„Wir haben gesehen, wie gut man Abwärme ökonomisch und ökologisch nutzen kann.“ Dieses Fazit zog CSU-Ortsvorsitzender Maximilian Gigl aus einem Studienausflug der CSU-Fraktion und des CSU-Ortsverbandes nach Oberfranken. Dort züchtet das Tropenhaus Tettau auf ca. 0,3 Hektar delikate Tropen-Nutzpflanzen und exotische Speisefische. Der Clou: Ca. 90 % der gesamten Energie sind regenerativ, 11 % Sonnnen-Energie, 80 % werden aus der Abwärme eines Glaswerkes gewonnen. Diese Abwärme wird mit 40° Celsius über 400 Meter herangeführt und heizt das gesamte Tropenhaus und mehrere Fischzuchtbecken. Die Früchte werden vor Ort oder an Sterne-Köche in der Umgebung verkauft. „Wir konnten persönlich testen: reif geerntete Bananen schmecken einfach runder,“ so die 2. Bürgermeisterin Maria Hartl.
Bei Rosenheim produziert ein mit Erdwärme geheiztes ca. 11 ha großes Gewächshaus Tomaten für den Großraum München. Das erspart der Umwelt Importe aus Spanien oder Holland mit jährlich 1,1 Millionen Lkw-Kilometer.
Die CSU-Fraktion kündigte in diesem Zusammenhang eine neue Initiative zur Nutzung der Abwärme aus der Müllverbrennung der GFA in Geiselbullach an. Dort verpuffen derzeit zwei Drittel der Energie, nämlich über 230.000 MWh Niedrigtemperaturenergie (unter 100° Celsius). Die Beispiele zeigen: Die Energie kann und muss müssen genutzt werden! Bislang blockierten das SPD, FWO und Grüne, weil sie im Grasslfinger Moos lieber 200 m-Windräder wollen. Die Veränderungssperre ist aber mittlerweile abgelaufen. Für Windräder gibt es andere Standorte, für die Nutzung der GFA-Restwärme nicht.
CSU-Fraktionsvorsitzender Tomas Bauer: „Umweltschutz und langfristige Versorgungssicherheit gebieten, mit Energie sorgsam umzugehen. Das gilt erst recht, wenn das für Verbraucher und Gebührenzahler wirtschaftliche Vorteile bringt.“
gez.
T. Bauer
CSU-Stadtratsfraktion Olching
Vorsitzender: Dr. Tomas Bauer
Stellvertreter: Maximilian Gigl, Josef Neumaier
fraktion@csu-olching.de, www.csu-olching.de
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Typisch! Jeder gute Vorschlag wird gleich wieder runtergemacht. Münch sagt „lasst uns darüber reden“. Aber wenn etwas von Bauer dem Fraktionssprecher der CSU kommt dann kann er überhaupt nicht mehr reden. Persönliche Dinge haben im Gemeinderat nichts zu suchen Herr Münch. Da zählt der Bürger! Sie sind erst vier Jahre im Gemeinderat wie Sie schreiben und ja Sie wissen wirklich nicht viel. Den Vorschlag von Frau Jaschke finde ich nicht verkehrt, aber als ehemaliger Graßlfinger will ich kein Windrad im Moos.
Auf den ersten Blick eine bestechende Idee, die Niedrigenergieabwärme der Müllverbrennung zum Beheizen von Gewächshäusern zu nutzen – zumindest solange die damit einhergehende Vernichtung fruchtbaren Bodens nicht in Betracht gezogen wird. Für das seinerzeit beabsichtigte Projekt sollten auf 20 Hektar 2 Gewächshäuser errichtet werden und da die Tomaten nicht im Boden, sondern in sterilem Kultursubstrat herangezogen werden, der Oberboden abgetragen werden. Angesichts der ohnehin massiven Flächenversiegelung in unserem Ort gab und gibt unsere Grünen-Fraktion einer sauberen und – wie die Windkraftanlagen westlich von Fürstenfeldbruck unter Beweis stellen – wirtschaftlichen Energiegewinnung durch Windenergie den Vorzug im Graßlfinger Moos. Zumal hier geeignete Vorrangflächen identifiziert wurden und es zudem Bestrebungen von Olchinger BürgerInnen gibt, dort trotz der unsinnigen 10 H-Regelung ein Windrad zu errichten. Doch für dieses Vorhaben ermangelt es leider an Unterstützung aus Verwaltung und Politik.
