
„Bavaria ruft!“: Starkes Zeichen für Frauen in der Kommunalpolitik
Rund 200 Frauen versammeln sich zum bayernweiten Gruppenfoto an der Bavaria
Unterstützung durch Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Frauenministerin Ulrike Scharf und „Mama Bavaria“ Luise Kinseher
München, 31. Januar 2026 – Kurz vor der bayerischen Kommunalwahl, die in diesem Jahr mit dem Weltfrauentag zusammenfällt, haben sich auf der Münchner Theresienwiese bei der Bavaria zahlreiche Bürgermeisterinnen, amtierende Kommunalpolitikerinnen, Kandidatinnen und viele engagierte Mitstreiterinnen versammelt, um ein kraftvolles, überparteiliches Zeichen für mehr politische Repräsentanz von Frauen zu setzen. Das dabei entstandene Gruppenfoto markiert den Höhepunkt einer fast zweijährigen bayernweiten Bewegung der Initiative „Bavaria ruft!“.
Unter den prominenten Teilnehmerinnen, die sich vor der Bavaria einfanden, war auch die Kabarettistin Luise Kinseher, vielen bekannt als „Mama Bavaria“ vom Nockherberg. Sie setzte bewusst ein sichtbares Zeichen der Solidarität, nicht zuletzt aus persönlicher Erfahrung. Denn, so Kinseher: „Es fühlt sich oft so an, als würde man angegriffen werden, nur weil man als Frau die Stimme erhebt. Deshalb müssen wir uns zusammenschließen, uns stärken und uns gegenseitig Mut machen, egal aus welcher Partei wir kommen.“
Initiiert wurde die Aktion von den Bürgermeisterinnen Kathrin Alte (Gemeinde Anzing), Dr. Claudia Alfons (Stadt Lindau) und Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, gemeinsam mit weiteren Engagierten aus Politik und Verbänden. Unterstützt wird „Bavaria ruft!“ vom Bayerischen Landesfrauenrat, dem Katholischen Deutschen Frauenbund, Landesverband Bayern (KDFB), dem Bayerischen Jugendring (BJR), der KLJB, zahlreichen kommunalen Frauenlisten und dem Verein FidiP – Frauen in die Politik e.V.
Als prominente Schirmherrinnen stehen Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hinter „Bavaria ruft!“. Scharf unterstreicht die Bedeutung der Initiative mit deutlichen Worten: „Frauen in der Politik sind ein MUSS und keine Option. Die Kampagne ‚Bavaria ruft!‘ hat die Sichtbarkeit politisch engagierter Frauen enorm erhöht. Wir senden heute von der Bavaria ein starkes Zeichen: Bitte gehen Sie am 8. März wählen!“
„Bavaria ruft!“ verfolgt das Ziel, mehr Frauen auf die Stimmzettel zu bringen und dort auch erfolgreich zu machen. Landtagspräsidentin Aigner formuliert den entscheidenden Schritt so: „Die parteiübergreifende Initiative ‚Bavaria ruft!‘ hat es geschafft, Schlagzeilen zu machen: Das Thema, dass wir mehr Frauen in der Politik brauchen, hat in ganz Bayern große Aufmerksamkeit bekommen, viele Frauen in Kontakt gebracht und motiviert, den Schritt für eine Kandidatur zu wagen. Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, den Frauen auch ihre Stimme zu geben“, so Aigner.
Zentrale Botschaft: Politik braucht Frauen, und zwar auf allen Ebenen
Seit ihrem Kick-off im März 2025 hat die Initiative mehr als 50 Veranstaltungen in ganz Bayern auf die Beine gestellt – von Hof bis Augsburg, von Hettstadt bis Wolfratshausen. Im Zentrum stand dabei stets dasselbe Ziel: Frauen sichtbar zu machen, sie zu ermutigen, zu vernetzen und sie einzuladen, sich politisch einzubringen. Denn demokratisch wird Politik erst dann, wenn die Lebensrealitäten aller Menschen vertreten sind.
Stolz blickt Kathrin Alte auf die Kraftanstrengung zurück, die der Initiative ihren Schwung verliehen hat: „Fast ein ganzes Jahr ehrenamtliche Arbeit bei ‚Bavaria ruft!‘ zeigt, wie viel gute Ideen, Zuversicht und Zusammenhalt es bei den Frauen in der Kommunalpolitik gibt. Ich sage ein großes Dankeschön an alle Unterstützerinnen!“
Die Begeisterung, die „Bavaria ruft!“ seit ihren Anfängen trägt, beschreibt Claudia Alfons so: „In den letzten Monaten haben wir in eindrucksvoller Weise erlebt, wieviel Kraft entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig ermutigen, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Gemeinden, unsere Demokratie und eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten.“
Und Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, bringt es auf den Punkt: „Bavaria hat gerufen und viele Frauen sind gekommen, um deutlich zu machen: Politik braucht unsere Stimmen, unsere Perspektiven und unsere Entscheidungen.“
Weitere Stimmen der Unterstützerinnen:
Monika Meier-Pojda, Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrats: „In der Kommunalpolitik, wo Demokratie ihre Basis hat und das Lebensumfeld der Menschen unmittelbar betroffen ist, müssen Frauen ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen.“
Tanja Pichlmeier, kommissarische Landesvorsitzende des KDFB Bayern: „Gleichberechtigung entsteht nicht nur durch Tempo, sondern vor allem durch Beharrlichkeit – gestern wie heute, auch in der Politik. Ich liebe diese Eigenschaft und dennoch ist es tatsächlich immer noch herausfordernd für uns: Ruth Bader Ginsburg war nicht wegen ihrer Intelligenz oder ihrer Fachkenntnis erfolgreich, sondern wegen ihrer Beharrlichkeit. So wie viele andere herausragend engagierte Frauen auch, die sich eben seit mehr als 120 Jahren für die Gleichberechtigung einsetzen.“
Sabine Appelhagen, Präsidentin des Vereins Frauen in die Politik e.V.: „Wenn sich Politikerinnen über Parteigrenzen hinweg zusammentun, können auch vermeintlich unerreichbare Projekte gelingen. Das hat die überparteiliche Initiative „Bavaria ruft!“ gezeigt! Und; das ist auch unser Antrieb bei FidiP e.V.“
Weder in der Landes- noch in der Bundespolitik ist der Anteil von Frauen so gering, wie in der Kommunalpolitik. In nur ca. 10 Prozent der bayerischen Rathäuser sitzt eine Frau im Chefsessel. Sitzungen zu später Stunde, Vereinbarkeitsprobleme, fehlende Vorbilder oder eine konfrontative politische Kultur gelten als wesentliche Hürden. „Bavaria ruft!“ will Frauen motivieren, ihren Platz in der kommunalen Selbstverwaltung einzunehmen, und zwar nicht als Ausnahme, sondern als Normalität.
Nach dem Fototermin legt die Initiative eine kurze Wahlkampfpause ein. Im Frühjahr 2026 soll „Bavaria ruft!“ mit neuen Formaten, verstärkter Netzwerkbildung und weiteren bayernweiten Veranstaltungen fortgeführt werden.
Bildmaterial & Rückfragen:
Das Gruppenfoto in druckfähiger Auflösung liegt bei. Bitte verwenden Sie den Bildnachweis: Andre Bechtel.
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