Freie Wähler fordern Umdenken in der Gesundheitspolitik

Olching – Susann Enders, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Freien Wähler, Krankenschwester und OP-Schwester äußerte sich in Olching bei einem Workshop wie folgt zum jüngsten Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, über die Androhung von Mittelkürzungen die Krankenhäuser dazu zu zwingen, mehr Personal einzustellen:

„Das ist ein unglaubliches Ablenkungsmanöver. Zuerst werden die Grundversorger durch die nicht aufwandsentsprechende Finanzierung – siehe Krankenhausstrukturgesetz – dazu gezwungen, massiv auf Kosten der Patienten zu sparen. Nachdem der Personalaufwand etwa die Hälfte der Ausgaben eines Krankenhauses ausmacht, liegt es nahe, Personal einzusparen, um als kleines Haus überhaupt überleben zu können. Jetzt bekommt man noch weniger Vergütung, weil man nicht mehr genug Personal vorweisen kann.“ 


Susann Enders, die sich seit vielen Jahren für die Erhaltung der kleinen Krankenhäuser engagiert, und sich in Olching erfreut bezüglich der erfreulichen Entwicklung des Fürstenfeldbrucker Krankenhauses zeigte, fordert ein sofortiges Umsteuern der Gesundheitspolitik: „Wann hat dieser Irrsinn ein Ende?“

Die aktuelle Initiative des gelernten Bankkaufmanns und Politikwissenschaftlers Spahn zeige überdeutlich, dass der „fachfremde Berufspolitiker nicht die geringste Ahnung von seinem Job als Bundesminister“ habe, so Enders. „Nach dieser erneuten Blamage wird es höchste Zeit, eine fachlich versierte Kraft in dieses wichtige Amt zu berufen, um eine völlig verfehlte Gesundheitspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen.“

 

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