer“, über Jahrzehnte als Kandidat und/oder Mandatsträger.

Eines erlebe ich allerdings in diesem Wahlkampf zum wirklich ersten Male: Politisch inhaltliche greifbare Aussagen werden von der CSU geradezu verweigert. Nur seitenlange Allgemeinplätze sowohl vom Landratskandidaten als auch vom Bürgermeister-kandidaten der CSU. Will sich die CSU nirgendwo festlegen?

Zu den wichtigsten Olchinger Themen der Stadtentwicklung kommen nur Phrasen. Die Freien Wähler (heute „Für Olching“, trotzdem z.T. Aiwanger-Freunde), die mit ihrem „Konzept Paulusgrube“ das größte aller Wolken-Kuckucksheime präsentieren, können offenbar damit rechnen, dass die CSU sich zu diesem Kernthema völlig ruhig verhält. Dabei fordert Papa Gigl als „grösster Aiwanger-Macker der FW am Ort“ hier etwas, das Sohn Gigl als Bgm.-Kandidat der CSU eigentlich hellauf lachend, besser noch weinend umgehend ablehnen müsste! Vorausgesetzt, dass er sich jemals näher mit der Situation um den Bahnhof, um die Paulusgrube und um das gesamte Bahnhofsgelände bis zum Hotel Schiller hin befasst hat. Aber: Nur Allgemeinplätze zum Filetstück der innerstädtischen Grundstücke der Stadt. Der Vorschlag wirft die Diskussion um die Stadtentwicklung um mindestens 20 Jahre zurück, wirft 8-10 Jahre teurer und intensivster fachlicher Planungen in die Tonne, würde geschätzte 120-150 hin bis zu 200-250 Millionen Euro kosten! Wo sollen die herkommen? Zudem würde damit kaum einen Rückfluss der Investitionen in die Stadtkasse generiert.

Julia Worch hat hier für die SPD klare Vorstellungen formuliert, sowohl für den Bahnhofs-Bereich Olching als auch für den in Esting. Solche, die auch machbar sind, die die Stadt weiter bringen, die unseren Menschen dienen. Vom CSU-Kandidaten dagegen kein konkretes Wort! An jeder Ecke der Stadt wird uns lediglich dünnste Zukunft auf größten Ständern präsentiert?

Als ehemaliger Referent für Stadtentwicklung kann ich nur den Kopf schütteln über solche Machenschaften! Die würden dieser Stadt massivst schaden! Ob ich es nach über 40 Jahren Dauerdebatte um die Entwicklung dieses Stadtgebietes wohl noch erlebe, dass hier was weiter geht, wenn das so weiter geht???

Oder wird es so laufen wie unter Landrat Karmasin mit unserem Gymnasium? Dem habe ich vor über 20 Jahren als Kreisrat nachdrücklich die Sanierung empfohlen, damals auf ca. 20 MIO Euro geschätzt. Jetzt wird dies uns alle ca. 85 bis 100 MIO € kosten und nach Fertigstellung (wann denn nun ???) evtl. gleich zu klein sein, zudem wahrscheinlich noch deutlich mehr kosten!!! Erfolgreich 25 Jahre vor sich hin gedämmert und auch nur „große Ständer“ allüberall ???

gez. Alfred Münch MdL a.D. ehemaliger Referent für Stadtentwicklung, Energie und Klimaschutz im Stadtrat Olching

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Eine Antwort zu Wahlkampf-Kommentierung eines Kommunal-Fossils:

  1. Gottfried Schwarzmann sagt:

    Lieber Herr Münch,
    Ihre sogenennten fachlichen Aussagen zu der von der Kandidatin Worch ausgesagten
    Allgemeinplätze sind in keinem Fall hilfreicher als die übrigen Veröffetlichungen der am Wahlkrampf beteiligten Perspnen. Auch Ihre ach so wichtigen Stellungnahmen sind nur Verunklipfungen. Wer solange in der Politik war, dürfte schon mehr Inhalte anbieten.
    Aber es sind ja nur noch Wochen, bis dieses neue Theater zu Ende ist.
    MfG Gottfired Schwarzmann – mit Ihnen lange genug in der Olchinger Politik.

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