
Verlieren, aber trotzdem stolz sein können – geht das denn? Es geht, weil es immer darauf ankommt, gegen wen und vor allem wie man verliert!
„Die ersten fünf Teams kommen weiter!“ Mit dieser Ansage begrüßte Staffelleiters Stefan Huber von den Lechrain-Volleys die teilnehmenden Teams der U13- Kreismeisterschaft Oberbayern-West. Auf acht Spielfeldern, die in der Olchinger Schwaigfeldhalle aufgebaut waren, ermittelten anschließend 20 teilnehmende Mannschaften den U13-Kreismeister 2025/26. Und weil die Kreismeisterschaften in den Jugendklassen U12 und U13 auch gleichzeitig die Qualifikation zur Oberbayerischen Meisterschaft sind, waren die vom Staffelleiter ausgelobten fünf Tickets die Hauptpreise des Turniers.
Die drei Estinger Basisteams, von denen eines bereits im Hauptturnier mitspielen durfte, lernten wieder aus den Begegnungen mit den Spitzenteams und lieferten sich anschließend mit den schwächeren Teams spannende Duelle auf Augenhöhe. Unter Wettkampfbedingungen zocken, das ist in Esting mehr als nur viel Spaß haben – das ist auch kämpfen und Resilienz lernen.
In der Vorrunde sah sich Estings Zweite gleich im ersten Spiel einem vergleichsweise schweren Brocken, Germering-1, gegenüber, den die Estinger Mädels erst im Tie-Break bezwingen konnten. In den Mädels von Lechrain-2 fand die Estinger Zweite dann ihren Meister. Auch für die Estinger Erste war der Prüfstein einmal mehr das Team von Lechrain-3, das sich erneut in drei Sätzen gegen die Estingerinnen durchsetzen konnte. Im Viertelfinale trafen die Estinger Spitzenteams dann auf Dachau-1 und Lechrain-1, die sich erwartungsgemäß durchsetzten.
Im „kleinen Halbfinale“, in dem das letzte Ticket zu den Oberbayerischen ausgespielt wurde, ging es für die beiden stärksten Estinger Teams gegen Dachau-2 und Karlsfeld-1. Während Esting-1 gegen Dachau-2 keinen größeren Problemen gegenüberstand, musste sich Esting-2 gegen Karlsfeld-1 nach drei spannenden Sätzen geschlagen geben.
Im letzten Spiel des Tages ging es für Esting-1 um die verbliebene Fahrkarte zu den Oberbayerischen Meisterschaften; die ersten vier Tickets hatten sich bereits die Sieger der Viertelfinale geschnappt. Gegen Karlsfeld-1 musste es sich nun entscheiden, wer das fünfte Ticket zur Oberbayerischen löst. Drei Sätze spielten Elena, Frida, Laura und Mina mutig auf Sieg, gaben alles und spielten ihre bestes Volleyball der Meisterschaft – es hat ganz knapp nicht gereicht. In der Endabrechnung waren die Estinger Mädels zwar um zwei Ballpunkte besser, aber Karlsfeld konnte den Tie-Break mit 14:16 für sich entscheiden; Esting schaffte es nicht, die beiden Matchbälle beim Stande von 14:12 zu nutzen. „Wir waren gut, aber Karlsfeld konnte mit dem enormen Druck besser umgehen. Letztendlich spielentscheidend war, dass unsere Mädels in der Endphase des Tie-Breaks anfingen auf Fehlervermeidung zu spielen!“ analysierte Trainer Karl Haschke die Niederlage.












