Alfred Münch: Leserbrief zu den Anwürfen des CSU-Kandidaten ggü. Bürgermeister Magg zur Bürgermeisterwahl in 2020

Da hat Dr. B. völlig Recht, wenn er den jüngst gekürten CSU-Bürgermeisterkandidat mit dem Hinweis ankündigt, der widerspreche nicht.

In der Tat ist er einer derer in der CSU, die ihrem seit ca. zwei Jahren bei jeder Gelegenheit im Stadtrat stänkernden Fraktionsvorsitzenden nie widersprechen, jeden Unsinn aus Fügsamkeit und ohne eigene Ideen mitgemacht haben. Da sind wir in der SPD durchaus stolz darauf, nicht völlig willen- und haltungslos unserem Bürgermeister überall folgen zu müssen, sondern auch mal im produktiven Disput zu guten Lösungen zu kommen. Gleichwohl ist Andreas Magg unangefochtener Bürgermeister, mit einem SPD-Parteibuch, und überparteilich sein Amt führend. Bei acht von dreißig SPD-lern im Stadtrat sucht er stets das Beste für Olching.

Das ist schwer genug bei manchen Fragen.

Die formulierten Vorstellungen des CSU-Kandidaten Gigl junior sind eher Worthülsen als ein wirkliches Kommunalprogramm, aus dem die Olchinger Bürgerinnen und Bürger ersehen könnten, was er vorhat.

Zuhören will er.
Das ist gut, aber gegenüber Andi Magg ist es eine geradezu abenteuerliche Klitterung, diesen in eine abgehobene Ecke drängen zu wollen.

Seine Angestellten achten will er.
Das ist das mindeste, was ein Bürgermeister in seiner Verwaltung bieten muss, sonst geht er unter. Es ist dreist, dies Andi Magg abzusprechen.

Genauso wichtig ist es aber auch, diese Verwaltung straff zu führen, sonst tanzt die dem Chef auf der Nase herum und – wie nicht nur in öffentlichen Verwaltungen – treibt das Schiff dann führungslos auf dem Wasser.

Wann immer ich etwas in unserer Stadtverwaltung beklage, spreche ich das – im Gegensatz zur CSU und Gigl –  offen an. So verstehe ich Kommunalpolitik, nicht als jahrelange Anbiederei und im Wahlkampf dann Hackentreten durch Gigl !!!

Und zu viele Projekte habe Olching aktiv in Bearbeitung.
Es ist richtig, dass in Olching viel angeschoben wurde und erledigt werden muss. Ca. 60 Millionen Euro dürften dzt. an Investitionen auf dem Weg sein. Für die Bürgerschaft, nicht für die Parteien!!!

Die Verwaltung traut sich das zu und sie am Ergebnis zu messen, ist in Ordnung.
Ihr aber vorzuwerfen, dass sie umfangreiche Projekte anschiebt, sie der Reihe nach erledigen will, das heißt doch umgekehrt, der gemütliche Lenz sei das Ziel??? Oder wie soll man das anders interpretieren?

Olching soll nicht als Stadtrandgemeinde verkommen, so Gigl-Junior.
Was heißt das denn? Soll Olching verlegt werden? Ist Olching verkommen oder auf dem Weg dorthin?

Nein, Olching ist eine lebendige Stadt mit zahlreichen engagierten Bürgern, einer Vielzahl aktiver Vereine, mit fantasievollen Geschäftsleuten, mit einer hervorragenden Infrastruktur, mit einem lebendigen Stadtkern und Einkaufsmöglichkeiten, um die uns rundrum alle Städte und Gemeinden beneiden, mit einer Fülle von Natur, Landschaft, Seen und den Amperauen, mit aktiven Kulturschaffenden, mit guten Schulangeboten, mit steigender Wirtschaftskraft und zunehmendem Arbeitsplatzangeboten, finanziell top dastehend, mit besten Anbindungen an die Landeshauptstadt und an deren kulturelle und wirtschaftliche Einrichtungen.

Hier verschläft niemand seine Zeit. Hier wartet niemand darauf, dass Maxi Gigl ihn aufweckt, um den Weg zum gemütlichen Lenz mit ihm zu gehen.

Etwas mehr Konkretes wäre aus meiner Sicht schon nötig, um zu zeigen, dass mehr als leere Worthülsen aus dem Mund kommen.
Konzepte für die Zukunft wären der CSU und Gigl nicht völlig verboten: Sowohl im Dafür als auch im Dagegen.  

Dann hätten die Wähler eine Basis, auf der sie zu mehr als zu parteipolitischen Gaggs per Stimme Stellung nehmen könnten.

CSU sein alleine reicht heute so wenig wie jedes andere Parteibuch alleine, denke ich.

 

Alfred Münch
Mitglied des Stadtrates Olching (SPD)
Referent für Stadtentwicklung, Umwelt, Energie & Klimaschutz

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