Und nicht zuletzt sei erwähnt, dass der Anbau delikater Tropen-Nutzpflanzen und die Zucht exotischer Speisefische in unseren Breiten technisch sicher möglich sein wird, aber ökologische Folgen wie beispielsweise Verbreitung neuer Erreger (gegen die dann ein Mix aus Pestiziden und Antibiotika eingesetzt werden muss) nach sich ziehen wird. Ganz abgesehen davon, dass eine Ernährung überwiegend mit saisonalen und heimischen Produkten nicht nur für uns, sondern auch global betrachtet die nachhaltigste Form der Ernährung ist.
So ganz neu sind ja diese Ideen nicht, werden schon lange kontrovers diskutiert.
Warum kontrovers?
Weil es nicht nur um die Frage der noch freien Energiemengen geht, die von der GFA zu übernehmen wären, sondern auch um die Frage, wie wir stadtentwicklungsseitig planerisch mit den Flächen neben der GFA umgehen.
Ich staune auch darüber, dass angeblich SPD, Grüne und FW für ein 200mtr-Windrad seien, statt beheizte Treibhäuser neben der GFA anzusiedeln.
In den letzten 4 Jahren ist über dieses Thema im Stadtrat kein einziges Mal gesprochen worden, wenn ich dabei war. Einmal mehr Dr.B.´s FakeNews???
Ich bin als Stadtentwicklungs- und Energiereferent offen für alle ernsthaften Diskussionen, aber dann bitte auch unter Abwägung aller einschlägigen Gesichtspunkte, also auch Umwelt- und Klimaschutz sowie Stadtentwicklung.
Darüber wird u.a. im Energieforum gesprochen werden, das in diesen Tagen seine Arbeit aufnimmt.
Und dort kann ohne wechelseitige Unterstellungen über z.B. die Fragen gesprochen werden, ob Olching einen Standort für Windkraft sieht, ob wir eine bauliche Entwicklung entlang der Autobahn im Grassfinger Moos wirklich wollen sollen, wie weit die sich voraussichtlich dann entwickeln würde (bis nach München rein?), wie die noch verfügbare GFA-Energie sinnvoll verwendet werden kann, wie wir für Olching ein energetisches Gesamtkonzept auf möglichst breiter Basis regenerativer Energien voran bringen können usw.
Und die CSU mit Ihrem Vorschreiber Dr. B. hat sicher nur versehentlich vergessen zu erwähnen, dass z.B. das neue Gewerbegebiet an der B471 kpl. mit GFA-Wärme versorgt wird und die dort erforderlichen Eigenstrommengen bereits regenerative auf den Dächern erzeugt werden. Auch das Neubaugebiet Schwaigfeld wird dank der Arbeit der Stadtwerke überwiegend mit GFA-Wärme versorgt, dies zu wettbewerbsfähigen Preisen.
Olching pennt nicht, sondern es wird hier aktiv an guten Lösungen gearbeitet.
Wo immer dazu gute Ideen herkommen, werden diese gerne aufgenommen.
Nur: Ist jede CSU-Idee auch a priori gut?!!
Lasst uns darüber reden, aber nicht ideologisiert festgefahren in den eigenen Meinungen. Und schon garnicht mit vorauslaufenden Unterstellungen a la Dr.B.
Na, dann macht mal was – möglichst schnell!
Endlich wieder mal vernünftige Vorschläge. Da müssten doch a l l e Parteien begeistert sein.