Noch ein illegales Bauschutt-Lager entdeckt – droht eine saftige Geldstrafe? Von: Kathrin Böhmer

Sorgte für einen nächtlichen Einsatz: Der Schuttberg an der Lärmschutzwand nahe des Estinger Bahnhofs im August. Mittlerweile gibt es einen weiteren Fall. © THW

Nachdem ein ganzer Berg illegal entsorgter Bauschutt an der Lärmschutzwand in Esting entdeckt wurde, gibt es nun einen weiteren Fall. Es wird ermittelt.

Graßlfing – An der Seestraße in Graßlfing wurde ebenfalls der Aushub einer Baustelle zwischengelagert. Der Verursacher muss möglicherweise mit einer saftigen Strafe rechnen.

Ein Bauunternehmer hat große Mengen Aushub einer Baustelle in Graßlfing zwischengelagert, obwohl dies nicht erlaubt ist. Das bestätigt das Landratsamt, das in dieser Sache zuständig ist, auf Tagblatt-Nachfrage. Es handele sich dabei um ein Grundstück an der Seestraße. Wer genau dahinter steckt, darf die Behörde aus Datenschutzgründen nicht mitteilen, ebenso wenig ob diese Person bereits wegen derartiger Verstöße in Erscheinung getreten ist.

Großer Schuttberg

Fakt ist jedenfalls: Der Schuttberg ist so groß, dass er hätte genehmigt werden müssen. Laut Bayerischer Bauordnung sind lediglich Aufschüttungen mit einer Höhe von bis zu zwei Metern und einer Fläche von 500 Quadratmetern verfahrensfrei zulässig. Diese Maße werden im Graßlfinger Fall um das Vierfache überschritten. Laut Landratsamt wurde nämlich auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern Aushub abgelagert.

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Dabei handle es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit entsprechenden Bußgeldern belegt ist. Je nachdem kann es sich um eine saftige Geldstrafe von mehreren zehntausend Euro handeln. Das Landratsamt prüft derzeit die nächsten Schritte.

Die CSU bezeichnete das Ganze in ihrem Sommer-Pressegespräch als eine „ganz besondere Nummer“. Ein Zusammenhang mit der illegalen Entsorgung in Esting Ende August liegt für die Christsozialen klar auf der Hand. Der Aushub käme von derselben Baustelle, ein Teil des für eine Weiterverwendung geeigneten Schutts sei am Lärmschutzwall abgelagert worden, ein anderer eben in Graßlfing. Als die Sache aufflog, leitete CSU-Vize-Bürgermeister Maximilian Gigl die Geschäfte als Urlaubsvertretung von Andreas Magg (SPD).

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