Neuwahl des Ortsvorstands

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Tatendrang: Der neugewählte Vorstand des BN Olching hat sich vor allem praktischen Arten- und Umweltschutz vorgenommen. Von links: Anton Posch, Janet Thiele, Viktoria Leno, Peter Knoll, Nicole Bottesch. Foto: Nicole Bottesch

Bäume im Blick

Olching — Arten- und Umweltschutz mit konkreten Maßnahmen praktizieren, weniger kritisieren, mehr machen — das hat sich der neugewählte Ortsvorstand der Ortsgruppe Olching des Bund Naturschutz vorgenommen. In der Jahresmitgliederversammlung wählten die Mitglieder die Diplom-Biologin Nicole Bottesch zur 1. Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter ist Peter Knoll.
Bottesch ist Projektmanagerin im Projekt „Aktionsbündnis Streuobst“ des Bund Naturschutz in Bayern. Der Journalist und Politikberater Knoll ist der Projekt- und Redaktionsleiter von Baumpflegeportal.de. Beide haben gemeinsam die Weiterbildung zur/zum „Zertifizierten Obstbaumwart(in)“ absolviert. Daher ist es naheliegend, dass der neue Vorstand in seinem ersten Amtsjahr die Biotoppflege und insbesondere die Pflege von Streuobstwiesen zum Arbeitsschwerpunkt gewählt hat. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Erhaltung des alten Baumbestands in Olching sein.
Der übrige Vorstand war schon bisher im Amt. Die Mitglieder wählten Janet Thiele erneut zur Schatzmeisterin, Viktoria Leno bleibt Schriftführerin und Anton Posch Beisitzer. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die langjährige Vorsitzende Eugenie Scherb und ihre Stellvertreterin Ingrid Jaschke traten auf eigenen Wunsch nicht zur Wiederwahl an, um einen Generationswechsel einzuleiten. Beide stehen dem neugewählten Vorstand weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
Nach der Wahl bedankte sich Nicole Bottesch ganz herzlich bei Eugenie Scherb und bei Ingrid Jaschke: „Sie haben in schwierigen Zeiten ausgezeichnete Arbeit geleistet und sich mit vollem Engagement für die BN-Ortgruppe Olching eingesetzt — und dafür sind wir unendlich dankbar!“
Viktoria Leno

Kopfweiden schneiden am Amperkanal:

Rückschnitt ist aktiver Umweltschutz
Olching – Am Valentinstag griff der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Olching, eine alte Tradition wieder auf: Rückschnitt der Kopfweiden am Amperkanal. 15 Helferinnen und Helfer, darunter mehrere Familien mit kleinen Kindern, packten tatkräftig an. Diese hatten sichtlich Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Das Material stellt die Ortsgruppe vor allem örtlichen Kindergärten und Schulen für das Basteln mit natürlichem Material kostenlos zur Verfügung: Darüber freuen sich die Rappelkiste, der Hort an der Heckenstraße und die Grundschule Grasslfing. Auch bei Kunst im Garten in Gröbenzell sollen aus den Weidenzweigen geflochtene Werke verkauft werden und der Erlös der Naturschutzarbeit zufließen.
Kopfweiden sind regelmäßig im Winter zurückzuschneiden — idealerweise gegen Ende des Winters vor dem Neuaustrieb. Diese Maßnahme verhindert, dass die Äste unter ihrem eigenen Gewicht abbrechen. Die dadurch entstehenden Wunden können den Stamm schwer schädigen. Der regelmäßige Rückschnitt fördert das Wachstum neuer Ruten, erhält die charakteristische Kopfform und schafft wertvolle Lebensräume für Vögel und Insekten. Nach neueren Untersuchungen lassen sich weit über 100 verschiedene Arten in Kopfweiden nachweisen.

Obstbäume veredeln in Theorie und Praxis

Obstbäume veredeln in Theorie und Praxis
Olching – Wie lassen sich seltene alte Obstsorten erhalten? Warum ist das Veredeln von Obstbäumen überhaupt nötig? Was ist dabei zu beachten? Antworten auf diese Fragen lieferte der Veredelungskurs des Bund Naturschutz Olching. Nach kurzer Einführung durch Obstbaumwart Peter Knoll veredelten die Teilnehmenden Apfel- und Birnen-Unterlagen für den Hausgarten und/oder die Streuobstwiese.
Ein veredelter Obstbaum besteht regelmäßig aus einer Unterlage (der Teil mit der Wurzel) und einem „Edelreis“, dem oberen Bereich, an dem später die Früchte hängen. Beide Teile sind miteinander zu verbinden, dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Entscheidend bei allen Methoden ist, dass die jeweilige Wachstumsschicht, das Kambium, miteinander direkt verbunden wird. Zur Wahl standen als Edelreiser bekannte Standardsorten wie Kaiser Wilhelm oder die seltene Lokalsorte Zuccalmaglio.
„Die Veredelung ist nötig, um sortenreine Obstbäume zu erhalten, die optimal angepasst auf die jeweiligen Umweltbedingungen sind. Es macht einen Riesen-Unterschied, ob der Baum auf einem sandig-trockenen oder einem schweren, lehmigen Boden gedeihen soll“, sagt Peter Knoll. Die Unterlage sei zudem entscheidend für die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, die Wüchsigkeit, die Frosthärte und viele weitere Faktoren. „Für den Hausgarten bieten sich eher schwach wachsende Unterlagen an, für die Streuobstwiese in erster Linie Sämlingsunterlagen.“

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