Leserbrief Dr.Tomas Bauer zu: „Saftige Preiserhöhung beim MVV“ vom 26. Juli 2018

Dr. Tomas BauerAn die
Süddeutsche Zeitung, Redaktion Fürstenfeldbruck

Leserbrief zu: „Saftige Preiserhöhung beim MVV“ vom 26. Juli 2018

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der MVV erhöht seine Preise. Das ist im Grundsatz wohl nicht zu umgehen und auch nicht ganz ungerecht. Schließlich subventionieren alle bayerischen Steuerzahler die Bewohner der Ballungsgebiete in besonderer Weise. Einzelheiten müssen dennoch diskutiert werden:

Ein übergeordnetes Prinzip der Tarifreform sei, dass die ganze Millionenstadt München nurmehr eine Zone werde. Warum wird aber das vergleichsweise kleine Olching zwei Zonen zugeschlagen? Mit der Folge, dass die Estinger künftig deutlich mehr für ihre Fahrt nach München zahlen müssen als die Olchinger.

Hier sind Korrekturen nötig!

Mit besten Grüßen
Dr. Tomas Bauer
Stadtrat

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2 Kommentare zu Leserbrief Dr.Tomas Bauer zu: „Saftige Preiserhöhung beim MVV“ vom 26. Juli 2018

  1. Hello Again sagt:

    Was nutzt es, bei der SZ Korrekturen der MVV-Tarifreform zu reklamieren?
    Muss sich die CSU nicht lieber selber fragen, warum der CSU-Landrat den offensichtlichen Ungerechtigkeiten des neuen Tarifschemas zustimmt und mit fadenscheinigen Argumenten verteidigt?
    Warum melden sich z.B. nicht auch die Grünen aus Olching, statt es dem Eichenauer Runge zu überlassen, die Benachteiligung der Estinger aufzuzeigen? Wo bleibt der übliche Aufschrei des doch für den ÖPNV so engagierten SPD-Stadtrats M.? Wo bleibt die FDP mit ihrer Kritik? Oder glaubt man, neue Brücken über die Amper sind auch so eine Art kostenloser ÖPNV ?
    Wo bleibt die Intervention der Stadtführung im Auftrag aller Stadtratsfraktionen? Schließlich hat der 1. Bürgermeister erst vor Kurzem die Einheit Olchings bei der Einweihung einer Säule im Zentrum so gelobt und beschworen! Hier kann man Bürgernähe demonstrieren. Nicht nur mit Geburtstagsfotos von besuchten Jubiliaren.
    Bleibt zu hoffen, dass wenigstens der Kreistag am heutugen Donnerstag (26.7.) ein Zeichen setzt!

  2. Alfred Münch sagt:

    Im Gegensatz zu „Hello Again“ will ich mit meinem offenen Namen auftreten, da ich diese anonymen „Diskutanten“ in den Internetmedien einfach nur für feige halte. Warum nicht offen für die Dinge stehen, die man meint? Ist ja nicht unanständig, wenn´s nicht unanständig formuliert und gemeint ist, oder?

    Zur Sache selbst:
    Jawohl, ich stehe für die dringende Ausweitung und Verbesserung des ÖPNV ohne wenn und aber.
    In Olching erleben wir täglich, wie der Individualverkehr unsere zwei Engpässe (Haupt-/Feursstraße und Dachauer Straße) morgens und abends verstopft und deren Anwohnern viel zumutet. Wir erleben auch regelmäßig, wie sich weit weniger belastete Anlieger darüber aufregen, dass auch vor ihren Gärten Autos – oder gar alle 20 Minuten mal ein Bus – fahren.
    Aber wir erleben eben auch, dass es beim MVV Interessenunterschiede zwischen München, den Umlandgemeinden, den Landkreisen sowie dem Freistaat gibt.
    Die sind normal, wenn´s um´s Geld geht.
    Insoweit ist es zwar nett, wenn der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. B. „knöttert“, dass Esting gegenüber dem Einstiegsplatz Olching wirtschaftlich benachteiligt wird, weil es in bei der anstehenden Tarifänderung eine teurere Tarifzone eingereiht wird. Und seine Bemerkung, darüber müsse geredet werden, ist ja wahrlich hilfreich.

    Allerdings sitzt die Stadt Olching hier nicht mit am Verhandlungstisch.

    Und dem Verantwortlichen im Landkreis, Herrn Seifert, mag zumindest ich keinen Vorwurf machen, dass er gegen die anderen Beteiligten nur die Verbesserungen für Olching rausverhandelt hat, dies für Esting nicht erreichen konnte. Das Angebot der Hauptzahler war, stattdessen Olching und Esting einheitlich in die schlechtere Tarifzone einzubringen.
    Wir alle müssen manchmal zur Kenntnis nehmen, dass die Welt nicht immer gerecht erscheint. So war das seit vielen Jahrzehnten z.B. in Germering mit dem Unterschied von Harthaus und Bahnhof.
    Da halte ich es doch eher mit dem von Bgm. Magg eingeschlagenen Weg, der die Verbesserungen für Olching anerkennt und dafür wirbt, die plötzlich flüssig gewordenen „Vorwahltagmittel“ der Staatsregierung für die Beseitigung des Tarifsbruchs innerhalb politischer Kommunen ganz generell, und damit auch für Esting einzusetzen. Das bringt uns praktisch mehr als „Geknötter“, das noch dazu ignoriert, wer hier politisch verantwortlich wäre.

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