Der Karsamstag wird auch der „stille Samstag“ genannt. Jesus ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Im kirchlichen Jahr der Tag der Grabesruhe. Nach der Sterbestunde Jesus schweigen die Glocken, die Osterkerze ist erloschen.
Im Alltag ist der Karsamstag oft alles andere als still: Einkäufe fürs Osterfest, letzte Erledigungen, vielleicht Ostereierfärben. Doch dieser Tag kann mehr. Er lädt ein zum stillen Gebet – und zum Aushalten der Leere, zum Aushalten dumpfer Trauer. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wer so etwas schreit, fühlt sich allein und die bohrende Frage: „Wo ist Gott?“
Der Karsamstag ist der Tag im Jahr, an dem es wirklich still sein darf: ein Tag der Ruhe, der Klage und der Bitte.
Wir laden ein in die Johanneskirche zum Klageweg am Karsamstag. Dieser hilft innezuhalten und auszuhalten. Er gibt Raum für Klage, Vertrauen und Bitte.
Am Karfreitag feiern wir um 15 Uhr eine Andacht zur Todesstunde Jesus. Danach ist der Klageweg zu den gewohnten Öffnungszeiten der Johanneskirche zugänglich, besonders auch am Karsamstag bis in die Abendstunden hinein.













