Antrag auf Erstellung eines Konzepts „Erlebniswelt Olching – Stärkung der nachhaltigen Naherholung und des Wir-Gefühls“

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats,

das Stadtgebiet Olching mit seinen unterschiedlich geprägten Stadtteilen, dessen grüne Lunge die durchgehenden Auen der Amper bilden, hat das einmalige Potenzial für ein zusammenhängendes Wegekonzept, das der Naherholung verbunden mit einer abwechslungsreichen Erlebniswelt dienen kann, jedoch insbesondere im Bereich Geiselbullach ergänzt werden muss. Gleichzeitig sind die Chancen der Reaktivierung von lebendigen Baudenkmälern zu nutzen.

Schon jetzt sind die Amperauen in Esting und Olching mit den Sportanlagen, dem Volksfestplatz, dem Vogelpark, der Inlineskaterbahn, den Wasserwehren, den Amperkraftwerken, dem KOM durchgehend als Naturgenuss, Ort der Erholung, der Freizeit, des Sports, der Kultur und der Energie-Geschichte erlebbar.

Diese Möglichkeiten sollten nach der Amperbrücke in Geiselbullach rechts der Amper durch Öffnung des dort verlaufenden Feldweges bis zur Campinganlage, von dort entlang des Ascherbachs zum Gut Grasslfing geöffnet und ausgestaltet werden. Entlang des Baches sind mehrere Wehranlagen, die beschildert und vorgeführt werden können. Im Bereich des Gutes, das mit der Olchinger Brauerei und dem geplanten Biergarten eine neue Aufenthalts- und Erholungsfunktion erhalten wird, könnte die historische Schmiede als lebendiges Baudenkmal gemeinsam mit dem Eigentümer reaktiviert werden. Der Innenhof des Gutes ist von der Größe und Belegenheit bestens für Freiluftveranstaltungen geeignet. Gegenüber soll eine 400 m-Bahn entstehen, in deren Mitte eine Skater- und BMX-Bahn errichtet werden könnte. Daneben gibt es jetzt schon die Minigolfanlage.

Vom Gut ging einst rechts des Ascherbachs (eine Brücke ist noch vorhanden) ein Fußweg bis zur Gaststätte „Zur Heide“, die von den Schulkindern über Genrationen hinweg genutzt wurde. Der Altgemeinderat Josef Kleber kann darüber Auskunft geben. Ein solch reaktivierter Fußweg könnte im weiteren Verlauf durch Nutzung von Feldwegen bis zum Olchinger See fortgesetzt werden. Von dort kann dann ein Fuß- und Radwegenetz – in Ermangelung einer direkten Bahnunterquerung – auf Gröbenzeller Gebiet auf der August-Exter-Straße über die in Gröbenzell anschließende Fahrradstraße zum Bahnhof Gröbenzell und schließlich dem kleinen Olchinger See bis in die Stadtmitte Olching fortgesetzt werden.

Ich beantrage daher, ein solches Konzept und dessen Machbarkeit mit den Eigentümern der betroffenen Grundstücke und Anlagen zu prüfen.

Eine so ausgebaute Naherholungstour, an deren Strecke ausreichend Rast- und Speisemöglichkeiten wie die Vereinsgaststätten in Olching, dem Gasthaus Steinherr und das Vereinsheim Amperlust in Esting, der Vereinsgaststätte in Geiselbullach, dem künftigen Biergarten im Gut Graßlfing, der Gastronomie am Olchinger See liegen, kann auch vom Stadtmarketingverein beworben werden. Es passt zudem hervorragend zu der Strategie, Olching fahrrad- und fußgängerfreundlich zu gestalten, und die klimafreundliche Erholung vor Ort zu stärken sowie Gäste von auswärts zu akquirieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ewald Zachmann
Fraktionsvorsitzender

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