


Mehr Sachlichkeit täte dem Wahlkampf gut
Der jüngste Beitrag über das verunglückte Tier wirkt deutlich konstruktiver als der polternde Brief eines Alt-Politikers, der sich nun wieder lautstark in den Olchinger Kommunalwahlkampf einmischt.
Bislang verlief der Wahlkampf in Olching erfreulich sachlich und ohne persönliche Attacken. Unterschiedliche Positionen wurden diskutiert, Argumente ausgetauscht – so, wie es sich für eine lebendige demokratische Auseinandersetzung gehört.
Umso überraschender kam nun der verbale Rundumschlag eines altgedienten Kommunalpolitikers, der offenbar das Bedürfnis verspürt, noch einmal kräftig dazwischen zupoltern. Die Frage drängt sich auf: Braucht´s das wirklich?
Eigentlich nicht.
Die Olchinger Wählerinnen und Wähler sind gut informiert. Wahlkampfbroschüren, Plakate, Veranstaltungen und zahlreiche Gespräche bieten ausreichend Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen. Zusätzliche Schärfe in Form persönlicher Angriffe braucht es nicht. Denn wie bei jedem guten Rezept gilt: Zu viel Würze verdirbt am Ende den Geschmack.
Am 8. März werden die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Dann wird sich zeigen, welche Art von Beitrag im Wahlkampf überzeugt – sachliche Argumente oder laute Töne.i
Ein Beitrag der Redaktion des Olching Blog Teams














Über Stil und Form ließ sich schon immer trefflich streiten – bei der Begründung von Vorhaben oder allgemeiner bei Inhalten tun sich manche da schon sehr viel schwerer. Das gilt insbesondere für die von den (noch immer) Freien Wählern projektierte Bebauung der Paulusgrube mit einem einige Dutzend Millionen Euro teueren neuen Rathaus sowie eines Veranstaltungszentrums für jährlich eine Handvoll Großveranstaltungen, für die ja vor gut einem Jahrzehnt die Schwaigfeldhalle geplant und gebaut wurde und für das in ausreichendem Maße andere Baulichkeiten mittlerer Größe vorhanden sind.
Betrachtet man die Vorstellungen der Freien Wähler aus finanzwirtschaftlicher Sicht, dann wird klar, dass ein kreditfinanziertes Mehrfaches des Gesamthaushalts der Stadt weit mehr ein finanzpolitischer Alptraum denn verantwortliche Kommunalpolitik ist. Das gilt erst recht vor dem Hintergrund, dass die bayerischen Kommunen samt und sonders in den kommenden Jahren mehr als klamm sein werden, dass sie mit Müh und Not gerade mal ihre Pflichtaufgaben nach Art. 57 BayGO erfüllt bekommen. Betrachtet man in diesem Zusammenhang auch noch die Millionenlöcher, die das PUC und Fürstenfeld Jahr für Jahr in den Stadtsäckel finanziell deutlich besser gestellter Kommunen reißen…
Dies alles und einiges mehr hätten die Matadore der Freien Wähler, die Kollegen Eibl und Zachmann, unter anderem in den Haushaltsberatungen des Hauptausschusses erfahren können – wenn sie dort, als es um die Finanzen der Stadt ging, nicht zur Überraschung aller Anwesenden durch Abwesenheit geglänzt hätten. Dem vielgescholtenen Alfred Münch, und dessen darf sich jeder sicher sein, wäre so etwas niemals passiert.
Liebes Redaktionsteam,
besten Dank für eure Sicht auf die Wichtigkeiten in einem Kommunalwahlkampf.
„Pferd schlägt den Hinweis auf einen Planungsfehler von 120-150 MIO Euro!!???“
Ich verstehe, nachdem ich die Interessen, die handelnden Personen und die politischen Ränkespiele in der Stadt gut kenne und einschätzen kann, dass es einzelnen Agierenden unangenehm ist, wenn meine Fragen plötzlich öffentlich in den Raum gestellt werden.
Aber mal an die politisch nicht selbst agierenden Mitglieder der „Redaktion des Olching Blog“ die Frage, ob es sie nicht interessiert, was Bürgermeister-Kandidaten zu den Fragen meinen:
1. Woher angesichts einer langjährig erarbeiteten städtischen Planung zum Bahnhofsgelände das Geld und die Zeit für einen völlig neuen Vorschlag kommen sollen,
– der von 120-150 MIO Euro bis zu 200-250 MIO € kosten dürfte,
– der aus meiner Sicht nicht finanzierbar wäre und
– der dazu die akuten städtischen Bedürfnisse nicht mal auch nur im Ansatz bedient?
Der Vorschlag kostet die Stadt Geld, dass sie auch in besten wirtschaftlichen Zeiten niemals selbst aufbringen kann.
2. Wie lange soll die Stadt noch durch ständig neue Ideen (ich nenne die jetzige eine Schnapsidee) blockiert werden , indem ständig neue, nicht realisierbare Wünsche, Forderungen und Erwartungen geweckt werden?
Wenn wir so weiter machen, wird auch in weiteren 40 Jahren nichts passieren
(so lange dreht sich die Debatte bereits um die sog. „Paulusgrube“, wobei das heutige Grundstück dank Andreas Magg`s vorausschauender Grundstückspolitik heute fast 3-fach so groß ist).
Der Stadtrat in seiner Fraktionen-Zersplitterung hat bisher bestenfalls entschieden, was er nicht will.
Und keineswegs eine persönliche Diffamierung, sondern Fakt:
Ich finde, es ist interessant für die Bevölkerung zu wissen, dass Papa Gigl einerseits über „Für Olching“ zum Stadtrat angeblich völlig parteifrei, und parallel über Aiwangers Partei „Freie Wähler“ zum Kreistag kandidiert?
Für mich ist das ein „hinter die Fichte führen“ der Bevölkerung unter dem Mäntelchen politischer angeblicher Unabhängigkeit.
Ehrgeiz entschuldigt nicht alles, und das sollte „Für Olching“ auch beachten!
Zu den Anmerkungen ums Olchinger Gymnasium hoffe ich, dass wir uns wenigstens dazu einig sind. Oder passt euch das auch nicht?
Der „Redaktion“ würde ich anraten, eine dringend erforderliche Debatte um die Zukunft unserer Stadt nicht damit unterbinden zu wollen, dass sie plötzlich beginnt, unliebsame Beiträge selbst zu kommentieren. Es langt, wenn von den Gefragten niemand antwortet, denn keine Antwort ist bekanntlich manchmal auch eine!
Es geht euch doch sicher nicht darum, das Wirken einzelner Mitglieder des Gewerbeverbands im politischen Raum vor unliebsamen Debatten zu schützen, oder???
Ich jedenfalls melde mich nicht als persönlich interessiert und um eigener Vorteile willen!!! Vielmehr sehe ich ernsthafte Fehlentwicklungen für die Zukunft unserer Stadt, zu denen ich nach über 50 Jahren Arbeit für unser Gemeinwesen nicht schweigen will und werde.
Auch nach der Wahl nicht, falls das dann noch erforderlich sein wird!
Freundlichst
Euer
Alfred Münch