In der prall gefüllten Aula der Grundschule an der Martinsstraße drängten sich gut 450 Bürgerinnen und Bürger, um den vier Bewerbern für den Bürgermeistersessel auf den Zahn zu fühlen. Es wurde ein 150-minütiger Marathon aus persönlicher Visitenkarte, Visionen und dem ein oder anderen nervösen Schluck aus dem Wasserglas.Moderatorin Kathrin Böhmer vom Fürstenfeldbrucker Tagblatt ließ die Kandidaten – Stefan Eibl (Für Olching), Laura Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Maximilian Gigl (CSU) und Julia Worch (SPD) – zunächst sanft starten. Die erste Frage war die Einzige, die den Vieren vorab bekannt war. Quasi das „Warm-up“, bevor der Schutzschild fiel.
Was danach kam? Eine politische Wundertüte. Kathrin Böhmer servierte Fragen, die die Kandidaten unvorbereitet trafen. Doch genau hier zeigte sich das Profil: Wer taktiert, wer jongliert und wer behält bei gut 450 kritischen Augenpaaren einen kühlen Kopf? 2,5 Stunden waren schnell vorbei, so dass das ein oder andere Thema leider nicht mehr angesprochen werden konnte.
Wir – das Stadtmarketing Olching, die als Veranstalter dieser Podiumsdiskussion fungierten, bedanken uns recht herzlich für die erstklassige Unterstützung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Olching, dem Technik-Team der Faschingsgilde Olching sowie dem Hausmeister der Grundschule Olching, die uns logistisch und technisch grandios unterstützt haben. 

Am Ende des Abends rauchte vielleicht dem ein oder anderen der Kopf – sowohl auf dem Podium als auch im Publikum. Eines ist nach dieser Diskussionsrunde klar: Olching hat die Qual der Wahl zwischen vier Kandidaten, die bereit sind, sich auch ohne Vorbereitung ins kalte Wasser werfen zu lassen. Wer den besten „Freischwimmer“ gemacht hat? Das entscheiden die Bürgerinnen und Bürger demnächst an der Urne.
Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Laura Müller, Maximilian Gigl, Stefan Eibl, Sandra Pfend-Strobel, Kathrin Böhmer und Julia Worch













Ausschlaggebend für eine Bürgermeisterwahl sollte die Kompetenz eines Kandidaten und seiner Partei- oder Gruppierung sein. Egal, ob die im Bundestag, oder Landtag sitzen. Mit Ausnahme eines nicht wählbaren AfD-Kandidates, da auch Olching keine Rechtsradikalen braucht. Aber das hat die AfD ja glücklicherweise kapiert, dass in Olching kein Platz für Faschisten-Sympathisanten ist.
Leider kann keiner der legitimen Kandidaten/Kandidatinnen bisher mit überzeugenden Konzepten punkten. „Grün“-Müller ist lieb und nett, hat aber kompetenzmäßig sicher noch kommunalpolitisches Entwicklungspotenzial. „Rot“-Worch suggeriert zwar Kompetenz, scheint allerdings gutgläubig zu sein, was die vermeintlich gutherzige Selbstlosigkeit eines potentiellen Immobilieninvestors bezüglich eines möglichen „Stadtteil-Zentrums“ in Esting betrifft. „Schwarz“-Gigl begnügt sich mit unverfänglichen Allgemeinplätzen und glaubt mit dem Hinweis auf die bisherige Vertreterfunktion im Rathaus und großformatigen Wahlplakaten zu überzeugen. Neuerdings „Dunkelblau“-Eibl (weil man sich von Aiwanger nun auch farblich endgültig abgesetzt hat): macht u.a. große Versprechungen bezüglich der Paulusgrube (Rathaus, Kulturzentrum), oder einer vermeintlich alles heilender Wohnungsbaugesellschaft, ohne auch nur im Ansatz zu sagen, wie das alles finanziert werden soll. Aber da sind sich ja alle Kandidaten einig: nur nicht sagen, was kostet es und wer soll es bezahlen. Seriös ist das nicht. Am Ende werden sich die Wählern doch nur wieder für das kleinere Übel entscheiden. Ob das allerdings gut für Olching ist, darf bezweifelt werden.
Wer ist Comment?
Offensichtlich jemand, der sich nicht zeigen will.
Offensichtlich jemand, der auf alle „etablierten“ Parteien und Wählergruppen glaubt schimpfen zu müssen. Die sind aber deshalb „etabliert“, weil sie Kandidaten*innen aufgestellt haben.
Das stand allen anders Denkenden auch frei, war aber nicht.
Und wenn „Comment“ sich mal auf die eine oder andere Veranstaltung bemühen und dort nachfragen würde, so denke ich, wäre sein Informationsstand auch besser.
Zudem zu Comments Anmerkung, es gäbe keine Zahlendebatten:
Die gibt es sehr wohl.
Es wird von interessierter Seite immer wieder so getan, als wäre Olching finanziell schlecht geführt worden.
Dazu nur folgende Zahlen (die nicht die meinen sind):
Olching hat durch eine langfristig angelegte lokale Wirtschaftspolitik seine Gewerbesteuer-Aufkommen ohne Steuererhöhungen nahezu vervierfacht.
Dank Andreas Magg.
Olching hat eine nagelneue Mittelschule und eine Generalsanierung samt Neubauten an der Grundschule Grasslfing investiert, hat ortsnah im gesamten Stadtgebiet hervorragende KiTa-Strukturen, hat in den letzten 6 Jahren zusätzlich noch etwa 40 Wohnungen zu erschwinglichen Mieten neu errichtet, dazu ca. 60 Wohnungen mit Genossenschaften und privaten Investoren als preiswerte Wohnung nach dem Modell „SoBoN Soziale Bodennutzung“ zur Errichtung gebracht und vorhandene dazu bei Freiwerden renoviert / saniert.
Dazu wurde eine kluge vorausschauende Grundstückspolitik betrieben.
Olching hat einen Vermögensstock deutlich über 100 MIO €.
Olching hat etwa 30 MIO € Schulden für die großen Investitionen.
Ist Olching nun arm und finanziell schwach?
Ich kann diese Diskussion über die Jahrzehnte meiner Olchinger politischen Tätigkeit schon beinahe singen. Sie wird dadurch nicht wahrer.
Olching ist nicht nur lebenswert, es steht auch keineswegs vor dem Ruin !!!
Ich denke, eines hat diese Diskussion – aber auch die Kommentare hier – sehr deutlich gezeigt:
Jede politische Gruppierung hält naturgemäß den eigenen Kandidaten für den besten. Das ist legitim und gehört zur Demokratie dazu. Am Ende muss und soll sich aber jeder Bürger seine eigene Meinung bilden.
Die Podiumsdiskussion war dabei ein Baustein von vielen. Alle vier Bürgermeisterkandidaten stehen in den kommenden Wochen bei Infoständen, Stammtischen und Veranstaltungen für Gespräche zur Verfügung. Auch wer an diesem Abend nicht dabei war, hat also weiterhin ausreichend Gelegenheit, die Kandidaten persönlich kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen.
Ich persönlich bin selbstverständlich davon überzeugt, dass Stefan Eibl der beste Kandidat für Olching ist – sonst würde ich mich nicht aktiv in seinem Wahlkampf engagieren. Er hat in den vergangenen sechs Jahren viel Erfahrung gesammelt, kennt die Abläufe im Stadtrat und bringt viele gute Ideen und klare Vorstellungen für die Zukunft unserer Stadt mit. Die Podiumsdiskussion hat aus meiner Sicht auch gezeigt, wie wichtig ein tiefer Einblick in die kommunalpolitischen Zusammenhänge ist.
Wer Stefan Eibl persönlich kennenlernen möchte, hat dazu übrigens schon an diesem Samstag Gelegenheit – ich kann nur dazu einladen, das Gespräch zu suchen.
Unabhängig von inhaltlichen Bewertungen möchte ich mich ausdrücklich beim Stadtmarketing Olching bedanken, das diese Veranstaltung überhaupt möglich gemacht hat. Eine solche Plattform für politischen Austausch ist keine Selbstverständlichkeit.
Ein kleiner persönlicher Eindruck zum Schluss: Die Moderation war insgesamt sehr harmonisch angelegt, vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas zurückhaltend.
Am Ende bleibt: Die Entscheidung liegt bei den Bürgern – und genau dafür sind solche Formate da.
Grüß Gott Herr Gottschalk, in der Tat das ist schwierig. Und ich als CSU’lerin sage, dass Maximilian Gigl sehr gut gepunktet hat durch seine 12jährige Stadtratsarbeit und seine 6jährige Vizebürgermeisterarbeit. Natürlich hat er dadurch entsprechendes Wissen und Erfahrung und das haben die Anwesenden auch so wahrgenommen. Aber darum geht es mir jetzt nicht: Ich möchte Sie einladen zu einem Infostand zu kommen, wann immer Sie Zeit finden, oder zu einer Veranstaltung von uns. Kommen Sie mit Maximilian Gigl ins Gespräch und machen sich ein Bild von ihm. Danke für Ihre Zeit.
Grüß ebenfalls Gott Herr Gottschalk,
und ich als Sozialdemokrat frage, was haben die Teilnehmer für einen Eindruck gehabt? Das ist sicher eine müßige Frage an Menschen mit Vorprägung wie Frau Hartl oder auch mich. Wir beide dürften wissen, was wir wählen werden.
Ich bin natürlich der Überzeugung, dass Julia Worch als erfahrene Juristin und kommunalpolitisch versierte Managerin in einem kommunalen Wohnbau-Unternehmen Münchens mit neuen Ansätzen k r e a t i v u n d
e r f a h r e n ans Werk gehen wird, um die hervorragende Arbeit von Andreas Magg für diese Stadt weiter zu führen.
Und um von der CSU und anderen im Stadtrat blockierte Projekte weiter zu bringen. Da fallen mir eine Menge ein.
Aber es wäre dringend nötig, dass wir als Wähler*innen endlich mal Zukunftsideen von den politischen Wettbewerbern zu hören und zu sehen bekämen. Mit Allgemeinplätzen ist´s da nicht getan.
Auch vermisse ich seit Monaten eine Antwort auf meine lange gestellte Frage, was die CSU und speziell Gigl jun. denn in der letzten Wahlperiode an Beiträgen geleistet hat, um unsere Stadt voran zu bringen. Es reicht halt nicht, nur 5,5 Jahre etwas zu sein, hier als 2. Bgm.! Sondern was das für die Stadt gebracht hat, das wäre interessant.
Die nächsten Tage werde ich aus dem CSU-Wahlprogramm von 2020 deshalb immer mal wieder eine konkrete Frage zu den damaligen Forderungen und Sprüchen stellen.
Mal sehen, ob endlich was kommt, außer von Frau Hartl wieder die wehleidige Klage über die Dreistigkeit meiner Fragen.
Bevor jetzt einige die obligate Gegenfrage stellen:
Ja, jeder Haushalt hat die Chance, im Programm- und Wahlprospekt der SPD Olching nachzulesen, was in diesen Jahren erledigt wurde („gesagt-getan“) und was unter Julia Worch in der Zukunft vorgesehen ist („wie weiter“). Auf der Website ist das bereits nachzulesen, im Briefkasten wird die ausgedruckte Version zu finden sein und interessierte Leser aufklären.
Also, ran an die Debatte zur wirklichen konkreten Situation sowie um die Zukunft unserer Stadt!!!
Nicht nur allgemeines Genörgel bzw. wolkige allgemeine Aussagen, sondern
„Butter bei die Fische“, oder von mir aus etwas ungesünder auch frei nach Söder „Senf auf die fettesten aller fränkischen Bratwürste“.
gez. Alfred Münch
Es ist toll dass das Stadtmarketing diese Veranstaltung organisiert hat. Nun ist die Veranstaltung vobei und ald Bürger, der nicht an der Veranstaltung teilnehen konnte – was hat er nun davon? Es gibt wunferschöne Aussagen, dass das toll war – aber wer hat diese Veranstaltung bewertet? Keiner hat den Mut gehabt, zu sagen wer kam denn als Sieger der Veranstaltung hervor? Mir haben die Berichte keine zusätzlichen Entscheidungshilfen gegeben und dasist traurig, da es den Wert der Veranstaltung in Frage stellt für die Personen, die nicht dabei waren
Entscheidungshilfe: Wählen Sie den Vertreter oder die Vertreterin derjenigen Partei, die Sie bei der Bundestags- oder Landtagswahl wählen würden. Sollten Sie weder CSU, SPD oder Grüne wählen wollen, wählen sie den Vertreter der unabhängigen Wählergemeinschaft: Für Olching, Herrn Eibl.